Tipps zur Abfallvermeidung

Im normalen Alltag lassen sich oftmals ohne großen Aufwand viele Abfälle vermeiden.
Man muss nur etwas umdenken und einige Gewohnheiten ändern.
Die folgenden Abfallvermeidungstipps geben Ihnen einige Anregungen und sind auch in der Broschüre Abfallvermeidung als PDF-Datei zusammengefasst. 

Einkaufen


Produkte mit wenig Verpackung kaufen
Abgepackte Waren verursachen oft unnötigen Abfall.
Greifen Sie deshalb nach Möglichkeit zu Produkten, die wenig oder gar nicht verpackt sind.
Bevorzugen Sie frische Lebensmittel statt Konserven oder Fertigwaren.

Mehrweg- statt Einwegverpackungen
Einwegflaschen, Plastiktüten, Obstbeutel, Kaffeekapseln, Coffee-To-Go-Becher, Papierservietten - kaum benutzt, schon wandern sie in den Müll.
Dabei lassen sich Einwegverpackungen oft ganz einfach durch Mehrwegverpackungen ersetzen. Davon ausgenommen sind natürlich Einwegprodukte, deren Benutzung aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. Eine Liste mit Mehrwegalternativen finden Sie hier.

Gemüsesäckchen und Brotbeutel nutzen
Obst- und Gemüsesäckchen aus Baumwolle sind eine umweltfreundliche Alternative zu den Einweg-Plastiksäckchen. Mit Brotbeuteln können Backwaren unverpackt eingekauft und transportiert werden. Mit einem Brotbeutel aus Leinen halten sich Brot, Brötchen und Backwaren darüber hinaus länger frisch.

Stoffbeutel, Taschen oder Körbe zum Einkaufen
Benutzen Sie wiederverwendbare Einkauftaschen, Obstnetze oder Einkaufskörbe.
Plastiktüten sind wahre Müllmonster - in Deutschland werden jedes Jahr über 2 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Ein interessantes Quiz zum Thema Plastikmüll finden Sie hier

Nachfüllpackungen statt Einwegverpackungen
Greifen Sie nach Möglichkeit zu Nachfüllverpackungen. Insbesondere Sanitär- und Hygieneartikel werden häufig auch als Nachfüllvariante angeboten. Nachfüllpackungen verursachen weniger Abfall und schonen nebenbei den Geldbeutel.

Mehrfachverpackungen vermeiden
Sparen Sie sich das überflüssige Verpackungsmaterial der sogenannten (Mini-) Portionsverpackungen! Meist möchten die Hersteller damit mehr Inhalt vortäuschen.

Essenabfälle vermeiden
Nur die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören dorthin. Hauptsächlich werden Lebensmittel weggeworfen, weil sie nicht mehr gut genug erscheinen. Viele Produkte sind meistens noch lange über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Riechen und schmecken sie noch gut und sehen noch gut aus, sind sie noch verzehrbar. Lediglich das Verbrauchsdatum, zum Beispiel bei Fleisch, Fisch und Eiern, sollte man aus gesundheitlichen Gründen einhalten. Mehr Infos gibt es hier.

Einkaufen in Unverpackt-Läden
Wochenmärkte oder Unverpackt-Läden sind eine gute Alternative zu Supermärkten.
 

Wiederverwerten


Reparieren statt wegwerfen oder neu kaufen
Das geht oft einfacher, als man denkt. Ein Schuster, eine Schneiderei, ein Schreiner oder jemand der Elektrogeräte repariert findet sich bestimmt auch in Ihrer Nähe. Wählen Sie Produkte von guter Qualität und Langlebigkeit und achten Sie auf die Reparaturfähigkeit. Eine Liste der Repair Cafés in Oberhausen finden Sie hier.

Dinge spenden, tauschen, teilen
CDs, Bücher, Kleidung, Deko Artikel, Elektrogeräte oder Möbelstücke - viele Dinge, für die man selbst keine Verwendung mehr hat, können für andere noch nützlich sein. Verschenk-, Tausch- und Verkaufsportale im Internet bieten eine gute Alternative.
Oder spenden Sie die Sachen doch einfach an eine gemeinnützige Organisation, die Bedürftige unterstützen oder durch den Verkauf ihre soziale Arbeit finanzieren.
Sachspenden nehmen auch die Second-Hand-Läden in Oberhausen entgegen.
In Oberhausen finden Sie auch offene Bücherschränke, in denen Sie Ihre ausrangierten Bücher abgeben können. Eine Liste der Bücherschränke in der Stadt finden Sie hier.

Alte Handys verkaufen, verschenken oder zur Handysammlung geben
Handys dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden, sondern können am Schadstoffmobil oder Wertstoffhof kostenlos abgegeben werden. Durch ein Recycling der Handys können die enthaltenen Wertstoffe (seltene Erden etc.) wieder dem Stoffkreislauf zugeführt werden.

