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Feierliche Ausstellungseröffnung: „Mythos Langemarck/straße – Von der nationalistischen Vereinnahmung zur Völkerverständigung“

01.09.2026

Am Donnerstag, 17. September 2026, 18 bis 19:45 Uhr, wird die Wanderausstellung „Langemarkstraße - Missbrauchte Geschichte oder Gemeinsames Gedenken“ im Foyer des Bert-Brecht-Bildungszentrums feierlich durch Oberbürgermeister Thorsten Berg eröffnet. Die belgische Gemeinde Langemark-Poelkapelle, das „In Flanders Fields“-Museums Ypern und die University of Kent erarbeiteten in Kooperation diese Ausstellung, um die Schlacht von Langemarck im Ersten Weltkrieg und die Vereinnahmung dieser Geschichte – vor allem in der NS-Zeit – sowie den Wandel der Erinnerungskultur nach 1945 als ein Beitrag zur europäischen Völkerverständigung darzulegen.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird eine Gedenktafel am Bert-Brecht-Haus, gelegen an der Oberhausener Langemarkstraße, angebracht, um die Geschichte und die Bedeutung des Straßennamens über die Laufzeit der Ausstellung hinaus zu beleuchten. Ein QR-Code führt zu einer ausführlicheren Erläuterung auf der Website der Stadt Oberhausen.

Der Vortrag „„Langemarck“ im Ruhrgebiet und anderswo: Missbrauchte Geschichte oder gemeinsames Gedenken?“ von Professor Dr. Stefan Goebel von der Universität Kent, Kurator der Ausstellung, rundet die Eröffnung ab. Der Abend bietet eine wunderbare Gelegenheit für alle Interessierten der Geschichte der Stadt Oberhausen, aber auch der europäischen Geschichte, das Beispiel einer Geschichtserzählung und Geschichtsvereinnahmung und der daraus resultierenden Folgen näher kennenzulernen.

Die Veranstaltung ist Teil der gemeinsamen Reihe "Oberhausener Stadtgeschichte(n) entdecken" von Stadtarchiv Oberhausen, Literarischer Gesellschaft Oberhausen e.V., Historischer Gesellschaft Oberhausen e.V., Gedenkhalle Oberhausen, der Geschichtswerkstatt, dem LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg sowie der Volkshochschule Oberhausen. Sie findet im Rahmen der "Woche der Demokratie" in Oberhausen statt.