Luft

Luftqualität

Nachdem sich die Luftqualität im Laufe der letzten Jahrzehnte immer weiter verbessert hat, wurde in Oberhausen im Jahr 2020 ein bedeutendes Zwischenziel erreicht: Erstmals seit 2006 ist es gelungen, die gesetzlichen Grenzwerte für sämtliche Luftschadstoffe einzuhalten. Seitdem hat es weitere Verbesserungen gegeben: Die Feinstaub-Belastung ist kontinuierlich weiter gesunken, die Stickoxid-Belastung stagnierte zunächst auf dem Niveau von 2020, ist 2023 dann erneut gesunken.

Durch die bereits erreichte Verringerung der Luftschadstoffbelastung werden jedes Jahr zahlreiche Erkrankungen vermieden, insbesondere solche der Atemwege und des Herz-Kreislauf-Systems. Aber auch das aktuelle, niedrigere Belastungsniveau führt weiterhin zu vermeidbaren Krankheitsfällen: Nach Auswertung der aktuellen Studienlage hat die WHO 2021 neue Empfehlungen für Luftschadstoffkonzentrationen veröffentlicht, oberhalb derer gesundheitliche Belastungen nachweisbar sind. In Anlehnung an diese Empfehlungen wurden auf EU-Ebene neue Grenzwerte ausgehandelt, die einen Zwischenschritt auf dem Weg zur Erreichung der WHO-Empfehlungen darstellen.

Im laufenden Gesetzgebungsprozess hat das EU-Parlament bereits in der vergangenen Legislaturperiode die englischsprachige Version der neuen Luftqualitäts-Richtlinie verabschiedet. Die in alle EU-Sprachen übersetze Version der neuen Richtlinie muss noch durch das neue EU-Parlament beschlossen werden, was als Formalie gilt. Anschließend bedarf es noch der Zustimmung des Rates der Mitgliedsländer. Mit beidem ist diesen Herbst zu rechnen, anschließend muss die Richtlinie dann in deutsches Recht umgesetzt werden.

Ab 2030 werden also aller Voraussicht nach schärfere Grenzwerte gelten, die zu einer weiteren Verringerung der gesundheitlichen Belastungen durch Luftschadstoffe führen werden. Bei der Feinstaub-Belastung ist bereits ein erfreulich niedriges Niveau erreicht: Die neuen Feinstaub-Grenzwerte konnten 2023 in Oberhausen bereits eingehalten werden, wozu allerdings auch günstige Wetterbedingungen beigetragen haben. Erhebliche Anstrengungen sind im Bereich der Stickoxidbelastung nötig, da diese zur Einhaltung der voraussichtlichen neuen Grenzwerte im Vergleich zur aktuellen Situation fast halbiert werden muss.

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Luftreinhalteplan

Seit 2008 wurde im Rahmen der Erarbeitung des Luftreinhalteplans, der 2011 und 2020 fortgeschrieben wurde, eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen festgesetzt. Die meisten dieser Maßnahmen sind mittlerweile umgesetzt worden oder werden dauerhaft fortgesetzt und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur dauerhaften Verbesserung der Luftqualität.

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Umweltzone

Mehr als die Hälfte der Fläche des Stadtgebiets von Oberhausen ist Teil der Umweltzone Ruhrgebiet. Seit dem 1. Juli 2014 dürfen dort nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette einfahren. Das Aussperren schadstoffintensiver Fahrzeuge verfolgt das Ziel, die Belastung mit Luftschadstoffen, insbesondere an Belastungsschwerpunkten, zu reduzieren. 

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Kontakt

Stadt Oberhausen
Bereich Umwelt
Fachbereich Ökologische Planung
Clemens Printz
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46145 Oberhausen

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