Internationale Gartenausstellung (IGA) Ruhrgebiet 2027

Ruhrpark – Grüne Runde im Stadtteilpark

Die Stadt Oberhausen beabsichtigt im Rahmen der IGA Ruhrgebiet 2027, die Optimierung des Ruhrparks angesichts der Anforderungen von Biodiversität, der Klimafunktionen und der Naturerlebnisqualität voranzutreiben. Mit Hilfe von Fördermitteln in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) -Grüne Infrastruktur soll der Ruhrpark in Oberhausen Alstaden neu hergerichtet werden.

Der vor 120 Jahren entstandene 15 ha große Park besteht aus Wald mit einem hohen Altholzanteil, Gehölz- und Staudenflächen, einem Ruhrparkteich, intensive Rasenflächen sowie aus großen Wegbereichen. In geringer Entfernung zur Ruhr gelegen, waren die Parkstrukturen im Laufe der Geschichte immer wieder wandelnden Anforderungen unterworfen. So verband eine heute noch sichtbare Trasse die Zeche Alstaden mit der Ruhr. In den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 wurden große Teile des Parks zum Gemüse- und Kartoffelacker umfunktioniert. Der älteste Teil der Parkanlage, die Jahnwiese mit der Jahn-Eiche, dem Jahn-Gedenkstein und der Gedenkstätte für Alstadener Kriegsopfer beider Weltkriege ist als Baudenkmal gemäß §2 DSchGNRW bewertet. Südlich wird dieses durch das Bodendenkmal der ehemaligen Deichanlage begrenzt.

Im Rahmen der Parkumgestaltung werden Maßnahmen zur ökologischen und nachhaltigen Parkentwicklung, zur Klimaanpassung, zur Umweltbildung sowie zur Steigerung der Aufenthaltsqualität umgesetzt. Ziel der Umgestaltung ist es, die bestehende Parkanlage an die Gegebenheiten des Klimawandels und der Ökologie anzupassen. Neben einem grünen Klassenzimmer, einem Bienen-/Schmetterlingslehrpfad, Aussichtsmöglichkeiten am Ruhrparkteich und zahlreichen Bepflanzungen in Form von beispielsweise Hecken, Staudenflächen, Blühwiesen und Gehölzen, steht der zentrale, grüne Rundweg mit Informationstafeln im Fokus. Die Entsiegelung der ca. 6.000 m2 großen Tennenfläche des alten Sportplatzes hin zu einer grünen Oase ist eines der Highlights. Es soll eine multifunktionale Fläche entstehen, auf der Raum für Naturerfahrung, Erholung, Sport und Veranstaltungen bleibt.

Mit diesen Zielsetzungen zeigt der Park beispielhaft Möglichkeiten einer zukunftsgerichteten, nachhaltigen Freiraumentwicklung auf. Das Motto der IGA „Wie wollen wir morgen leben?“ wird exemplarisch an einem Stadtteilpark aufgegriffen und dabei die Stärkung der Funktion als Element Grüner Infrastruktur übertragbar und alltagstauglich in den Mittelpunkt gestellt.

 

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