Garten der Erinnerung auf dem Nordfriedhof

Neuer Ort für Abschied, Ruhe und Gedenken mit naturnaher Gestaltung

28.09.2026 - Auf dem Nordfriedhof in Königshardt ist mit dem „Garten der Erinnerung“ ein besonderer Ort für Abschied, Gedenken und Ruhe entstanden. Seit Juli des Jahres sind dort Bestattungen möglich.

Der Garten der Erinnerung ist Bestandteil der zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Oberhausener Friedhöfe, die der Rat der Stadt Oberhausen als neue Bestattungsform im Friedhofsentwicklungskonzept beschlossen hat. Damit reagiert die Stadt und die SBO auf veränderte Wünsche und Bedürfnisse der Menschen und schafft zusätzliche Möglichkeiten für eine individuelle und würdevolle Gestaltung des Abschieds.

Das Konzept bietet eine zeitgemäße Bestattungskultur und sieht neben klassischen Grabformen auch neue, naturnähere und pflegeleichte Bestattungsmöglichkeiten vor. Der Garten der Erinnerung ist dabei als besondere Themengrabanlage konzipiert, in der sich die Grabstätten harmonisch in eine gärtnerisch gestaltete Gesamtanlage einfügen. 

Im Garten der Erinnerung sind sowohl Urnenbestattungen als auch Erdbestattungen möglich. Dadurch entsteht ein harmonisches Erscheinungsbild, bei dem die einzelnen Grabstätten Teil eines gemeinsamen, naturnahen Ortes sind.

Ein Ort der Erinnerung und des Verweilens

Der Garten der Erinnerung soll dabei mehr sein als eine reine Grabstätte. Die Gestaltung der Anlage schafft einen ruhigen Ort, an dem Angehörige ihrer Verstorbenen gedenken, innehalten und Erinnerungen Raum geben können. Die große Sitzbank rund um einen Baum lädt ein, länger am Ort zu verweilen.

Gerade für Menschen in einer Trauerphase kann ein solcher Ort von besonderer Bedeutung sein. Die Verbindung von Grabstätten, Grün und einer ansprechenden Gestaltung schafft eine Atmosphäre, die Ruhe und Geborgenheit vermittelt und gleichzeitig Raum für persönliche Erinnerungen lässt.

Beigeordneter Michael Jehn begrüßt die neue Bestattungsmöglichkeit:

„Unsere Friedhöfe sind Orte der Erinnerung, des Abschieds und der Ruhe. Gleichzeitig verändern sich die Wünsche der Menschen an Bestattung und Grabgestaltung. Mit dem Garten der Erinnerung schaffen wir ein zeitgemäßes Angebot, das diesen veränderten Bedürfnissen Rechnung trägt. Besonders schön ist, dass hier ein Ort entstanden ist, der nicht nur der Bestattung dient, sondern auch zum Innehalten, Spazierengehen und Erinnern einlädt.“

Die Planung und Gestaltung des Gartens der Erinnerung erfolgte durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SBO Servicebetriebe Oberhausen.

„Mit dem Garten der Erinnerung haben wir einen besonderen Ort geschaffen, an dem sich ein würdevoller Abschied und eine zeitgemäße Friedhofsgestaltung miteinander verbinden. Uns war wichtig, eine Anlage zu schaffen, die nicht nur Platz für Bestattungen bietet, sondern auch eine Atmosphäre ausstrahlt, in der Angehörige zur Ruhe kommen, sich erinnern und verweilen können. Dass die Planung durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgte, macht mich besonders stolz“, sagt SBO-Betriebsleiter Florian Reeh.

Mit dem Garten der Erinnerung wird das Angebot auf dem Nordfriedhof um eine weitere Möglichkeit der Bestattung ergänzt. Die Anlage steht damit beispielhaft für die Weiterentwicklung der Oberhausener Friedhöfe zu zeitgemäßen Orten des Abschieds, der Erinnerung und der Begegnung mit Natur.

Sitzbank um Baum
Die große Sitzbank rund um einen Baum lädt zum verweilen ein (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne).
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Eine von zwei Obstbaumbestattungsflächen (Apfel) mit je 7 Erdröhren (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne).

Zur weiteren Information:

  • Für 2026 und 2027 sind folgende weitere Projekte geplant:
  • In diesem Jahr soll das muslimische Grabfeld auf dem Nordfriedhof erweitert werden.
  • Umrüstung eines ehemaligen Abschiedsraumes zu einem Waschungsraum für die jüdische und muslimische Gemeinde auf dem Westfriedhof. Fertigstellung voraussichtlich noch in diesem Jahr.
  • Der Ausbau der Obstbaumwahlgräber und erste Arbeiten für den „Garten der Erinnerung“ auf dem Alstadener Friedhof sollen ebenfalls in diesem Jahr beginnen.
  • Für 2027 ist die Fertigstellung der Arbeiten für den „Garten der Erinnerung“ auf dem Alstadener Friedhof geplant.
  • Auch der Ausbau der Urnenstelen und der Obstbaumgrabstätten auf diversen anderen städtischen Friedhöfen steht für 2027 auf der Agenda.

Fakten zum „Garten der Erinnerungen“:

Der „Garten der Erinnerung“ auf dem städtischen Nordfriedhof in unmittelbarer Nähe zur Kapelle umfasst eine Gesamtfläche von ca. 710 qm mit ca. 100 qm wassergebundenen neuen Wegeflächen, ca. 250 qm Bodendeckern und ca. 53 qm Staudenflächen.

Es befinden sich dort zwei Obstbaumbestattungsflächen (Apfel) mit insgesamt 14 Erdröhren. Ein zentrales Hochbeet aus Cortenstahl, bepflanzt mit einer Hängebirke und passenden Begleitstauden, lädt durch die umlaufende Sitzfläche zum Verweilen ein.

Des Weiteren verfügt der „Garten der Erinnerung“ über ein Urnenwahlgrabfeld mit neun Urnengräbern sowie über ein Wahlgrabfeld mit drei Einzelgräbern für Sargbestattungen. Die ebenfalls vorhandenen 14 Urnenstelen aus Cortenstahl mit je drei Kammern können mit max. zwei Urnen pro Kammer belegt werden.

Als Böschungssicherung, bepflanzt mit Fingersträuchern, wurde ein über 77 m langes Mauerwerk aus Natursteinen zur Höhenmodellierung angelegt. Ebenfalls wurde an der Böschung eine neue Treppenanlage gebaut. Ein barrierefreier Zugang zur Anlage ist dennoch gesichert.

Die drei neu gepflanzten Bäume, zwei neu gepflanzten Großsträucher sowie zwei, jeweils an den beiden Zugängen, gepflanzten Rosensträucher verschönern die Fläche und verstärken den parkähnlichen Charakter des Grabfeldes. An der Fläche des „Gartens der Erinnerung“ flankierend gibt es einen neuen Brunnen bzw. eine Schöpfstelle sowie ca. 165 qm sanierte wassergebundene Wegeflächen.

Wer sich über die Bestattungsform informieren möchte, kann die Friedhofsverwaltung kontaktieren unter doren.benz@sbo.oberhausen.de oder ralf.boegeholz@sbo.oberhausen.de oder telefonisch unter 0208 594-7160 und -7161.