Aktuelles

 
Zeigt Plakat Frauengesundheitstage

Frauengesundheitstage 2022

Das Netzwerk Frauengesundheit Oberhausen richtet in diesem Jahr wieder die jährlich stattfindenden Frauengesundheitstage aus. Mit dem Thema der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Die neue Einsamkeit- über Nähe, Vereinzelung und Gemeinschaft möchte das Netzwerk das Thema Einsamkeit enttabuisierendes und Möglichkeiten aus der Vereinzelung aufzeigen.

Denn Einsamkeit ist mehr als Isolation. Selbst inmitten von Menschen kann man sich einsam fühlen. Durch die Entwicklung des Technischen Fortschritts und der digitalen Möglichkeiten sind wir informiert und vernetzt. Diese Entwicklung entbindet jedoch nicht von der Notwendigkeit echte und wahrhaftige Begegnungen zu pflegen, Nähe zuzulassen und tiefere Bindungen einzugehen.

Um wieder vermehrt miteinander in Kontakt zu treten bietet das Netzwerk eine bunte Veranstaltungsreihe an. Neben einer Autorinnenveranstaltung am 21.06.2022 um 18:00 Uhr mit Diana Kinnert, die sich in ihrem Buch „Die neue Einsamkeit- und wie wir sie als Gesellschaft überwinden können“ mit dem Thema Einsamkeit auseinandergesetzt hat, gibt es wieder eine Filmvorführung mit Sektempfang. Gezeigt wird der Film „Tanz ins Leben“ im Lichtburg Filmpalast am 12.06.2022 ab 11:30 Uhr. Außerdem bietet die Veranstaltungsreihe u.a. einen Single-Kochkurs, ein Kreativangebot rund um den Lavendel, einem Impulsvortrag zur Stärkung des Wohlbefindens und viele weitere gemeinschaftliche Angebote an.

Details zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Flyer der Frauengesundheitstage 2022.

Der Flyer der Frauengesundheitstage liegt bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen sowie allen Kooperationspartnerinnen aus.

Kontakt der Gleichstellungsstelle: 825-2050 oder gleichstellungsstelle@oberhausen.de

Foto Girlsday 2022

Girls Day Oberhausen am 28.04.2022
Fachgremium „Mädchen in Oberhausen“ lädt zum Angebot in der Pauluskirche ein

Der Girls Day ist ein Zukunftstag für Mädchen. An diesem Tag dreht sich alles um die Themen Berufe, Ausbildung und Studium. Besonders hervorgehoben und vorgestellt werden Berufe, in denen noch nicht so viele Frauen arbeiten und die deshalb als „männertypisch“ gelten. Das sind oft Berufe aus den Bereichen Handwerk, Technik oder Naturwissenschaften. Am Girls Day öffnen Betriebe Ihre Türen, um Mädchen für ein Tagespraktikum einzuladen, sich mit der Berufswelt vertraut zu machen.

Schülerinnen ab der 7. Klasse können am 28. April von 8:30 bis 13:00 Uhr  im Jugendhaus der Ev. Emmausgemeinde (Pauluskirche, Duisburger Straße 331, 46049 Oberhausen) an diesem Tag ihre individuellen Stärken und Interessen sowie die vielfältige Berufsperspektiven erkunden.

Die Mädchen werden in Kleingruppen eingeteilt und können verschiedenen Workshops besuchen. Folgende Workshops werden an dem Tag angeboten:

