Lückenschluss Linie 105: Rat stellt die Weichen für weitere Planung

29.09.2026 - Der Rat der Stadt Oberhausen hat in seiner Sitzung vom 28. September der vorliegenden Planung für den Lückenschluss der Straßenbahnlinie 105 zugestimmt. Damit kann die STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH die nächsten Planungsschritte gemeinsam mit den Stadtplanungsexperten der Verwaltung sowie den Projektbeteiligten der Stadt Essen und der Ruhrbahn ausarbeiten. Die nun beschlossenen Planungsentwürfe münden anschließend in das förmliche Genehmigungsverfahren. Über die Planung auf Essener Stadtgebiet wird der Rat der Stadt Essen zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Symbolbild Schule

 

„Mit dem heutigen Beschluss bringen wir eine Verbindung voran, die für Oberhausen und Essen im Alltag einen Unterschied machen wird“, sagt Oberbürgermeister Thorsten Berg. „Die Linie 105 soll die Neue Mitte besser erreichbar machen und den Menschen eine attraktive Alternative für ihre Wege zwischen beiden Städten bieten. Zugleich planen wir die Verkehrsanbindung des künftigen Quartiers am Brammenring von Anfang an mit.“

Die geplante Neubaustrecke ist rund 3,6 Kilometer lang. Sie soll die heutige Endhaltestelle in Essen mit der Oberhausener ÖPNV-Trasse an der Neuen Mitte verbinden. So könnten Fahrgäste künftig ohne Umstieg zwischen Essen und Zielen in Oberhausen fahren. Auch das Entwicklungsareal am Brammenring soll einen Straßenbahnanschluss erhalten. Ein gutes Nahverkehrsangebot soll insbesondere mit Blick auf die geplante Wohnbebauung am Brammenring bereits frühzeitige Konzepte für die Reduzierung von Individualverkehr in dem hochfrequentierten Straßennetz berücksichtigen.

„Der Ratsbeschluss gibt uns den Auftrag, aus der bisherigen Planung einen belastbaren Entwurf für das im nächsten Schritt folgende Planfeststellungsverfahren zu erstellen“, sagt STOAG-Geschäftsführer Ingo Wortmann. „Dabei stehen neben den technischen Details insbesondere die aktuellen und zukünftigen Bedarfe unserer Fahrgäste im Fokus. Denn für unsere Fahrgäste zählt am Ende eine Verbindung, die im Alltag einfach und verlässlich nutzbar ist.“

„Mit dem heute erfolgten Ratsbeschluss können wir im nächsten Schritt die Auswirkungen der Trassenführung im Detail prüfen – auch dort, wo Anwohnerinnen und Anwohner Fragen zum Straßenraum oder zu Eingriffen in Grünflächen haben“, sagt Planungsdezernent Dr. Thomas Palotz. „Diese Punkte müssen in der weiteren Planung sorgfältig bearbeitet werden. Unser Ziel ist eine gute Verbindung, die auch zur Entwicklung der Neuen Mitte und zu einem klimaresilienten Oberhausen passt.“

Mit dem erfolgten Planungsbeschluss hat der Rat der Stadt Oberhausen zunächst den Auftrag an die STOAG gemeinsam mit der Stadtverwaltung erteilt, das reguläre Planfeststellungsverfahren vorzubereiten, an dessen Ende dann der Baubeschluss steht Der Baubeschluss wird anschließend erneut durch das höchste politische Gremium der Stadt beschlossen werden. Informationen zum Projekt und zu den Planungsunterlagen stehen auf der Projektwebsite bereit.