Investition in Klimaschutz: Photovoltaik-Anlagen für öffentliche Gebäude


29.08.2025 - Die Stadt Oberhausen geht weitere Schritte in Richtung Klimaneutralität und stattet auch in den kommenden Monaten öffentliche Gebäude mit modernen Photovoltaik-Anlagen aus. Im Fokus stehen dabei insbesondere Schulen, Kindertageseinrichtungen und Verwaltungsgebäude. Die Maßnahme ist Teil eines Energie- und Nachhaltigkeitskonzepts der Stadt Oberhausen, das auf die Reduktion von CO₂-Emissionen und langfristige Kosteneinsparungen abzielt.
„Die Dachflächen städtischer Gebäude für die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen, ist ein wichtiger Beitrag der Stadt Oberhausen zum Klimaschutz“, sagt Oberbürgermeister Daniel Schranz: „Auch das ist ein Weg, wie wir Verantwortung für kommende Generationen übernehmen – sowohl durch den Schutz der Umwelt als auch durch wirtschaftlich sinnvolles Handeln.“
Die Photovoltaikanlagen wurden, wann immer es möglich war, auf den Dächern von Erweiterungsneubauten an Schulen, Mensagebäuden und Kindergärten installiert. Aber auch die PV-Anlagen auf den städtischen Liegenschaften wie beispielsweise die beiden neuen Rettungswachen Süd und Nord, die Feuerwache 2, das Stadtarchiv oder das Hallenbad Sterkrade tragen durch die Umrüstung auf Solarenergie dazu bei, dass jährlich CO₂ eingespart werden kann.
„Neben dem Umweltaspekt ist auch der wirtschaftliche Nutzen erheblich“, erklärt SBO Betriebsleiter Florian Reeh. „Die erzeugte Sonnenenergie wird größtenteils direkt vor Ort genutzt, was die Stromkosten dauerhaft senkt und die Gebäude unabhängiger von steigenden Energiepreisen macht.
Bis Ende 2025 werden insgesamt 28 PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden installiert sein. Davon wurden fünfundzwanzig PV-Anlagen in den letzten fünf Jahren errichtet. Der Gesamtwert dieser Anlagen beläuft sich auf 3,2 Millionen Euro. Der Zuschuss aus Förderprogrammen (Förderprogramme des Landes NRW sowie Mittel aus dem kommunalen Klimaschutzfonds) beträgt knapp 1,9 Millionen Euro.
Mit den derzeit noch im Bau befindlichen Anlagen zwölf Photovoltaikanlagen können allein an Schulen und Kindertageseinrichtungen im optimalen Fall bis zu 982 Kilowattpeak erzeugt werden, was einer jährlichen Strommenge von etwa 750.000 Kilowattstunden entspricht. Mit dieser Energie wäre es theoretisch möglich gewesen, etwa 215 Haushalte für ein Jahr mit Strom zu versorgen.
„Die Investition in Photovoltaik ist eine doppelte Dividende: ökologisch und ökonomisch“, erklärt Michael Jehn, der als Beigeordneter der Stadt Oberhausen auch für die SBO Servicebetriebe Oberhausen verantwortlich ist. „Wir senken die Betriebskosten öffentlicher Einrichtungen und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz.“
„Ein weiterer Aspekt ist die Möglichkeit, das Thema erneuerbare Energien künftig verstärkt in den Schulalltag zu integrieren. Schülerinnen und Schüler können den Ertrag der Anlagen z. B. über digitale Anzeigetafeln live verfolgen – und auf diese Weise Energie- und Klimabildung direkt vor Ort erleben.“