Museen, Galerien
Bildungsangebote

Unsere Angebote richten sich an Jugendliche ab der 8. Klasse, aber auch Erwachsene können die Stadtgeschichte auf informative Weise kennenlernen.
Das Museum ist zum großen Teil behindertengerecht. Kostenfreie Parkmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe. Es ist gut durch den öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen.
Alle Bildungsangebote sind kostenfrei!
Bildungsangebote zum Thema "Oberhausen im Nationalsozialismus"
Jugend im Nationalsozialismus
Jüdisches Leben in Oberhausen
Der Luftkrieg in Oberhausen
Zwangsarbeit im Nationalsozialismus zwischen 1939 und 1945
Vorbereitung eines Besuches der Gedenkhalle oder des Bunkermuseums in der Schule
Online-Vorbereitung des Workshops "Zwangsarbeit im Nationalsozialismus" schon in der Schule!
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Bildungsangebote zum Thema „Oberhausen im Nationalsozialismus“
"Aus heutiger Sicht hatten wir damals eine schreckliche Zeit. Trotz aller Bedrängnis fanden wir an den Dingen Spaß, die Kindern eben Spaß machten. Ausgeschlossen sein, keinen Zutritt haben, verachtet, belächelt und manchmal in aller Öffentlichkeit geschmäht zu werden, wir müssen wohl eine Mauer um uns errichtet haben, die uns vom wirklichen Leben abschirmte.“ Mit diesen Worten schildert Jakob Friedler, ein Oberhausener Jude, seine Kindheit im nationalsozialistischen Oberhausen. Seine Geschichte ist, ebenso wie viele andere Biografien, Teil der Bildungsangebote von Gedenkhalle und Bunkermuseum in Oberhausen.
Neben der Beschäftigung mit Zeitzeugenberichten und ihrer Verknüpfung mit historischen Fotografien aus Oberhausen werden den Jugendlichen in verschiedenen thematischen Workshops auch allgemeine historische Entwicklungen aus der Zeit von 1933 bis 1945 vermittelt. Es entsteht so ein umfassendes Bild vom Nationalsozialismus in Oberhausen und der Region des Ruhrgebietes.
Die einzelnen Workshops sind auf unterschiedliche Schwerpunkte ausgerichtet und können jeweils für eine Zeitspanne von drei bis sechs Zeitstunden gebucht werden. Zudem besteht die Möglichkeit Themen miteinander zu verknüpfen und im Rahmen eines mehrtägigen Projektes Einblicke und Kenntnisse zu vertiefen.
Alle Angebote sind speziell auf die Arbeit mit Jugendlichen ausgerichtet. Durch eine Vielfalt an Methoden wird versucht sie aktiv in den Bildungsprozess einzubeziehen. Ihre Fragen, Meinungen und Gedanken sollen neben der Vermittlung von Inhalten zentraler Bestandteil dessen sein. Als außerschulischer Lernort ermöglichen die Gedenkhalle und das Bunkermuseum in Oberhausen den Jugendlichen, sich individuell mit der regionalen Geschichte vertraut zu machen.
Gern betreuen wir auch Erwachsenengruppen beispielsweise im Rahmen einer Kurzführung durch die Ausstellung der Gedenkhalle oder im Rahmen eines thematischen Seminars. Sprechen Sie uns für konkrete Ideen und Umsetzungen einfach an.
Bereits im Alter von zehn Jahren wurden Mädchen und Jungen während der Zeit des Nationalsozialismus Mitglieder in der NS-Jugendorganisation, der Hitlerjugend. Ein Großteil der Jugendlichen im Nationalsozialismus fand Gefallen an den sportlichen und Freizeitaktivitäten der HJ-Organisationen wie Hitlerjungen und Bund deutscher Mädel. Fahnenappell und strammstehen, militärischer Drill und ideologische Schulung wurden zwar nicht unbedingt gemocht, jedoch vorwiegend akzeptiert.