 •    Speed Jobbing - in Kooperation mit dem Zonta Club Oberhausen. Mädchen sollen mittels Interviews von Frauen in männertypischen Berufen herausfinden, welche Herausforderungen zu meistern sind bzw. welchen beruflichen Werdegang sie einschlagen können.
•    My Life, my Future- Zukunftswerkstatt - in Kooperation mit dem Mädchenmobil “Flotte Lotte”
•    Work hard, Play hard - Präsenz Bewerbungsgespräch Präsenz & Stimme & Wirkung im Bewerbungsgespräch
•    Yes, I can - Stärken einsetzen Stärken kennenlernen & bewusst einsetzen
 Im Anschluss findet ein gemeinsames Grillen statt.
 „Wir haben Frauen eingeladen uns in einem Interview von ihren Berufen zu erzählen. Das fanden wir persönlicher und hoffen, dass die Mädchen so noch mehr Tipps und Tricks rund um die Berufswahl erfahren und auch Frauen für sich als Vorbilder ansehen können. Wir hoffen, dass sich Mädchen dadurch die Vielfalt der Berufswelt entdecken“, erklärt Carina Brühl Sprecherin des Facharbeitskreises Mädchen. 
 Interessierte Mädchen mit und ohne Behinderung können sich per Mail zu der Aktion per Mail anmelden: carina.neiss@oberhausen.de.  Weitere Informationen gibt es hier.
 Die Veranstaltung findet unter Einhaltung bestehender Corona Regeln statt. 
 

Hilfeangebote

 

Interkulturell und gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Informationsbroschüren zu den Themen: „Häusliche Gewalt“, „Stalking“ und „Sexualisierte Gewalt“ in verschiedene Sprachen übersetzt!

Wie bereits am 40. Gedenktag gegen Gewalt an Frauen im November angekündigt, wurden die Broschüren zu den Themenfeldern „Häusliche Gewalt“, „Stalking“ und „Sexualisierte Gewalt“ nun in 5 Sprachen übersetzt.

Um die Beratungs- und Informationsarbeit zu optimieren und mehr Menschen Zugang zu Hilfsangeboten der Stadt Oberhausen zu ermöglichen, wurden die Übersetzungen durch die zur Verfügung gestellten Landesmittel des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung vom Arbeitskreis Gewalt Oberhausen in Arabischer, Türkischer, Französischer, Englischer und Russischer Sprache verfasst.

Die Broschüren finden Sie in digitaler Form unter Veröffentlichung .

 

Rückblick der Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen 2021

Zeigt Cover Boschüre Gewalt gegen Frauen
 

Anlässlich des 40.Gedenktages gegen Gewalt an Frauen fand im November 2021 eine Aktionswoche unter Federführung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalens statt. Der Arbeitskreis Gewalt Oberhausen beteiligte sich ebenfalls mit verschiedenen Aktionen zum Schwerpunktthema psychische Gewalt.

Partnerschaftsgewalt hat viele Gesichter und ist manchmal auch unsichtbar. Genau deshalb ist die Thematik Gegenstand der Veranstaltungsreihe und wurde aus verschiedenen Perspektiven aufgegriffen.

Am 25.11.2021 fand eine Fachveranstaltung für Multiplikator*innen im Bürgerzentrum Alte Heid unter dem Titel „Wo häusliche Gewalt beginnt – Psychische Gewalt und ihre Folgen“ statt. Das Häusliche Gewalt wird vor allem mit blauen Flecken und körperlicher Gewalt assoziiert. Im sozialen Nahraum beginnt die Gewalt jedoch selten mit physischen Übergriffen. Vor den ersten Schlägen sind die Betroffenen meist schon über Monate oder sogar Jahre hinweg psychischer Gewalt ausgesetzt. Betroffenen ist häufig nicht bewusst, dass das Erlebte als Gewalt zu bewerten ist. Dazu tragen vor allem gängige Vorstellungen über Gewalt und mangelnde gesellschaftliche Aufklärung bei.

In einem Interview mit der Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin und Leiterin der Frauenberatungsstelle Oberhausen, Sabrina Rees sowie dem Dipl. Sozialwissenschaftler und Leiter der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Oberhausen, Daniel Post sowie Julia Habermann, 
Sozialwissenschaftlerin am Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum wurden unter anderen folgende Fragen erörtert:

  • Was ist Psychische Gewalt?
  • Welche Formen gibt es?
  • Wie erkenne ich Sie ?
  • Was sind die Folgen für Betroffene?
  • Und was hilft Ihnen
Foto zeigt Teilnehmer*innen
 

 

 

Foto zeigt Podium

Interview und Moderation: Catharina Velten
Catharina Velten moderierte die Veranstaltung im „Bürgerzentrum Alte Heid“

Am 26.11.2021 fand im Jugend- und Kulturzentrum Druckluft e.V. eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema rechtliche Möglichkeiten für Betroffene psychischer Gewalt statt.

