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8,5 Millionen für den Ausbau des Glasfasernetzes

Das Netz der Zukunft ist ein Glaserfasernetz. Nur hierüber lassen sich zuverlässig Versorgungsleistungen von mind. 1 Gbit/s bei einer symmetrischen Ausgestaltung (Download und Upload) erreichen. Hochleistungsfähige Glasfasernetze sind eine Grundvoraussetzung für unsere Wissens- und Informationsgesellschaft.

Ausbau des Glasfasernetzes in Oberhausen

V. li.: Oberbürgermeister Daniel Schranz, Patrick Nettels, Carsten Kupzick, bei der Stadt zuständig für den Breitbandausbau, Nils Waning und Ralf Güldenzopf, Dezernent für Strategische Planung. (Foto: Stadt Oberhausen)

Sie sind unabdingbar für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze. Ein flächendeckendes Glasfasernetz ist grundlegende Voraussetzung für Zukunftstechnologien im Bereich des „Internet Of Things“ (IOT) sowie dem neuesten Funkstandard „5G“. Die Stadt Oberhausen hat die Notwendigkeit der Schaffung einer hochwertigen Breitbandversorgung als infrastrukturpolitische Herausforderung erkannt und treibt den Aufbau eines „Next Generation Access-Breitbandnetzes“ (NGA) voran.  Aktuell sind weniger als fünf Prozent der Oberhausener Hausadressen an ein Glasfasernetz angeschlossen. Hier besteht ein hohes Potenzial.
 

Das Breitbandziel von Bund und Land sieht bis zum Jahr 2025 eine flächendeckende Versorgung aller Haushalte mit Übertragungsraten von 1 Gbit/s vor. Für Schulen, Krankenhäuser und Gewerbegebiete soll dieses Ziel bereits zum Jahr 2022 erreicht werden. Zur Zielerreichung fördern Bund und Land den Glasfaserausbau zur Versorgung der „Weißen Flecken“ sowie der Schulen, Krankenhäuser und Gewerbegebiete. An allen Förderaufrufen hat sich die Stadt Oberhausen erfolgreich beteiligt. Zahlreiche weitere Projekte werden vorbereitet beziehungsweise sind in Arbeit, wie etwa die Versorgung aller Schulen in städtischer Trägerschaft sowie die Versorgung von Gewerbegebieten.

Aus einem ersten Markterkundungsverfahren in 2017 heraus wurden für Oberhausen etwa 300 unterversorgte Hausadressen ermittelt. Als Unterversorgung gilt hierbei eine Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s („Weißer Fleck“). Zur Deckung dieser Versorgungslücken wurden der Stadt Oberhausen in einem ersten Schritt ca. 8,5 Mio. Euro, je zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln, bewilligt. Aus den ca. 300 Ausbauadressen heraus können bis zu 564 Haushalte und 62 Unternehmen profitieren. Nach einem langwierigem Ausschreibungs- und Vergabeverfahren wurde in der Bietergemeinschaft epcan/MUENET ein leistungsfähiger Partner zur Projektumsetzung gefunden. Der Projektstart erfolgt unmittelbar nach dem Vertragsabschluss (5. August 2020).

Die Projektlaufzeit ist auf 157 Wochen ausgelegt. Im Zuge des Projektes werden im Stadtgebiet ca. 70 Km Glasfaserkabel verlegt. Die Versorgungsadressen können kostenfrei bis zum Hausanschluss hergerichtet werden. Notwendig hierfür ist die Vorlage einer Eigentümererklärung, die die Herstellung des Hausanschlusses gestattet. Hierzu beginnt die Projektumsetzung mit dem Start einer Nachfragebündelung, die sich an alle betroffenen Hausadressen, Eigentümer, Haushalte und Gewerbetreibende richtet. Eine schnelle Entscheidung zur Erstellung des Hausanschlusses ist erforderlich. Der Netzausbau erfolgt zwar unabhängig von der Anzahl an Neukunden, eine spätere Entscheidung wäre aber nicht mehr kostenfrei im Rahmen der Förderung, sondern nur über eine Eigenbeteiligung umsetzbar. Die Tarife der Provider starten ab 49,90 Euro mtl. Die Anschlusskosten sind ausschließlich während der Nachfragebündelung kostenlos. Spätere Teilnehmer zahlen mindestens 6.000 Euro einmalig. Die Nachfragebündelung läuft über sechs Wochen. Sie startet mit der Einladung zu einer Informationsveranstaltung an alle betroffenen Haushalte, die in Kürze bekannt gegeben und versandt wird.  Ansprechpartner bei der Stadt Oberhausen zum Thema Breitbandausbau:  Carsten Kupzick, Dez. 0 Strategische Planung, Tel. 0208 825-2896, carsten.kupzick@oberhausen.de 

„Das ist eine gute Nachricht für Oberhausen, denn durch die bewilligten Fördermittel können wir gewissermaßen ,von Null auf Hundert‘ gehen. Mit dem Glasfaserausbau der letzten ,Weißen Flecken‘ verfolgen wir unsere Next Generation Access-Strategie (NGA) und bieten den betroffenen Haushalten den direkten Einstieg in das Netz der Zukunft“, so Oberbürgermeister Daniel Schranz.

„Während der Nachfragebündelung kann ein kostenloser Glasfaseranschluss gebucht werden, danach entstehen Kosten von mehreren Tausend Euro. Deshalb sollte nun die Gelegenheit genutzt werden“, empfehlen Patrick Nettels und Nils Waning von der Bietergemeinschaft epcan/MUENET.

Eine Übersichtskarte zum Projekt finden Sie hier.