50 Jahre Naturschutzbeirat der Stadt Oberhausen

Ein halbes Jahrhundert Engagement für Natur und Landschaft

Bürgermeister Werner Nakot (1. Reihe, ganz rechts) begrüßte ehemalige und aktive Mitglieder des Naturschutzbeirats zur Jubiläumsfeier im Rathaus. Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne
Bürgermeister Werner Nakot (1. Reihe, ganz rechts) begrüßte ehemalige und aktive Mitglieder des Naturschutzbeirats zur Jubiläumsfeier im Rathaus. Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne

29.06.2026 - Der Naturschutzbeirat der Stadt Oberhausen blickt auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. Mit einer großen Jubiläumsfeier am Freitag, 26. Juni 2026, im Rathaus Alt-Oberhausen würdigte die Stadt Oberhausen die wertvolle Arbeit des Naturschutzbeirats und dankte allen aktuellen und ehemaligen Mitgliedern für ihr langjähriges Engagement zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in der Stadt.

„Mein besonderer Dank gilt den zahlreichen langjährig engagierten Mitgliedern. Hervorzuheben ist insbesondere Heinrich Jakob Bahne, der den Naturschutzbeirat über mehr als 30 Jahre als Vorsitzender geprägt hat“ sagte Bürgermeister Werner Nakot in seinem Grußwort. „Darüber hinaus haben sich viele weitere Mitglieder über Jahrzehnte hinweg mit großem persönlichen Einsatz für den Natur- und Landschaftsschutz in Oberhausen engagiert.“

Vertritt die Belange von Natur und Landschaft in Oberhausen

Die konstituierende Sitzung des Gremiums fand am 4. März 1976 im Rathaus Oberhausen statt. Mit damals 13 Mitgliedern nahm der Beirat seine Arbeit auf. Zum ersten Vorsitzenden wurde Karl Lange gewählt, sein Stellvertreter war Hans-Helmut Kurz. Seit fünf Jahrzehnten vertritt der Naturschutzbeirat die Belange von Natur und Landschaft in Oberhausen. Als unabhängiges Beratungsgremium unterstützt er die Untere Naturschutzbehörde und wirkt beim Schutz, bei der Pflege sowie bei der Entwicklung von Natur und Landschaft mit. Grundlage seiner Arbeit ist § 70 des Landesnaturschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen.

Der Beirat setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Naturschutz- und Naturnutzergruppen zusammen. Dazu gehören unter anderem Naturschutzverbände wie NABU, BUND und LNU sowie Vertreterinnen und Vertreter der Imkerei, Fischerei, Jägerschaft und Landwirtschaft. Durch diese vielfältige Zusammensetzung fließen unterschiedliche Perspektiven und Fachkenntnisse in die Beratung naturschutzrelevanter Vorhaben ein. Den Vorsitz des Naturschutzbeirats hat derzeit Cornelia Schiemanowski (BUND) inne. Stellvertretender Vorsitzender ist Christoph Köster vom Rheinischen Landwirtschaftsverband e. V.

Wichtiges Gremium für die Weiterentwicklung von Grün- und Freiflächen

Neben seiner beratenden Funktion nimmt der Naturschutzbeirat wichtige Beteiligungs- und Kontrollaufgaben wahr. Hierzu gehört insbesondere das Recht, Widerspruch gegen geplante Befreiungen von natur- und landschaftsrechtlichen Ge- und Verboten einzulegen. Diese Funktion stärkt den Schutz von Natur und Landschaft und gewährleistet eine unabhängige fachliche Prüfung entsprechender Vorhaben. In den vergangenen 50 Jahren hat sich der Naturschutzbeirat kontinuierlich für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Grün- und Freiflächen in Oberhausen eingesetzt. Die Arbeit des Gremiums lebt dabei vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder, die ihre Fachkenntnisse und Erfahrungen über viele Jahre hinweg in den Dienst des Natur- und Landschaftsschutzes stellen.