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Der Funke Leben

28. März 2020
19:30 Uhr

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Lebenssituationen

Praktische Hinweise und Empfehlungen

 
 

Wir alle können dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Was und wer dabei helfen kann, haben wir hier zusammengestellt.

Schutzmaßnahmen und Hygienetipps Meldung im Verdachtsfall
Übersicht zu externen Seiten mit Informationen und FAQs Hintergrundinformationen zum Coronavirus
Informationen in Leichter Sprache  


Bürgertelefon zum Thema Corona-Virus

Aufgrund vermehrter Anfragen hat die Stadt Oberhausen ein zentrales Bürgertelefon mit der Rufnummer 0208 825-7777 eingerichtet. Sie können sich hier montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 17 Uhr zum Corona-Virus (SARS-CoV-2) informieren. Wir weisen darauf hin, dass hier keine medizinische Beratung erfolgen kann. In begründeten Fällen stellt das Service-Team direkt den Kontakt zum Gesundheitsamt her.

Wenn ein Bürger oder eine Bürgerin glaubt, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben:
Für den Fall, dass eine Person befürchtet an COVID-19 erkrankt zu sein, weil sie sich zum Beispiel in einem der bekannten Risikobereiche aufgehalten hat oder weil sie Kontakt zu einer infizierten Person hatte und parallel unter Symptomen wie Atembeschwerden, Husten, Schnupfen, Fieber, Durchfall, Halskratzen und allgemeines Unwohlsein leidet, soll diese Person zu allererst telefonisch Kontakt zu ihrem Hausarzt/ihrer Hausärztin aufnehmen. Nach der telefonischen Abklärung wird der Patient/die Patientin entsprechend über die weiteren Handlungsschritte informiert. Wenn der Hausarzt/die Hausärztin nicht zu erreichen ist sowie an Wochenenden, kann die Arztrufzentrale (ARZ) unter der Telefonnummer 116117 angerufen werden. Die ARZ leitet bei erkennbar bedrohlichen Situationen alles notwendige (Krankentransport, Arztrückrufe etc.) in die Wege.


Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (SARS-CoV-2)

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände

Um sich vor dem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) zu schützen, sollten Sie sich an die gleichen Regeln halten, die auch vor der jährlich auftretenden Grippe gelten: Achten Sie auf die Hygiene. Dieser Grundsatz gilt vor allem im Umgang mit Menschen, die besonders anfällig für Virusinfektionen sind. Zu dieser Gruppe gehören Schwangere, Menschen über 60 Jahre oder chronisch Kranke. Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich ihre Hände, Konkret bedeutet das: mindestens 20 Sekunden lang, mit Seife und bis zum Handgelenk. Außerdem sollten Sie mit ungewaschenen Händen keine Lebensmittel anfassen oder die Augen und den Mund berühren. Wenn Sie ein Desinfektionsmittel verwenden möchten, beachten Sie bitte, dass es als viruzid gekennzeichnet ist, damit Viren tatsächlich abgetötet werden.


Die zehn wichtigsten Hygienetipps in sechs Sprachen

Da auch dieser Coronavirus wie eine Influenzagrippe eine Erkrankung der Atemwege ist, wird er wahrscheinlich über Tröpfchen aus Mund und Nase übertragen. Deshalb sollten Sie sich an die Niesetikette der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung halten: Wenden Sie sich beim Husten und Niesen von anderen Personen ab. Außerdem sollten Sie nicht in Ihre Hand niesen, sondern in die Armbeuge oder in ein Einweg-Taschentuch. Denn mit Ihren Händen könnten Sie die Erreger schnell weiter verteilen.

Hygienetipps

Die wichtigsten Hygienetipps (deutsch)

Hygienetipps

The top ten tips for hygiene (englisch)

 
Hygienetipps

Les 10 conseils d´hygiène les plus importants (französisch)

Hygienetipps

En önemli 10 hijen ipucu (türkisch)

 
Hygienetipps

(arabisch)

(Quelle: www.infektionsschutz.de)

Hygienetipps

(russisch)

 