Neben den - bisweilen begeisterten - Anhängern der nationalsozialistischen Jugendorganisationen finden in diesem Workshop vor allem jene Berücksichtigung, die sich bewusst gegen den Nationalsozialismus entschieden und aktiven oder passiven Widerstand leisteten. Fragen nach der Motivation und den Formen abweichenden Verhaltens aber auch der Ausgrenzung von Jugendlichen aus der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" sollen anhand von regionalen Beispielen aufgeworfen werden.
Der Workshop umfasst folgende thematische Schwerpunkte:
• Aufbau und Struktur der nationalsozialistischen Jugendorganisationen
• Tätigkeiten und Ideologie der Hitlerjugend
• Widerständiges Verhalten und Ausgrenzung von Jugendlichen während des Nationalsozialismus
• Auseinandersetzung mit der Regionalgeschichte
• Arbeit mit Biografien.
Der Workshop „Jugend im Nationalsozialismus“ findet in der Gedenkhalle, Konrad-Adenauer-Allee 46, statt und umfasst drei bis sechs Zeitstunden.
Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich vermehrt Juden in Oberhausen an und es entwickelte sich ein reges kulturelles jüdisches Leben. Bis April 1933 lebten schließlich fast 600 Juden in Oberhausen.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann die schrittweise Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben. Boykottaktionen, „Arisierungen“, Nürnberger Gesetze und Reichspogromnacht waren nur einige Stationen auf dem Weg von der Ausgrenzung zur Deportation bis zur Ermordung der Juden in Europa.
Der Workshop „Jüdisches Leben in Oberhausen“ setzt sich mit der umfassenden Ausgrenzung von Juden während des Nationalsozialismus auseinander. Darüber hinaus wird die Entstehung des jüdischen Lebens in Oberhausen und seine Entwicklung nach 1945 einbezogen.
Das Modul umfasst folgende thematische Schwerpunkte:
• Entstehung des jüdischen Lebens in Oberhausen
• Boykottaktionen und „Arisierungen“
• Nürnberger Gesetze
• Reichspogromnacht
• Deportation von Juden
• Jüdisches Leben in Oberhausen seit 1945
• Auseinandersetzung mit Zeitzeugenberichten.
Der Workshop „Jüdisches Leben in Oberhausen“ findet in der Gedenkhalle, Konrad-Adenauer-Allee 46, statt und umfasst drei bis sechs Zeitstunden.
Luftkrieg und Luftschutz prägten die Zeit während des Zweiten Weltkrieges in Oberhausen nachhaltig. Die Bedeutung des Ruhrgebiets für die Rüstungsindustrie des Deutschen Reiches ließ die gesamte Region zum Angriffsziel alliierter Flieger werden. Andauernde Bombardierungen und das damit verbundene Abwarten in Luftschutzräumen wurden zum zentralen Element im Leben vieler Oberhausener.
Der Workshop zum Thema „Luftkrieg“ thematisiert neben Erfahrungen der Oberhausener Bevölkerung eine gesamteuropäische Perspektive. Deutsche Kriegsvorbereitungen und die nationalsozialistische Angriffspolitik finden in diesem Workshop ebenso eine Berücksichtigung wie die Auseinandersetzung mit alliierten Bombardements.
Der Workshop umfasst folgende thematische Schwerpunkte:
• Kontextualisierung des Luftkrieges
• Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte anhand unterschiedlicher Themenbereiche
• Luftschutzmaßnahmen im Deutschen Reich
• Auseinandersetzung mit Zeitzeugenberichten.
Der Workshop „Luftkrieg“ findet im Bunkermuseum, Alte Heid 13, statt. Die Dauer beträgt zwei bis fünf Zeitstunden.
