Demokratie lebt vom Miteinander
Oberbürgermeister Berg eröffnet Woche der Demokratie in Oberhausen
14.09.2026 - Mit einem besonderen Konzerterlebnis des West Balkan Youth Orchestra und der Städtischen Musikschule Oberhausen ist am Sonntag, 13. September 2026, in der Luise-Albertz-Halle die Woche der Demokratie eröffnet worden. Unter dem Motto „Demokratisch ist man nicht allein“ verwandelt sich noch bis Donnerstag, 24. September 2026, die Stadt in einen Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Engagements. Mit mehr als 60 Veranstaltungen laden Vereine, Schulen, Initiativen, Kultur- und Bildungseinrichtungen dazu ein, Demokratie auf ganz unterschiedliche Weise zu erleben.
OB Berg: Demokratie nicht als selbstverständlich betrachten
Oberbürgermeister Thorsten Berg betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für die Demokratie: „Demokratie lebt vom Miteinander. Sie lebt davon, dass Menschen sich beteiligen, miteinander sprechen, unterschiedliche Perspektiven einbringen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Zugleich sei Demokratie nicht als selbstverständlich anzusehen. Meinungsfreiheit, politische Mitbestimmung, Gleichheit vor dem Gesetz und Rechtsstaatlichkeit seien zentrale Grundlagen unserer Gesellschaft. Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen, Unsicherheiten und eines teilweise zurückgehenden Vertrauens in demokratische Institutionen komme es darauf an, Sorgen und unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen und Räume für Austausch und Diskussion zu schaffen.
Schwerpunkt der Demokratiewoche liegt auf der Beteiligung im Alltag
„Demokratie bedeutet nicht, dass Menschen keine Sorgen haben dürfen. Demokratie bedeutet, dass diese Sorgen ihren Platz haben – in der öffentlichen Diskussion, in der Politik und im gesellschaftlichen Austausch“, so Berg weiter. Der Oberbürgermeister rief zugleich dazu auf, Demokratie als gemeinsame Aufgabe zu verstehen. Politik müsse konkrete Probleme lösen und Vertrauen schaffen. Staatliches Handeln müsse verständlich und nachvollziehbar erklärt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt der Demokratiewoche liegt deshalb auf der Beteiligung im Alltag. Das Programm, das sich an Menschen jeden Alters richtet, verbindet Kultur, Bildung, Geschichte und gesellschaftspolitische Themen mit kreativen Mitmachangeboten und zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig demokratisches Leben sein kann. Rund um den Internationalen Tag der Demokratie am Dienstag, 15. September, gestalten beispielsweise Oberhausener Schulen gemeinsam Projekte, Ausstellungen und ab 12 Uhr eine Kundgebung auf dem John-Lennon-Platz in Nähe des Rathauses in Alt-Oberhausen.
Diskussionen, Vorträge und gemeinsame Aktionen
Das umfangreiche Programm greift zudem viele gesellschaftliche Fragen auf: Wie begegnet man Populismus im Alltag? Welche Rolle spielen Bildung, Gleichberechtigung oder soziale Medien für unsere Demokratie? Wie kann Erinnerungskultur helfen, demokratische Werte zu schützen? Vorträge, Workshops, Stadtrundgänge und Diskussionsveranstaltungen eröffnen vielfältige Zugänge und laden zum Mitdenken ein. Gleichzeitig schaffen kreative Angebote, Ausstellungen und gemeinsame Aktionen Räume für Begegnung und Austausch.
Den Abschluss bildet am 24. September von 14 bis 18:30 Uhr das große Fest „Oberhausen hält zusammen“ im Bürgerzentrum Alte Heid, Alte Heid 13. Musik, Kabarett, Mitmachaktionen, internationale Spezialitäten und ein „Markt der Möglichkeiten“ bringen Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und feiern das, was Demokratie ausmacht: Offenheit, Respekt und Zusammenhalt.
Das komplette Programm finden Sie hier.