Baustart für den Erweiterungsneubau am Sophie-Scholl-Gymnasium

30.09.2026 - Am Sophie-Scholl-Gymnasium in Sterkrade beginnt ein bedeutendes Bauprojekt für den Oberhausener Bildungsstandort: Mit dem symbolischen Spatenstich ist der Startschuss für den Erweiterungsneubau gefallen. Die Schule erhält dringend benötigte zusätzliche Räume und wird zugleich baulich und funktional für die Anforderungen der kommenden Jahre weiterentwickelt. Mit dem Erweiterungsneubau am Sophie-Scholl-Gymnasium investiert die Stadt Oberhausen ganz konkret in die Zukunft und in den Bildungsstandort Sterkrade. Mit diesem Bauprojekt schafft sie zusammen mit den Servicebetrieben Oberhausen (SBO) zusätzlichen Raum und stärkt den Schulstandort nachhaltig. Für den Erweiterungsneubau und die anschließend vorgesehenen Umbauten im bestehenden Schulgebäude sind insgesamt 16,4 Millionen Euro brutto vorgesehen.

Das Sophie-Scholl-Gymnasium hat derzeit mehr als 1.300 Schülerinnen und Schüler. Alleine die Rückkehr zu G9 hat die Schule um zusätzlich 180 Schülerinnen und Schüler vergrößert. Die Anmeldezahlen sind seit Jahren steigend, sodass in den vergangenen vier Jahren insgesamt dreimal eine Mehrklasse eingerichtet wurde. Dieser Erweiterungsneubau deckt den daraus resultierenden zusätzlichen Raumbedarf noch nicht ab, sondern berücksichtigt zunächst die Erweiterung, die durch die Rückkehr zu G9 erforderlich ist.

Baustart für den Erweiterungsneubau am Sophie-Scholl-Gymnasium (Foto: Tom Thöne/Stadt Oberhausen)
Baustart für den Erweiterungsneubau am Sophie-Scholl-Gymnasium (Foto: Tom Thöne/Stadt Oberhausen)

Der Neubau wird dreigeschossig und als treppenförmiges Gebäude errichtet. Insgesamt entstehen zwölf zusätzliche Klassenräume, ein Selbstlernzentrum, ein Lese- und Lernbereich sowie ein Büro. Im Erdgeschoss sind sechs Klassenräume, ein Lese- und Lernbereich und die Toilettenanlagen vorgesehen. Im ersten Obergeschoss entstehen vier weitere Klassenräume und ein Selbstlernzentrum. Im zweiten Obergeschoss sind zwei zusätzliche Klassenräume sowie ein Büro geplant. Dabei geht es nicht allein um zusätzliche Quadratmeter: Der Neubau soll auch neue Möglichkeiten für Lernen, Kommunikation und Aufenthalt schaffen. Sogenannte Study-Boxes und Windows-Seats schaffen kleinere Lern- und Arbeitsbereiche auch außerhalb der Klassenräume.

„Schule ist heute weit mehr als ein Ort, an dem Unterricht stattfindet“, sagt Jürgen Schmidt, Beigeordneter für den Bereich Schule. „Schülerinnen und Schüler verbringen einen wesentlichen Teil ihres Tages in der Schule. Deshalb brauchen sie Räume, die unterschiedliche Formen des Lernens, aber ebenso Begegnung, Zusammenarbeit und Rückzug ermöglichen. Der Erweiterungsneubau schafft dafür moderne und flexible Rahmenbedingungen und trägt damit zu einer zeitgemäßen Lern- und Aufenthaltsqualität bei.“

Der Erweiterungsneubau ist zugleich Voraussetzung für die anschließende Neuordnung des bestehenden Schulgebäudes. Nach derzeitiger Planung soll der Neubau im Frühjahr 2029 fertiggestellt sein. Danach können die vorgesehenen Umbauten im Bestand beginnen. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Schulverwaltung. Der bestehende Verwaltungsbereich soll entkernt und unter Einbeziehung des angrenzenden Klassentraktes neu aufgeteilt und erweitert werden. Dadurch passt die Schule das Lehrerzimmer, das aktuell auf 32 Lehrkräfte ausgelegt ist, an den Bedarf der 104 am Sophie-Scholl-Gymnasium arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer an.

„Der Neubau ist nicht nur eine Erweiterung, sondern der entscheidende erste Schritt für die umfassende Weiterentwicklung des gesamten Schulstandortes“, erläutert Michael Jehn, Beigeordneter für die städtischen Immobilien und die SBO Servicebetriebe Oberhausen. „Mit der Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes schaffen wir den notwendigen Spielraum, um anschließend auch den Bestand neu zu ordnen und an die heutigen Anforderungen anzupassen. So entsteht Schritt für Schritt ein Schulstandort, der baulich, funktional und in seiner Aufenthaltsqualität langfristig zukunftsfähig aufgestellt ist.“