Vermeiden Sie die Nähe zu unbekannten Personen

Analog zur Grippesaison gilt: Halten Sie Abstand zu hustenden, niesenden und schnupfenden Menschen. Als Richtwert gilt eine Entfernung von ungefähr einem bis zwei Metern. Dadurch können Sie die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit einem Virus, das sich durch Tröpfchen überträgt, deutlich verringern. Denken Sie auch daran: Sollten Sie Anzeichen einer Erkältung oder einer echten Grippe verspüren, kurieren Sie diese Infektion am besten zu Hause aus, anstelle in der Öffentlichkeit andere Menschen anzustecken. Selbst wenn Sie sich nur ein bisschen erkältet fühlen oder Halsschmerzen haben und sich für gesund halten, können Sie andere anstecken. Bleiben Sie zuhause und rufen Sie im begründeten Verdachtsfall einer Coronavirus-Infektion ihren Arzt an.


Lassen Sie sich gegen Grippe impfen

Obwohl eine Impfung gegen Influenzaviren nicht vor der Ansteckung mit dem neuen Coronavirus schützt, sollten Sie sich gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Denn eine geringere Anzahl an Grippeinfektionen entlastet die Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das neue Virus. Aus diesem Grund hilft es, wenn möglichst viele Menschen sich gegen Infulenza impfen lassen. Da die Symptome einer Influenza kaum von dem Krankheitsbild der neuen Virusinfektion abweichen, wären im Fall eines größeren Corona-Ausbruchs Personen mit einer Grippeerkrankung ebenfalls Corona-Verdachtsfälle. Diese müssten getestet und unter Quarantäne gestellt werden. Das wiederum würde Krankenhäuser und das Gesundheitsamt unnötig belasten. Die Empfehlung, sich gegen Grippe impfen zu lassen, gilt besonders für gefährdete Gruppen wie die bereits erwähnten Personen über 60 Jahren, Schwangere und chronisch Kranke.


Meldung im Verdachtsfall

Ein Verdachtsfall auf COVID-19 besteht, gemäß dem Robert-Koch-Institut, nur dann, wenn bei Personen mindestens eine der beiden folgenden Situationen vorliegt:

  • Eine Person hat akute respiratorische Symptome (Atemnot, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein) egal wie schwer oder unspezifische Allgemeinsymptome UND sie hatte Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19.
  • Eine Person mit akuten respiratorischen Symptomen (Atemnot, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein) egal wie schwer UND hat sich in einem Risikogebiet aufgehalten.

Mobile Teststation und Testteam: Die mobile Teststation vor dem RWO-Stadion an der Lindnerstraße ist bereits am heutigen Samstag (14. März) an den Start gegangen. Als Ergänzung zu den drei Testteams des DRK wurde die mobile Teststation für Probanden eingerichtet, die eine Überweisung von ihrem Arzt oder dem ärztlichen Notfalldienst (Tel.: 116 117) erhalten haben. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass mögliche Patienten keinen Kontakt zu anderen Personen haben. Personen, die nicht mobil sind, werden weiterhin von den Testteams des DRK angefahren.

Reiserückkehrer: Der Krisenstab schließt sich der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an und bittet alle Personen, die in den letzten 14 Tagen in der Schweiz, in Österreich und Italien waren, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Diese Empfehlung gilt auch für Personen, die bislang symptomfrei waren.
Wenn Sie kürzlich aus einem der als Risikogebiete eingestuften Länder nach Deutschland eingereist sind, ist es notwendig, schnellstmöglich Ihre Informationen an den Bereich Gesundheit zu übermitteln. Hierzu nutzen Sie bitte dieses Online-Formular.

Die aktuellen Risikogebiete gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite bekannt. Beachten Sie, dass sich die Risikogebiete jeder Zeit ändern können. Das RKI aktualisiert die Liste regelmäßig.

Weitere Informationen und FAQs bieten Ihnen folgende Stellen:


Robert-Koch-Institut (RKI)

Für Bürger und Bürgerinnen aber auch für Fachleute bietet das RKI stets aktuelle Informationen, Filme, Flussdiagramme, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Coronavirus SARS-CoV-2 und alles was damit zusammenhängt auf dieser zentralen Webseite zur Verfügung.

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung

Auch auf der Seite der Bundeszentrale gibt es viele Informationen, Merkblätter und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zum neuartigen Coronavirus.

Hier finden sie diverse Aufklärungsvideos zu vielen verschiedenen Themen rund um das neuartige Coronavirus.

