Stadt Oberhausen stärkt Quartiersarbeit – pro wohnen im Fokus

08.05.2026 - Einsamkeit im Alter trifft besonders häufig Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Um dem entgegenzuwirken, setzt die Stadt Oberhausen auf gezielte Quartiersarbeit – und auf die langjährige Erfahrung des Trägers pro wohnen international e. V. Im Rahmen des Projekts „QOS – Quartiersorientierte Seniorenarbeit“ hat der Verein seit Anfang des Jahres eine zentrale Rolle im Nachbarschaftstreff Tackenberg an der Richard-Dehmel-Straße. Die Einrichtung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Anlaufpunkt im Stadtteil entwickelt. Besonders das niedrigschwellige Frühstückscafé gilt als Erfolgsmodell: Hier begegnen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, knüpfen Kontakte und finden Zugang zu weiterführenden Unterstützungsangeboten.

Die besondere Stärke von pro wohnen liegt in der engen Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Gleichzeitig sorgt die Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum dafür, dass insbesondere ältere Menschen mit Einwanderungsgeschichte gezielt erreicht und unterstützt werden. Mit kultursensiblen, alltagsnahen Angeboten erreicht der Träger ältere Menschen, die von klassischen Angeboten oft nicht angesprochen werden. Neben Begegnungsmöglichkeiten gehören dazu auch individuelle Beratungen, Informationsveranstaltungen zu Gesundheit und Pflege, Bewegungsangebote sowie gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge oder Gesprächsrunden.

v.l.: Nese Özcelik (Bereich Chancengleichheit), Jürgen Schnug (pro wohnen), Zahide Derin (pro wohnen), Beigeordneter Jürgen Schmidt, Jeldrik Stein (Kommunales Integrationszentrum). (Foto: Stadt Oberhausen/Sümeyra Bulut)
v. l.: Nese Özcelik (Bereich Chancengleichheit), Jürgen Schnug (pro wohnen), Zahide Derin (pro wohnen), Beigeordneter Jürgen Schmidt, Jeldrik Stein (Kommunales Integrationszentrum). (Foto: Stadt Oberhausen/Sümeyra Bulut)

„Wir wollen Menschen dort erreichen, wo sie leben – im Quartier. Gerade für ältere Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind vertraute Orte und persönliche Ansprache entscheidend, um Teilhabe zu ermöglichen“, betont Jürgen Schmidt, Beigeordneter der Stadt Oberhausen für Familie, Schule, Integration und Sport. „Das Projekt QOS setzt genau hier an und ist ein wichtiger Baustein unserer Integrationsarbeit.“

Auch bei pro wohnen sieht man die Förderung als wichtigen Schritt: „Unsere Arbeit lebt vom Vertrauen und von der Nähe zu den Menschen. Im Nachbarschaftstreff schaffen wir Räume, in denen Begegnung ganz selbstverständlich gelebt wird und sich niemand ausgeschlossen fühlen muss“, erklärt Jürgen Schnug, Vereinsvorsitzender. „Die Unterstützung der Stadt ermöglicht es uns, diese Angebote weiter auszubauen und noch mehr Menschen zu erreichen.“

Ziel des Engagements ist es, Einsamkeit zu reduzieren, die Lebensqualität zu verbessern und die gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zu stärken. Das Projekt wird in enger Abstimmung mit dem Kommunalen Integrationszentrum begleitet und regelmäßig überprüft.

Mit dem Engagement von pro wohnen setzt Oberhausen bewusst auf einen erfahrenen Partner, der Quartiersarbeit lebendig gestaltet und Menschen dort erreicht, wo sie leben.