In einem Interview mit der Rechtsanwältin Dagmar Vogel, Vorstandsvorsitzende des Vereins Frauenhelfen Frauen Oberhausen e. V. und dem Polizeipräsidenten der Polizei Oberhausen Alexander Dierselhuis, zum Thema schilderten die Expert*innen, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, sich gegen psychische Gewalt (vor allem im häuslichen Kontext) zu wehren, wie die Polizei und die Justiz unterstützen können und welche Erfolgsaussichten ein Verfahren hat. Das Interview führte Catharina Velten. 

Ein kulturelles Highlight bot an diesem Abend zudem ein Projekt der theater:faktorei Oberhausen mit der akustischen Ausstellung und szenischen Darstellung zum Thema psychische Gewalt.
Diese Ausstellung lies einen ehrlichen und tiefen Blick in ein aufrüttelndes Thema gewähren, welches mit Worten schwer zu beschreiben ist. Dieses Projekt wurde mit der theater:faktorei Oberhausen unter der Regie von Romi Domkowsky, Theaterpädagogin und Dramaturgin sowie ehemalige Bewohnerinnen des Frauenhauses in Oberhausen vorbereitet.
Suna Tanis-Huxohl und Sabrina Rees moderierten den Abend.

Beide Veranstaltungen fanden aufgrund der pandemischen Lage für einen kleinen Personenkreis statt. Um der Bedeutung des Themas gerecht zu werden und es für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurden Videos der Veranstaltungen erstellt, die ab sofort auf dem YouTube Account der Gleichstellungsstelle verfügbar sind.

Die Kooperationsveranstaltungen des Arbeitskreises Gewalt Oberhausen wurden unter Projektleitung von Frauen helfen Frauen Oberhausen e. V. mit den Projekten Frauenhaus und Frauenberatungsstelle, der Gleichstellungsstelle und dem Kommunales Integrationszentrum der Stadt Oberhausen organisiert.

Hier geht’s zu den Videos: Gleichstellungsstelle Oberhausen - YouTube

Zeigt Foto Gewalt gegen Frauen
 

Neue "Vielfalt - Oberhausener Frauengeschichte(n)" erschienen

Starke Frauen gab es schon immer. In allen Epochen, in jedem Jahrhundert finden wir Frauen, die mutig für ihre Sache einstehen und sich nicht einschüchtern lassen. Sie sind ganz normale Frauen, einige mit Familie, manche allein, doch sie alle sind mutig und leben für ihre Überzeugung. Sie setzen sich ein: für Gerechtigkeit, für Frieden, für Gleichberechtigung. Sie kämpften gegen Krieg, Gewalt, Faschismus und Terror. Ohne sie sähe die Welt anders aus. In dieser Broschüre stellen wir Ihnen starke Frauen aus der Oberhausener Geschichte vor, die ihren eigenen Weg gingen oder sich für andere stark machten, Frauen die in Oberhausen gelebt und gewirkt haben und bis heute ihre Spuren hinterlassen haben.
Der nun vorliegende Beitrag erzählt von einer Frau, die sich Jahrzehnte lang als Sozial- und Kulturpolitikerin engagiert hat. Sie war eine starke, resolute und kämpferische Frau, die ein besonderes Gespür für soziale Gerechtigkeit und kulturelle Vielfalt in unserer Stadt hatte. Die Rede ist von Heide Kamps.

In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen veröffentlicht die Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V. faszinierende und spannende Biografien von Frauen, deren Leben und Handeln etwas zum Besseren verändert hat. Frauen, die für ihre Sache mitunter ihr Leben riskierten.
Die „Vielfalt – Oberhausener Frauengeschichte(n)“ ist kostenlos und kann bei der Gleichstellungsstelle unter der Rufnummer 0208 825-2050 oder gleichstellungsstelle@oberhausen.de sowie bei Geschichtswerkstatt unter der Rufnummer 0208 3078350 oder info@geschichtswerkstattoberhausen.de (hier jedoch gegen Erstattung der Versandkosten) bestellt werden oder hier runtergeladen werden. Auch ältere Ausgaben oder die komplette Reihe können noch zugesandt werden.
 

