Planungsvereinbarung für die Nachnutzung des NEWAG-Areals unterzeichnet

20.07.2026 - Ein wichtiger Meilenstein für die Nachnutzung des NEWAG-Areals an der Ripshorster Straße ist erreicht: Am Freitag, 17. Juli, 2026, unterzeichnete Oberbürgermeister Thorsten Berg gemeinsam mit Vertretern der Projekteigentümer die Planungsvereinbarung für die städtebauliche Entwicklung des Geländes im Stadtteil Borbeck. Geschaffen werden soll ein neues Wohnquartier mit ausreichend Freiraum- und Grünflächen. In seiner Sitzung am 13. Juli 2026 hatte der Rat der Stadt Oberhausen die Nachnutzung der einstigen Industriebrache beschlossen.
„Mit der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt für die Zukunft unserer Stadt. Das NEWAG-Areal bietet die Chance, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig ein Stück Oberhausener Industriegeschichte in die Zukunft zu führen. Wir wollen hier ein lebendiges, nachhaltiges Quartier entwickeln, das den Menschen in unserer Stadt zugutekommt“, erklärt Oberbürgermeister Thorsten Berg.
„Jetzt können wir die Entwicklung des NEWAG-Areals gemeinsam mit der Stadt Oberhausen aktiv vorantreiben“, betont Wolfgang Thelen, Geschäftsführer der Thelen Holding. „Wir sehen in diesem Standort großes Potenzial, dringend benötigten Wohnraum mit attraktiven Freiräumen und einer hohen städtebaulichen Qualität zu verbinden.“ Michael Pfeiffer, Geschäftsführer der PLG Projektgesellschaft Lokschuppen GmbH, ergänzt: „Das NEWAG-Areal ist ein bedeutender Baustein für die weitere Entwicklung der Neuen Mitte Oberhausen. Wir freuen uns, diesen Prozess gemeinsam mit unseren Partnern und der Stadt zu gestalten.“
Lange industrielle Historie
Das NEWAG-Areal mit insgesamt rund 135.000 Quadratmetern Fläche blickt auf eine lange Geschichte der einstigen Oberhausener Hütten- und Stahlindustrie zurück. Ursprünglich war dort das Eisenbahnausbesserungswerk beheimatet, später wurde es zum Standort der NEWAG (Neue Wagenbau- und Ausbesserungsgesellschaft). Heute ist das Gelände ein zentraler Baustein des städtebaulichen Entwicklungskonzepts Masterplan Neue Mitte, das der Rat der Stadt Oberhausen im Jahr 2022 beschlossen hat. Mit der geplanten Entwicklung zu einem neuen Wohnquartier wird das Gelände einer zukunftsorientierten Nachnutzung aufgewertet.
„Mit der Planungsvereinbarung schaffen wir die Grundlage für einen offenen und qualitätsvollen Entwicklungsprozess. Uns ist wichtig, dass hier ein nachhaltiges Wohnquartier entsteht, das hohe städtebauliche und freiraumplanerische Qualitäten bietet und die denkmalgeschützten Bestandsgebäude sinnvoll integriert“, sagt Dr. Thomas Palotz, Beigeordneter für Stadtplanung, Bauen, Mobilität und Umwelt der Stadt Oberhausen.
Nächster Schritt: Beteiligung der Öffentlichkeit
Im nächsten Schritt wird die Stadt gemeinsam mit den Eigentümern einen öffentlichen Beteiligungs- und Qualifizierungsprozess durchführen. Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Akteure erhalten dabei die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen in die Entwicklung des Areals einzubringen. Die Ergebnisse, die voraussichtlich Anfang 2028 vorliegen werden, fließen anschließend in ein konkretisiertes städtebauliches Entwicklungskonzept ein. Dieses wird im Anschluss den politischen Gremien zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.