Auszeichnung Baukultur Oberhausen

Die Auszeichnung Baukultur Oberhausen wird seit 2023 jährlich durch die Stadt Oberhausen vergeben. Die Organisation erfolgt in Abstimmung mit der Stadtkanzlei durch die Geschäftsstelle des Gestaltungsbeirats. Der Gestaltungsbeirat Oberhausen erörtert und bestimmt mehrheitlich bis zu drei Auszeichnungen. Dem Gestaltungsbeirat ist es wichtig gelungene Baukultur für die Gesellschaft sichtbar zu machen und so einen Beitrag zur allgemeinen baukulturellen Bildung zu leisten. Ausgezeichnet werden Bauten, Bauwerke, Lebenswerke, Organisationen oder Personen, die einen besonderen Beitrag zur Baukultur in Oberhausen oder aus Oberhausen geleistet haben bzw. leisten.  Die Auszeichnung erfolgt in einer Abendveranstaltung auf persönliche Einladung des Oberbürgermeisters.
Mit der Auszeichnung Baukultur Oberhausen würdigt die Stadt Oberhausen einen hohen Anspruch an gestalterische Qualitäten und deren gelungene Umsetzung. Es sind Gebäude und Bauwerke der Neuzeit ebenso wie die der vergangenen Jahrzehnte, die das Erscheinungsbild der Stadt positiv prägen. Gleichermaßen bedeutend ist jedoch auch das Engagement für Baukultur von Persönlichkeiten, Institutionen und Initiativen.
Die Auszeichnung möchte den Anreiz schaffen, über die baukulturellen Werte als gesellschaftliche Werte zu diskutieren. Neben der Bewusstseinsbildung in der Stadtgesellschaft trägt die Wertschätzung der eigenen Baukultur auch zu einer positiven Außenwirkung bei.

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Logo Baukultur Oberhausen

Die Vorbereitungen für die Auszeichnung Baukultur Oberhausen 2026 laufen! Die Auszeichnung wird zum Jahresende 2026 stattfinden.

Klosterkirche Unsere Liebe Frau

Mit der Klosterkirche Unsere Liebe Frau schuf der Architekt Gottfried Böhm 1957 im Geiste der Bauherren, die Missionare vom Heiligen Herzen Jesu, nicht nur einen neuen sakralen Typus, sondern auch ein herausragendes Symbol der modernen Nachkriegsarchitektur in Oberhausen. Christof Nellehsen hob in seiner Laudatio hervor, dass es sich bei der Klosterkirche Unsere Liebe Frau um ein „bescheidenes Bauwerk“ handele, das aber ebenso ein bemerkenswertes Beispiel für den respektvollen Umgang mit dem baulichen Erbe sei. Damit repräsentiere dieses Frühwerk Böhms eine wichtige Position sowohl im eigenen Werk als auch in der Wiederaufbauarchitektur mit der sich in den 1950er-Jahren etablierenden modernen Sakralarchitektur.

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Link zum Buch: Auszeichnung Baukultur Oberhausen: Klosterkirche Unsere Liebe Frau – Gottfried Böhms sakrales Hofhaus in der Nachkriegsarchitektur – Athena Verlag


Haltestelle Neue Mitte Oberhausen

Im Auftrag der Stadtwerke Oberhausen (STOAG) wurde die Haltestelle Neue Mitte Oberhausen 1996 nach dem Entwurf des Architekten Prof. Christoph Parade und der konstruktiven Tragwerksplanung von Prof. Ralf Wörzberger fertiggestellt. In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Wolfgang Sonne von der TU Dortmund das einzigartige Bauwerk als architektonisches Symbol im öffentlichen Raum, das die industrielle Vergangenheit der Stadt reflektiere und zugleich den Aufbruch in eine neue Zeit verkörpere. Entstanden aus einem internationalen Wettbewerb, stehe sie exemplarisch für den Einfluss des Dekonstruktivismus, bei dem Konstruktion und Dekonstruktion, Symbolik und Funktion in einem spannungsvollen Dialog zusammentreffen.

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Link zum Buch: Auszeichnung Baukultur Oberhausen: Zentrale Haltestelle Neue Mitte – Ortsgeschichte übersetzt in moderne Stahlbaukunst – Athena Verlag


Wohn- und Geschäftshaus SPOT an der Elsa-Brandström-Straße

Mit dem Wohn- und Geschäftshaus SPOT an der Elsa-Brandström-Straße schuf der Architekt Firous Samandari von der August Heine Baugesellschaft für die Babcock Pensionskasse 2014 ein architektonisches und städtebaulich gelungenes Gebäudeensemble. Es wirkt elegant in den Straßenraum und überzeugt durch die sorgfältige Umsetzung der Planung. Der Laudator Prof. Tim Rieniets von der Leibniz Universität Hannover hob in seiner Laudatio hervor, dass es mit dem Gebäude gelungen sei, ein architektonisch außergewöhnliches Gebäude zu schaffen, das sich jedoch nicht eitel hervortue, sondern sich zurückhaltend, aber selbstbewusst in den urbanen Kontext einfüge. Gleichzeitig zolle es der Architektur der 1930er-Jahre seinen Respekt.