 

Von Rittern, Klingen und starken Frauen

Frauenpolitisch unterwegs in Solingen und auf Schloss Burg an der Wupper

Nachbetrachtung

Gruppenfoto Frauenpolitisch unterwegs 2021
(Foto Stadt Obehausen)
Bereits zum 11. Mal machte sich die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Mülheim an der Ruhr und Oberhausen gemeinsam mit den Gleichstellungsstellen der Städte Mülheim und Oberhausen auf zu einer frauenpolitischen Exkursion:
Dieses Mal führte uns der "Bildungshunger" in das Bergische Land, die Klingenstadt Solingen / Gräfrath sowie Schloss Burg an der Wupper - wie immer natürlich mit besonderem Blick auf „starke Frauen“ gestern und heute! Schon auf dem Weg nach Gräfrath stieg eine historisch gekleidete „Lewerfrau“ zu uns in den Bus und führte uns ein in die Solinger Schneiderwaren- und Schleifindustrie: Als authentische Identifikationsfigur war die Solinger Lieferfrau eine Besonderheit - keine andere Stadt in Deutschland kennt diese berufliche Tradition. So war über Jahrhunderte im Raum Solingen der Transport der Ware für die Klingenindustrie zwischen Produzenten - den Schleifern in den Kotten an den Bächen und Wupper und Kaufleuten in den städtischen Zentren - die Sache gestandener Frauen!
Foto: Stadt Oberhausen
Foto Stadt Oberhausen

Nach einer gemeinsamen Mittagspause im „Kaffeehaus“ fuhren wir dann weiter zum Schloss Burg, einer ab dem späten 19. Jahrhundert rekonstruierten Burganlage im Solinger Stadtteil Burg an der Wupper. Hier handelt es sich um die sog. Stammburg der Grafen und späteren Herzöge von Berg (seit dem 12. Jahrhundert), Namensgeber dieser Landschaft und ist heute das Wahrzeichen des Bergischen Landes sowie gleichzeitig eine der größten Burgen Westdeutschlands und sogar die größte rekonstruierte Burganlage NRWs! (Die Rekonstruktion und Renovierung geht allerdings noch bis mindestens 2025 weiter!!!).

 

Per Bus, bzw. per pedes oder mit der Seilbahn gelangten alle Teilnehmerinnen in die besondere Stimmung des Mittelalters und der archäologisch noch nicht abgeschlossenen Burg- und Ritterwelt auf dem Felsen über der Wupper.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame "Kaffeetafel" mit ganz viel Waffelauswahl im „Waffelhaus“ auf dem Schlossareal, wo wir die Erlebnisse des Tages ausgiebig und zufrieden Revue passieren lassen konnten – froh darüber, nicht damals schon unter erschwerten Lebens- und Arbeitsbedingungen als Frauen gelebt haben zu müssen ...! Und alles, ohne dabei „über die Wupper zu gehen“....!!

Schon jetzt sei gesagt: Die nächste frauenpolitische Exkursion findet am Donnerstag, 15. September 2022 statt und führt nach Kevelaer an den Niederrhein. Anmeldungen dazu (begrenzte Personenzahl) sind möglich, sobald das neue Jahresprogramm der KEFB vorliegt. Für Informationen steht Ihnen Stefanie Hecke telefonisch (0208 85996-57) oder per E-Mail (stefanie.hecke@kefb.info) gern zur Verfügung.

Mädchenfestival am 24. September 2021

Ein Tag nur für Mädchen in Oberhausen

Mädchenfestival
BILDUNTERSCHRIFT

Das Mädchennetzwerk in Oberhausen lädt herzlich zum Mädchenfestival ein. Einen Tag lang öffnen Jugendhäuser und weitere Institutionen in ganz Oberhausen ihre Türen ausschließlich für Mädchen.

Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten im letzten Jahr Veranstaltungen wie das Mädchenfestival, Girls‘ Day oder die Mädchentrophy abgesagt werden. Das nun durch das Mädchennetzwerk Oberhausen geplante Festival wird in verschiedenen Einrichtungen verteilt in Oberhausen durchgeführt.

Angeboten werden verschiedene Workshops wie der Kampfkunst Muay Thai, Kickboxen, Malerei, Graffiti, 3D-Kunst, Codierung, Selbstbehauptung, Tontechnik, Kinofilm …

Die Online-Anmeldung erfolgt für Mädchen ab 10 Jahren unter https://maedchen-on.de/

Auf der Homepage sind alle Workshops, Orte, Uhrzeiten sowie Ansprechpartner:innen aufgeführt. Bei der Online-Anmeldung erfolgt eine Weiterleitung zu den Kooperationspartner:innen des Action Guides der Stadt Oberhausen.

Das Mädchennetzwerk Oberhausen besteht aus der Facharbeitsgemeinschaft Mädchenförderung nach § 78 (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und dem Facharbeitskreis Mädchen. Seit 2015 initiieren sie jährlich den Mädchenaktionstag, um Mädchen zu bestärken und ihnen Räume zum Ausprobieren zu ermöglichen. Anfangs nur für die jüngere Zielgruppe, wird der Tag unter neuem Namen MÄDCHENFESTIVAL für alle Altersklassen geöffnet. Bedingt durch die Corona-Pandemie findet das diesjährige Mädchenfestival dezentral und nicht an einem Ort statt.

Neu: Leitfaden geschlechtergerechte Sprache

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen hat einen Leitfaden zur geschlechtergerechten Sprache herausgegeben, um die vielfältigen Möglichkeiten zur Nutzung von geschlechtergerechter Sprache aufzuzeigen.

„Was soll das? Gibt es denn kein wichtigeres Thema? Ich höre diese Fragen schon deutlich mit der Veröffentlichung dieser Initiative für geschlechtergerechte Sprache“, so Britta Costecki, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oberhausen.

Tatsächlich gibt es viele weitere wichtige Themen, gerade in der herrschenden Corona Pandemie. Doch auch während der Corona Pandemie wurde die Wichtigkeit von Sprache deutlich. Viele neue Wörter wurden geschaffen, wie z. B. Inzidenzwert, Homeschooling und systemrelevante Berufe. Und besonders in diesen systemrelevanten Berufen ist der geschlechtsspezifische Ausdruck relevant, denn der Frauenanteil ist mit 75 % sehr hoch. Zusätzlich kamen durch die Schließung von Kindertageseinrichtungen und Schulen weitere Herausforderungen durch Kinderbetreuung, Homeschooling und Homeoffice hinzu, die ebenfalls überwiegend von Frauen übernommen wurden.

Costecki: „Daher ist es wichtig, dass Frauen in Sachen Sprache nicht einfach nur unter männlichen Synonymen mitgedacht werden, sondern dass geschlechtergerecht Frauen als auch Männer genannt werden, denn Sprache ist der Schlüssel für unsere Verständigung und dadurch immens wichtig. Nur durch geschlechtergerechte Sprache erkennen wir, wer hinter den Genannten steckt.“ Viele Menschen sind unsicher im Umgang mit geschlechtergerechter Sprache. Die Unterstützung beim Umgang mit geschlechtergerechter Sprache war unter anderem ein Grund, weswegen sich die Gleichstellungsstelle zur Herausgabe dieses Leitfadens entschieden hat. Der andere Grund ist, weiter für den Einsatz geschlechtergerechter Sprache zu werben. „Mit Sprache, ob schriftlich oder mündlich, entstehen Bilder in den Köpfen. Und da sollten wir alle vorkommen“, so Costecki.   

Der Leitfaden zeigt viele verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung von geschlechtergerechter Sprache auf, denn es gibt nicht nur die eine richtige Lösung, sondern viele verschiedene Möglichkeiten, alle Geschlechter anzusprechen.

„Seien Sie kreativ. Wichtig ist doch nur, dass kein Geschlecht außen vor bleibt und schwieriger wird es bei weitem nicht.“, wirbt Britta Costecki.

