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Edeka Rhein-Ruhr eröffnet Logistikzentrum

Oberbürgermeister Schranz: Hervorragendes Beispiel für Strukturwandel

Den Anfang machte das Tiefkühllager: Im Juni zog mit dieser Warengruppe der erste Teilbereich von Moers nach Oberhausen ins neue Zentrallager von Edeka Rhein-Ruhr und nahm den Betrieb am Standort auf dem Waldteichgelände auf. Wenige Wochen später folgte die „Frische“ – also Obst, Gemüse und Molkereiprodukte. Jetzt haben sich die Prozesse für diese beiden Warengruppen eingespielt – und Edeka Rhein-Ruhr lud zur Teileröffnung des Lagers an den Goldammerweg ein. 

Eröffnung des Edeka Rhein-Ruhr Zentrallagers

Oberbürgermeister Daniel Schranz wird gemeinsam mit anderen Gästen über das Gelände und die Lagerhallen des neuen Edeka Zentrallagers geführt. Foto: Stadt Oberhausen

Oberbürgermeister Daniel Schranz hob vor allem die Bedeutung des Neubaus für den Standort Oberhausen hervor: „Ein besseres Beispiel für Strukturwandel könnte man sich kaum ausdenken: Hier, wo erst die Zeche Hugo ihre Werkstätten hatte und später über Jahrzehnte ein Teil der nationalen Kohlereserve gelagert wurde, steht nun eins der modernsten Lebensmittellager Deutschlands. Wir sind froh, dass Edeka Rhein-Ruhr Oberhausen mit seiner logistisch hervorragenden Lage als Standort für dieses Projekt gewählt hat – und beeindruckt von der Geschwindigkeit, in der der Bau realisiert wurde. Ich danke allen Beteiligten und wünsche viel Erfolg für die weitere Entwicklung.“
 

Zentrallager-Neubau entstand innerhalb von zwei Jahren

In zwei Jahren Bauzeit wurden die 90.000 Quadratmeter großen Lagerhallen fertiggestellt – auf einem Areal von insgesamt 288.000 Quadratmetern. Dabei investierte das Unternehmen rund 110 Millionen Euro in den Bau und weitere 90 Millionen Euro in die technische Infrastruktur.

Peter Wagener, Geschäftsführer Edeka Rhein-Ruhr, nutzte den Anlass, um auf die grundsätzliche Bedeutung der Handelslogistik hinzuweisen: „In der Pandemie haben wir gezeigt, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen eine hervorragende Lebensmittelversorgung in Deutschland sicherstellen können. Mit unserem neuen Logistikzentrum in Oberhausen bauen wir unsere Leistungsfähigkeit weiter aus.“ Für ihn ist das nur mit den richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich. Aktuell arbeiten bereits über 400 Menschen am neuen Standort. Der größte Teil hat zuvor im Lager Moers gearbeitet, rund 70 Stellen wurden bereits neu geschaffen. Perspektivisch soll die Zahl der Mitarbeitenden auf bis zu 1.000 anwachsen. 33 verschiedene Berufsbilder gibt es im Logistikzentrum, in vier bildet das Unternehmen schon jetzt in Oberhausen aus.

Nachhaltige Energieversorgung

Durch das Zentrallager am neuen Standort Oberhausen werden nach Angaben des Unternehmens rund drei Millionen LKW-Kilometer jährlich eingespart. Der Energiebedarf zum Kühlen und Heizen wird mit einem eigenen Blockheizkraftwerk erzeugt und entsteht – zu großen Teilen aus der Wärme in den Hallen.