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Link zum Buch: Auszeichnung Baukultur Oberhausen: Wohn- und Geschäftshaus Elsa-Brandström-Straße – Ortsidentität modern interpretiert – eine Anlehnung an die 1920er-Jahre – Athena Verlag

Gemeindezentrum Osterfeld

Das 2020 fertiggestellte Gemeindezentrum der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde in Osterfeld von den Architekten Prof. Bartosz Czempiel und Matthias Weber: Laudator Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Dortmund, würdigte die harmonische Art, in der sich der Anbau in den Bestand der neugotischen Kirche füge, ohne seine eigene Entstehungszeit zu leugnen: „In pragmatischer Funktionalität und entwurflicher Einfachheit stehen die neuen Räume als rechtwinklige Kuben neben der filigran gegliederten Kirche.“

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Link zum Buch: Auszeichnung Baukultur Oberhausen: Gemeindezentrum der Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde Oberhausen-Osterfeld – Athena Verlag


Schalendach St. Antony

Das Schalendach im Industriearchäologischen Park der St. Antony-Hütte nach dem Entwurf von Ahlbrecht – Felix – Scheidt Architekten, errichtet 2009/2010 mit der kreativen Ingenieursleistung des Tragwerksbüros Schülke und Wiesmann für den Landschaftsverband Rheinland als Bauherrn; Laudator Sonne lobte dieses „Modellbauwerk der Industriekultur“ der Kuppel über dem Ausgrabungsfeld: „Die Erscheinung für den statischen Laien ist verblüffend, scheint das Stahldach doch wie ein vom Wind geblähtes Segel zu fliegen, obwohl ein jeder weiß, dass Stahl schwer ist und nicht fliegen kann.“

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Link zum Buch: Auszeichnung Baukultur Oberhausen: Schalendach St. Antony-Hütte – Archäologie trifft Architektur – eine Schale schützt Industriekultur – Athena Verlag   


Wohnhaus Bismarckstraße 37

Das Wohnhaus an der Bismarckstraße 37, errichtet 1912, das seine engagierten Eigentümer Susanne und Daniel Schulz in mühevoller Arbeit in den vergangenen 20 Jahren wiederhergerichtet haben und das seit 2021 auf der Denkmalliste der Stadt Oberhausen steht; Laudator Sonne fasste das beeindruckende Ergebnis so zusammen: „Beispielhaft zeigt das Ehepaar Schulz, was Denkmalpflege auch im Alltag bedeuten kann: liebevolle Aneignung des Bestehenden, ohne es zu kontrastieren oder zu überwältigen, sondern es als ein bereicherndes Vorhandenes in das eigene Leben aufzunehmen.“

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Link zum Buch: Auszeichnung Baukultur Oberhausen: Bismarckstraße 37 – ein Beispiel für die Reformarchitektur des 20. Jahrhunderts – Athena Verlag

Pumpwerk Oberhausen

Die „hervorragende Verbindung von Landschaft und Architektur“, für die das Pumpwerk Oberhausen stehe, sei ein Symbol für ein Umdenken, sagte Laudator Peter Köddermann, Geschäftsführer der Landesinitiative „Baukultur NRW“ über den grünen Bau in Holten, der 2021 in Betrieb genommen worden war; er sei „ein Industriegebäude, modern gedacht“. Professor Niklaus Fritschi vom Düsseldorfer Atelier Fritschi + Stahl nahm die Auszeichnung voller Rührung entgegen: „Das war mein erstes Industrieprojekt – und gleichzeitig mein letzter großer Wettbewerbsentwurf“, sagte der 78jährige Architekt.

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Jobcenter mit Altmarktgarten

Beim Jobcenter sei etwas völlig Neues ausprobiert worden, sagte Köddermann über den Backsteinbau am Altmarkt, nämlich die Verbindung von Behörde, Gewächshaus und Forschungseinrichtung: Der vom Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi entworfene Bau zeige mit seinem Programm und seiner Nutzung, „was heute und in Zukunft möglich ist“. Professor Johannes Kuehn sagte mit Blick auf die anderen Auszeichnungen für das Gebäude: „Wir haben international sehr viel Feedback für das Projekt bekommen: Ihr Haus ist wirklich bekannt.“

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Rathaus Oberhausen

Geplant und gebaut in den 1920er-Jahren, ist das Rathaus Oberhausen 1930 auf dem Galgenberg eröffnet worden. Laudator Köddermann hob „die ganz besondere Perspektive auf Stadtentwicklung“ hervor, die Stadtbaumeister Ludwig Freitag und der Beigeordnete Eduard Jüngerich gemeinsam im als Parkstadt angelegten Behördenviertel in Oberhausen umsetzten. Ludwig Freitags Enkelin Dr. Ute Albers dankte im Namen der Familie für die Auszeichnung, 50 Jahre nach dem Tod ihres Großvaters, und sagte mit Blick auf den frisch sanierten Ratssaal mit der restaurierten Stuckdecke: „Das hätte ihn sicher sehr stolz gemacht.“

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Link zum Buch: Auszeichnung Baukultur Oberhausen: Rathaus Oberhausen – Athena Verlag

Kontakt

Stadt Oberhausen  
Stadtplanung   
Technisches Rathaus    
Bahnhofstr. 66   
46145 Oberhausen 

Thomas Perian
Telefon: 0208 825-2606  
E-Mail: thomas.perian@oberhausen.de

Tanja Bohnenkamp
Telefon: 0208 825-2192  
E-Mail: tanja.bohnenkamp@oberhausen.de