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"Sonntags im Park" - mit The cloverleaves

18. August 2019
15:00 - 16:30 Uhr

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Energetischer Regieplan für Osterfeld-Mitte/Vondern

Energetischer Regieplan

Von links: Hartmut Gieske (evo), Burkhard Drescher (Geschäftsführer InnovationCity), Oberbürgermeister Daniel Schranz, die Beigeordnete Sabine Lauxen, Wolfgang Hoffmann und Ulrike Schachner (beide GE-WO) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Oberhausen, evo und GE-WO (Foto: Stadt Oberhausen)

Die Weichen für eine erfolgreiche energetische Entwicklung des Quartiers Osterfeld-Mitte / Vondern sind gestellt. Nach umfassenden Evaluationen, vielen Berechnungen und Gesprächen übergab ICM-Geschäftsführer Burkhard Drescher Oberbürgermeister Daniel Schranz und der Beigeordneten Sabine Lauxen das Integrierte Energetische Quartierskonzept für Oberhausen Osterfeld-Mitte / Vondern.

Es bildet den „energetischen Regieplan“ für ein zukünftiges Sanierungsmanagement, das Immobilieneigentümer unter anderem bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden unterstützen soll.

 

„Das integrierte energetische Quartierskonzept ist ein echter Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger in Osterfeld/Vondern. Es eröffnet allen Beteiligten die große  Chance am klimagerechten Stadtumbau im Quartier teilzuhaben und den Stadtteil durch viele kleine und große Maßnahmen positiv hervorzuheben“, erläutert Oberbürgermeister Daniel Schranz.

Burkhard Drescher ergänzt: „Nur mit der konsequenten Umsetzung dieses Konzepts können auch Ergebnisse erreicht werden. Das bedeutet, dass ein Sanierungsmanagement kurzfristig etabliert werden sollte, um die von uns identifizierten Potenziale zur Einsparung von Endenergie und Treibhausgasen zu heben. So gelingt eine klimagerechte und zukunftsfähige Entwicklung des Quartiers.“ Dabei sei das Engagement von den Akteuren vor Ort ein wesentlicher Aspekt, so Drescher weiter.

Auch Sabine Lauxen, Beigeordnete für Umwelt, Gesundheit, ökologische Stadtentwicklung und –planung sieht in dem Konzept und der nun anstehenden Umsetzungsphase einen wesentlichen Beitrag, die Klimaschutzziele der Stadt Oberhausen zu erreichen: „Insbesondere die energetische Sanierung von Gebäuden beinhaltet ein großes Potential, schädliche Treibhausgase zu reduzieren. Mit dem nun erstellten Konzept liegt ein weiterer Lösungsansatz vor, den Klimaschutz in Oberhausen zu stärken“.


Zielvereinbarung unterzeichnet

Um ihr Interesse an einem klimagerechten Stadtumbau in Osterfeld-Mitte und Vondern zu unterstreichen, haben bereits zwei bedeutende Oberhausener Unternehmen eine Absichtserklärung abgegeben: Im Anschluss an die Konzeptübergabe unterzeichneten die Stadt Oberhausen, die Energieversorgung Oberhausen AG und die GE-WO Osterfelder Wohnungsgenossenschaft eG eine Zielvereinbarung. Darin sagen die Unterzeichner zu, die Entwicklung des Quartiers zu unterstützen und eine zeitnahe Umsetzung anzustreben.