In Druckform können Leitfaden und begleitende Postkarten auch bei der Gleichstellungsstelle bestellt werden. Digital finden Sie den Leitfaden hier. und eine entsprechende Postkarte hier.

Bei Rückfragen steht Ihnen die Gleichstellungsstelle unter  gleichstellungsstelle@oberhausen.de oder telefonisch unter 0208 825-2050 zur Verfügung.

Neben dem Leitfaden der Gleichstellungsstelle kann auch das Genderwörterbuch unter www.geschicktgendern.de hilfreich sein.

Anonyme Spurensicherung (ASS) nach einer Sexualstraftat

anonyme Spuren
BILDUNTERSCHRIFT

Was ist die Anonyme Spurensicherung (ASS) nach einer Sexualstraftat?

Die Anonyme Spurensicherung ist eine medizinische Untersuchung, die nach einer Sexualstraftat auf Wunsch der Betroffenen vertraulich und kostenfrei durchgeführt werden kann. Bei dieser Untersuchung werden die Spuren der Tat dokumentiert und gesichert. Die Untersuchung ist auch dann wichtig, wenn keine sichtbaren Verletzungen erkennbar sind.

Wieso ist ASS wichtig?

 

 

Viele Betroffene sexualisierter Gewalttaten sind nach der Tat psychisch stark belastet und können daher in den wenigsten Fällen sofort eine Entscheidung für oder gegen eine Anzeige bei der Polizei treffen. Die Anonyme Spurensicherung (ASS) ist eine wichtige Möglichkeit, Spuren zu sichern und auch bei einer möglichen Anzeigeerstattung zu einem späteren Zeitpunkt auf Tatspuren zurückgreifen zu können. Betroffene erhalten zudem einen direkten Zugang zu einer medizinischen Erstversorgung und bekommen Informationen, wo sie weitere psychosoziale Unterstützung erhalten können.

Wer führt eine Anonyme Spurensicherung (ASS) durch?

Evangelisches Krankenhaus Oberhausen
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Virchowstr. 20
46047 Oberhausen
Telefon: 0208 881-0

Hier werden die Verletzungen und Spuren der Gewalttat im Rahmen einer medizinischen Untersuchung rechtswirksam dokumentiert und gesichert. Die dokumentierten Spuren werden im Institut für Rechtsmedizin in Düsseldorf für 10 Jahre aufbewahrt und können bei einer späteren Strafanzeige abgerufen werden.

Was sollten Sie beachten?

Suchen Sie schnellstmöglich nach der Gewalttat das Evangelische Krankenhaus Oberhausen auf. Für die Sicherung der Spuren ist es wichtig, nicht die Kleidung zu wechseln und möglichst nicht zu duschen. Wenn möglich, bringen Sie eine Begleitperson mit. Eine Anzeigeerstattung kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Sie können sich vor einer Anzeigeerstattung anwaltlich und in der Frauenberatungsstelle beraten lassen.

An wen können Sie sich für die psychosoziale Nachversorgung wenden?

Viele Betroffene zeigen nach einer Gewalttat heftige Reaktionen, wie beispielsweise Sprachlosigkeit, Schuldgefühle, Ekel und ungewolltes immer wieder Erinnern der Gewalttat. Diese sind ganz »normale« Reaktionen auf ein »unnormales« Ereignis. Eine zeitnahe Unterstützung ist wichtig. Diese finden Sie z. B. in der Frauenberatungsstelle.

Frauenberatungsstelle Oberhausen
Helmholtzstr. 48
46045 Oberhausen
Telefon: 0208 209707

Die Beratung ist kostenlos und die ausgebildeten Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Weitere Informationen in mehreren Sprachen erhalten Sie hier.

Kontakt

Stadt Oberhausen
Bereich Chancengleichheit
Gleichstellungsstelle
Schwartzstraße 73
46045 Oberhausen

Britta Costecki
Gleichstellungsbeauftragte
Tel.: 0208 825-2050
Fax: 0208 825-5030
E-Mail: gleichstellungsstelle@oberhausen.de