Jugendgerichtshilfe

Strafverfahren

Bild Jugendliche mit Anklageschrift

Vorbestraft?


Eintrag in das Führungszeugnis

Eine Verurteilung vor dem Jugendgericht oder Jugendschöffengericht wird nicht in das polizeiliche Führungszeugnis eingetragen. Vorbestraft ist man jedoch nur, wenn ein solcher Eintrag im Führungszeugnis steht. Du darfst dich also zum Beispiel in einem Vorstellungsgespräch bei deinem zukünftigen Arbeitgeber als "nicht vorbestraft" bezeichnen.
Es gibt zwei Ausnahmen:

Wenn du zu einer Jugendstrafe verurteilt wirst und diese tatsächlich im Gefängnis absitzen musst, dann wird dies in das Führungszeugnis eingetragen.
Wird bei Heranwachsende das allgemeine Strafrecht angewandt, werden dann auch Geldstrafen über 90 Tagessätzen und Freiheitsstrafen ab 3 Monaten registriert.


Eintrag in das Erziehungsregister

Trotzdem sind eingestellte Verfahren oder eine Verurteilung durch den Jugendrichter (z.B. zur Ableistung von Sozialstunden) nicht einfach aus der Welt.

Alle Maßnahmen der Staatsanwaltschaft und des Jugendgerichts werden im Erziehungsregister eingetragen. Damit sind also nicht nur Verurteilungen, sondern auch eine ganze Menge der eingestellten Verfahren gemeint. Was in das Erziehungsregister eingetragen wird und was nicht, ist gar nicht so einfach zu durchschauen. Nähere Auskünfte darüber, ob in deinem Fall eine Eintragung erfolgt, erhältst du bei der Jugendgerichtshilfe.

Nach Vollendung des 24. Lebensjahres werden diese Eintragungen wieder gelöscht.


Wichtig ist dabei:

Verurteilungen müssen nicht dem Arbeitgeber mitgeteilt werden.
Du gilst nicht als vorbestraft (Ausnahme: vollzogene Jugendstrafe)
Auskünfte über den Eintrag erhalten lediglich die Gerichte, die Staatsanwaltschaften, die Kriminalpolizei, der Verfassungsschutz und die Ausländerbehörden.

Kontakt

Stadt Oberhausen
Jugendgerichtshilfe
im Haus des Jugendrechts
Telefon: 0208 825-2544
Fax: 0208 825-5335
E-Mail: jugendgerichtshilfe@oberhausen.de

Paul-Reusch-Str. 2
46045 Oberhausen