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6. September 2013 - Schlaflos in Oberhausen


„Wir fliegen gegen Engeland und mit uns fliegt der Tod“

Volles Haus bei „Schlaflos“ im Bunkermuseum

Michael LangMichael Lang (Foto Schnug Media)

Der Projektraum ist einer der wenigen Räume im Bunkermuseum, der renoviert wurde und daher so wirkt, als sei er auch heute noch ein brauchbarer Schutzraum. In diesem Raum hatte Michael Lang, Kenner und jahrzehntelanger Sammler von historischen Tondokumenten, seine Gerätschaften aufgebaut: einen alten Volksempfänger, eine Signalglocke des britischen Luftschutzbundes, eine Kübelspritze zur Brandbekämpfung, Schautafeln und historische Plakate.
 

Im Zentrum stand aber seine Musikanlage, über die er in einem so anregenden wie kurzweiligen Vortrag zahlreiche historische Tondokumente vorführte. Dies war der eigentliche Schatz dieser Veranstaltung, die die britische und deutsche Propaganda aus der Zeit des Luftkrieges während des 2. Weltkrieges gegeneinander stellte. Angefangen mit frühen Dokumenten zum Luftschutz führte der Bogen über die Gründung des deutschen Reichsluftschutzbundes 1933 unter den Nationalsozialisten und den Luftkrieg Nazideutschlands 1940 gegen England zur vierten Front im Krieg, der Heimatfront, die durch die alliierten Angriffe entstanden war.

Besonders eindrücklich war dabei das Unikat einer Aufnahme eines Luftangriffes auf Berlin, in der der Aufnehmende, der deutsche Zauberkünstler Fredo Marvelli, die Schuld an den Luftangriffen auf das Deutsche Reich niemand anderem als Adolf Hitler selbst anlastete. Zugleich kam bei diesem Angriff auf Berlin am 3. Februar 1945 auch Roland Freisler, der im August 1942 zum Präsidenten des sog. Volksgerichtshofes ernannt worden war und dort Angeklagte in Schauprozessen einer tödlichen Justiz ohne jede Rechtssicherheit unterworfen hatte, ums Leben. Deutlich wurde, dass der Luftkrieg gegen das Dritte Reich seinen Ursprung im Krieg Deutschlands gegen fast ganz Europa genommen hatte; Hitler hatte andere europäische Städte „ausradieren“ wollen. Der spannende Vortrag endete mit Ausführungen zum glücklicherweise vergeblichen Versuch der Nazis, mit Hilfe von Vergeltungswaffen noch die sich deutlich abzeichnende Niederlage abwenden zu wollen. Das den Raum gut füllende Publikum dankte Michael Lang für seine multimedial angelegten und sachlich fundierten Ausführungen mit großem Beifall.

 

Kontakt

Bunkermuseum Oberhausen
im ehemaligen Knappenbunker
jetzt Bürgerzentrum Alte Heid
Alte Heid 13
46047 Oberhausen

Büroanschrift:
Informationszentrum Gedenkhalle
Verwaltung Bunkermuseum
Am Kaisergarten 52
46042 Oberhausen
Tel.: 0208 6070531-0
Fax: 0208 6070531-20
E-Mail: gedenkhalle-bunkermuseum@oberhausen.de