Borgen, Leihen oder Mieten
Bei vielen Dingen lohnt sich die Anschaffung nicht, denn oft  benötigt man sie nur ein einziges Mal. Viele Baumärkte und Gartencenter bieten z. B. einen Leihservice für Maschinen an. In den Stadtbibliotheken können Bücher, CDs, DVDs oder E-Books gegen die Entrichtung einer geringen Jahresgebühr ausgeliehen werden.
Für große Feste im privaten Rahmen kann Geschirr und Besteck geliehen werden statt Einmalgeschirr und Plastikbesteck zu benutzen. Im Internet findet man viele Anbieter oder man leiht bei Freunden oder Verwandten den benötigten Bedarf aus.

Das Carsharing bietet sich als Konzept für unregelmäßige Fahrten oder Transporte an. Auch kurzzeitiges Anmieten von Fahrzeugen ist möglich. In Oberhausen gibt es verschiedene Carsharing-Anbieter. Für Pendler, die den ganzen Arbeitsweg nicht anders als mit dem Auto zurücklegen können, eignen sich Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten.

Weitere Informationen zum Fahrrad- und Elektroroller Verleih sowie zum Chauffeur Service Revierflitzer der STOAG finden sie hier.
 

Ersetzen


Leitungswasser statt Flaschenwasser
Die beste Verpackung ist keine Verpackung! Wer Leitungswasser trinkt und auf Wasserflaschen verzichtet, trägt viel zur Müllvermeidung bei. Leitungswasser gehört zu den sorgfältigst kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Es gelten für das Wasser aus dem Hahn sogar strengere Vorschriften als für das in Flaschen abgefüllte Mineralwasser. Mehr Infos gibt es hier.

Brotdose statt Alufolie
Zum Einpacken von Pausenbroten oder Lebensmitteln gibt es eine große Anzahl von Alternativen zur umweltschädlichen Alufolie wie die wiederverwendbare Brotdose oder die waschbare Lunchtüte. Auch wenn viele Brotdosen aus Plastik bestehen, handelt es sich bei ihnen nicht um Einweg-Produkte. Weitere Möglichkeiten bieten Edelstahl- oder Holzdosen.

Akkus statt Batterien
Akkus haben eine wesentlich längere Lebensdauer als Batterien und können über die Batteriesammelstellen entsorgt werden. Durch den Einsatz moderner Impulsladegeräte kann die Lebensdauer von Akkus sogar noch erhöht werden. Eine gute Alternative sind - je nach Einsatzzweck - auch solarbetriebene Geräte.

Plastikfreies Badezimmer
Viele Produkte der täglichen Pflege können durch plastikfreie Produkte ersetzt werden.
Ausführliche Anregungen finden Sie hier.
 

Bioabfälle


Transportsack statt Einwegmüllsack für Grünschnitt
Für den Transport von Grünschnitt zum Wertstoffhof empfehlen wir die Verwendung von wiederverwendbaren Transportsäcken aus Gewebematerial. Einfache Müllsäcke dagegen zerreißen schnell und werden oft schon beim einmaligen Gebrauch zu Abfall.

Bioabfälle verwerten
Getrennt gesammelte kompostierbare Abfälle aus Haus und Garten können als Kompost oder für die Energieerzeugung verwertet werden. Damit schließen alle Biotonnen-Nutzer oder Kompostierer einen natürlichen „Rohstoffkreislauf“ und leisten praktischen Umweltschutz. Kompostierer und Biotonnennutzer werden durch günstigere Abfallgebühren belohnt. Auch in einer Etagenwohnung können Bioanfälle z. B. mit der Wurmkiste oder dem Bokashi-Eimer verwertet werden. Weitere Infos gibts hier.
 

Büro und Schule


Papierverbrauch reduzieren
Drucken Sie z. B. nicht jede E-Mail oder jede Information aus dem Internet aus.
Verwenden Sie Recycling- oder Umweltschutzpapiere, wenn ein Ausdruck erforderlich ist. Unerwünschte Werbeprospekte können Sie mit einem Aufkleber für den Briefkasten reduzieren.
Weitgehenden Schutz vor Werbung bietet auch ein kostenloser Eintrag in die "Robinsonliste", eine Verbraucher-Schutzliste gegen unerwünschte Werbekontakte.

Umweltfreundlicher Schulanfang
Eine Übersicht zum Einkauf von Schulmaterialien, die ökologisch und nachhaltig der Umwelt zugute kommen und gleichzeitig die Gesundheit der Kinder schützen, kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
 

Kontakt

 

Stadt Oberhausen

Fachbereich Klima- und Ressourcenschutz / Abfallwirtschaft

- Abfallberatung -

Technisches Rathaus Sterkrade

Bahnhofstraße 66

46145 Oberhausen

 

Tel.: 0208 825-3585

Fax: 0208 825-5290

E-Mail: abfallberatung@oberhausen.de