„Wir freuen uns, mit dabei zu sein“, erklärt evo-Vorstand Hartmut Gieske: „Die energetische Quartiersentwicklung im Rahmen des Innovation City-Roll-out ist eine ebenso reizvolle wie anspruchsvolle Aufgabe – und damit genau richtig für die evo. Schon seit mehreren Jahren sind wir dabei, innovative Energielösungen für Oberhausen zu entwickeln und damit die Energiewende vor Ort voran zu bringen. Dabei haben wir viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die wir nun gerne als Partner der Stadt Oberhausen in die Projektarbeit einbringen werden.“  

Auch Wolfgang Hoffmann, Vorstand der GE-WO, pflichtet bei: „Einen wirksamen Betrag zu den Klimaschutzbemühungen zu leisten, ist eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, der sich auch die Wohnungswirtschaft nicht entzieht. Die GE-WO Osterfelder Wohnungsgenossenschaft eG steht bereit, ihren Anteil dazu beizutragen, damit Klimaschutz und Quartiersaufwertung Hand in Hand gehen, damit die Zukunft lebenswert bleibt“.

Sie folgen damit auch den politischen Gremien in Oberhausen, die bereits vor einigen Wochen die Umsetzung des Integrierten Energetischen Quartierskonzepts beschlossen haben.


Ergebnisse der Analysen

Die energetische Analyse des Konzeptes zeigt auf, dass Sanierungen von Wohngebäuden einen großen Hebel darstellen, um CO2-Emmisionen im Quartier zu reduzieren. Hohes Potenzial lässt sich für die energetische Modernisierung insbesondere in den Mehrfamilienhäusern aus den Baujahren vor 1919 bis 1968 feststellen. In 23 weiteren Maßnahmen sieht das Konzept beispielsweise den Ausbau von Photovoltaik, die Initiierung von Mieterstrommodellen sowie Aspekte einer klimagerechten Mobilität vor. Ebenfalls thematisiert werden Klimaschutzaktionen im Kindergarten, Mieterprojekte zum Energiesparen und Energielotsen für fremdsprachige Haushalte.

Sehr realistisch und konservativ gerechnet können so in den kommenden fünf Jahren der Endenergieverbrauch um 6,3 Prozent und die Treibhausgas-Emissionen um 7,6 Prozent gesenkt werden.

Dies entspricht dem durchschnittlichen Wärme- und Strombedarf von rund 350 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland. Die eingesparten Treibhausgase entsprechen dem durchschnittlichen jährlichen CO2-Ausstoß von über 260 Personen oder den durchschnittlichen, verkehrsbedingten Emissionen von 1.600 Berufspendlern pro Jahr.


Beteiligung bei der Konzepterstellung

Das vorgelegte Integrierte Energetische Quartierskonzept hat die ICM in Zusammenarbeit mit der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft und der RAG Montan Immobilien GmbH erarbeitet. Im Zuge der Konzeptphase wurden die Akteure aus Osterfeld-Mitte und Vondern regelmäßig über sogenannte Projekttische und Einzelgespräche beteiligt. Durch die aktive Ansprache aller Beteiligten konnten sich diese mit ihren Ideen und Vorstellungen in das Projekt einbringen. Darüber hinaus konnten mittels Integration und Vernetzung der Anspruchsgruppen auch zuvor nicht absehbare Synergien erkannt und nutzbar gemacht werden.

Auch die Bürgerinnen und Bürger aus dem Quartier wurden über eine standardisierte Befragung in den Prozess eingebunden. Insgesamt 244 Teilnehmer beantworteten zum Beispiel Fragen zu anstehenden und erfolgten Modernisierungen, Beratungsinteresse sowie gewünschten Hilfestellungen.


InnovationCity roll out

Der Name „InnovationCity roll out“ steht für eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Dessen Ziel ist, durch Analyse, Konzeptentwicklung und eine darauf folgende Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion zu erzielen und die „Energiewende von unten“ weiter voranzutreiben. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 2010 gestarteten Projekt „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ sollen im Rahmen des InnovationCity roll out auf 20 Quartiere der Metropolregion Ruhr übertragen werden. Gefördert wird das Vorhaben vom Ministerium Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“.

Alle wichtigen Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Projekt des „InnovationCity roll out“ und Informationen zum Quartier Oberhausen Osterfeld-Mitte / Vondern finden sich unter www.icrollout.de.