Zwangsarbeit im Nationalsozialismus zwischen 1939 und 1945
Was macht Arbeit aus, und was ist dagegen Zwangsarbeit? Wie kam es dazu, dass 20 Millionen Menschen für Nazi-Deutschland in allen besetzten Gebieten Zwangsarbeit verrichteten? Unter welchen Umständen geschah dies? Wer hat davon profitiert? Waren alle Zwangsarbeiter für die Deutschen gleich? Und wie war das vor Ort, in Oberhausen und dem Ruhrgebiet? Hat man Zwangsarbeiter überhaupt gesehen? Was hat man von ihnen gewusst? Hat man mit ihnen Umgang gehabt, und wenn ja, was für einen? Was war nach dem Ende des Nationalsozialismus mit den Zwangsarbeitern? Und was sagen die ehemaligen Zwangsarbeiter über diese Zeit bis 1945?
Der Workshop vermittelt an Beispielen aus Oberhausen und der Region umfassendes Sachwissen zum Verständnis und zur Einordnung der Zwangsarbeit im Dritten Reich.
Der Workshop umfasst folgende thematische Schwerpunkte:
• Dimensionen von Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus
• Wer galt im NS als Zwangsarbeiter, wer wird heute dazu gerechnet?
• Verhältnis zwischen Zwangsarbeitern und deutscher Bevölkerung
• Arbeit mit Dokumenten
• Auseinandersetzung mit Zeitzeugenberichten.
Der Workshop „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus" findet in der Gedenkhalle, Konrad-Adenauer-Allee 46, statt und umfasst etwa drei Zeitstunden.
Vorbereitung eines Besuches der Gedenkhalle oder des Bunkermuseums in der Schule
Für eine optimale Vorbereitung eines Besuches der Gedenkhalle oder des Bunkermuseums in Oberhausen bietet es sich für die jeweilige(n) Lehrperson(en) immer an, sich zunächst mit dem Ort vertraut zu machen. Kann eine eigene Anreise aus verschiedenen Gründen nicht geleistet werden, können Fragen und Gedanken auch bei einem Telefongespräch austauschen.
Der eigentliche Besuch mit einer Schulklasse kann insofern bestmöglich vorbereitet werden, indem sich die Schülerinnen und Schüler bereits im Unterricht einmal assoziativ mit dem Ort und seinen Themen auseinandergesetzt haben. Dies kann etwa über das Formulieren von konkreten Fragen geschehen, die dann beim Besuch der Gedenkhalle oder des Bunkermuseums geklärt werden können. Damit kann zudem der freiwillige Charakter, auf den wir großen Wert während der Betreuung vor Ort legen, einer Beschäftigung mit dem Thema gefördert werden.
Online-Vorbereitung des Workshops „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ in der Schule!
Ein Kooperationsprojekt der Freien Universität Berlin und der Gedenkhalle Oberhausen
Das neue Online-Angebot unterstützt die Vorbereitung auf einen Besuch in der Gedenkhalle. Es wendet sich an Schülerinnen und Schüler ab den Jahrgangsstufen 9/10 und ist für alle allgemeinbildenden Schulen geeignet. In 90 Minuten lernen die SchülerInnen zwei Menschen kennen, die während des Nationalsozialismus Zwangsarbeit im Ruhrgebiet leisten mussten. Sie berichten über die Vorkriegszeit in ihrer Heimat, über die Entrechtung während der Besatzung sowie die Verschleppung zur Zwangsarbeit oder ins KZ. Arbeitsvorschläge helfen dabei, sich diesen Biografien anzunähern und über diese persönliche Begegnung Fragen zum Thema Zwangsarbeit zu entwickeln.
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Terminvereinbarung und Rückfragen an:
Claudia Stein-Laschinsky, Telefon 0208 6070531-14
E-Mail: paedagogik-gedenkhalle@oberhausen.de
Kontakt
Gedenkhalle
der Stadt Oberhausen
Konrad-Adenauer-Allee 46
46049 Oberhausen
Büroanschrift:
Informationszentrum Gedenkhalle
Am Kaisergarten 52
46042 Oberhausen
Telefon: 0208 6070531-11
Telefax: 0208 6070531-20
E-Mail: gedenkhalle-bunkermuseum@oberhausen.de