Hotline des NRW-Gesundheitsministeriums

Das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat unter der Rufnummer 0211 91191001 eine Hotline geschaltet. Eine medizinische Beratung findet dort nicht statt. Das Ministerium weist darauf hin, dass im Falle einer möglichen Infektion zunächst der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden soll. Informationen finden Sie auch unter www.mags.nrw/coronavirus.

Bundesministerium für Gesundheit

Mit tagesaktuellen Sachinformationen und wissenschaftlich fundierten Hinweisen klärt das Bundesministerium für Gesundheit über das Coronavirus auf und will damit helfen so, die vielen Fragen rund um das Virus zu beantworten.


Hintergrund

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat gestern (Donnerstag, 30. Januar 2020) auf Grund der globalen Verbreitung von 2019_nCoV (neues Coronavirus) eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Im Folgenden informiert das Gesundheitsamt Oberhausen über das Coronavirus.

Coronaviren sind seit Mitte der 1960er Jahre bekannte Erreger, die sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere wie Vögel und Säugetiere infizieren können. „Gewöhnliche“ Coronaviren verursachen meistens milde Erkältungssymptomatiken mit Husten und Schnupfen. Bestimmte Coronaviren, wie auch jetzt das neue Coronavirus, das erstmals um den Jahreswechsel in China auftrat, können aber auch schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen und zu lebensbedrohlichen Lungenentzündungen führen.

Das Gesundheitsamt Oberhausen hat deshalb in den letzten Tagen verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Bürgerinnen und Bürger vor einer Infektion durch dieses Virus zu schützen. So hat das Gesundheitsamt unter anderem Kontakt zu den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den Krankenhäusern aufgenommen, um Beratungs- und Unterstützungsleistungen anzubieten und auf die wichtige gesetzliche Verpflichtung der medizinischen Dienstleister der Stadt aufmerksam zu machen, nämlich Fälle von Krankheitsverdacht und bestätigter Erkrankung unmittelbar dem Gesundheitsamt zu melden.

Nur dadurch, dass Verdachts- und Erkrankungsfälle möglichst zeitnah gemeldet werden, kann das Gesundheitsamt schnell reagieren: Durch Ermittlung der jeweiligen Kontaktpersonen kann diese entsprechend beraten und eine Weiterverbreitung der Erkrankung verhindert werden.

Ein begründeter Verdacht besteht nur dann, wenn Symptome einer Atemwegsinfektion (Husten, Luftnot) bestehen und gleichzeitig innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten Erkrankungsfall bestanden hat. Ein weiterer begründeter Verdacht besteht, wenn klinische oder röntgenologische Hinweise auf eine akute Infektion der unteren Atemwege vorliegen und gleichzeitig bis maximal 14 Tage vor dem Erkrankungsbeginn ein Aufenthalt in der chinesischen Provinz Hubei (inklusive der Stadt Wuhan) stattfand.

Im Falle einer solchen Konstellation sollten sich betroffene Bürgerinnen und Bürger medizinische bzw. ärztliche Hilfe einholen. Das Gesundheitsamt empfiehlt, sich in solchen Fällen zunächst telefonisch an einen niedergelassenen Arzt oder an eine Ambulanz einer Klinik zu wenden. Wichtig: Auf keinen Fall sollten Bürgerinnen und Bürger unangemeldet erscheinen, um eine weitere Verbreitung der Infektion zu unterbinden. Die medizinisch Verantwortlichen in der Stadt werden die Patienten im Rahmen eines Telefonats entsprechend anweisen, was im Falle eines Verdachts zu tun ist. Bislang gibt es keinen Verdachtsfall in Oberhausen.

Für allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus steht die zentrale Service-Hotline der Stadt Oberhausen unter der Rufnummer 0208 825-7777 zur Verfügung. Auch das NRW-Gesundheitsministerium hat eine Hotline zum Corona-Virus geschaltet. Die Nummer lautet 0211 91191001. Das Ministerium weist jedoch darauf hin, dass dort keine medizinische Beratung stattfinden kann. Bei Fragen zu einer möglichen Infektion sollten Sie einen Arzt kontaktieren.


Informationen in Leichter Sprache

Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit.

Kontakt

Stadt Oberhausen
Bereich Gesundheit
Tannenbergstraße 11 - 13
46042 Oberhausen
Servicetelefon
Tel.: 0208 825-7777