Kinderschutz im Dialog: erste Netzwerkkonferenz in Oberhausen

01.04.2026 - Rund 120 Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen sind am Mittwoch, 25. März 2026, in Oberhausen zur Netzwerkkonferenz Kinderschutz zusammengekommen. Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen den Fachleuten zu stärken, bestehende Kooperationen sichtbar zu machen und Impulse für die Weiterentwicklung des Netzwerks zu setzen. Die Konferenz soll mindestens einmal im Jahr stattfinden.

Nach einem Grußwort durch den Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie, Benjamin Roth, eröffnete der Netzwerkkoordinator Kinderschutz der Stadt Oberhausen, Olaf Pütz, die Konferenz mit einem ersten inhaltlichen Beitrag. Dabei betonte er die zentrale Bedeutung einer gut funktionierenden Zusammenarbeit im Kinderschutz: „Kinderschutz beginnt nicht im Ernstfall – sondern in der Qualität unserer Zusammenarbeit davor.“

Benjamin Roth, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie der Stadt Oberhausen. (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne)
Benjamin Roth, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie der Stadt Oberhausen. (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne)
AlttextOlaf Pütz, Netzwerkkoordinator Kinderschutz der Stadt Oberhausen. (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne)
Olaf Pütz, Netzwerkkoordinator Kinderschutz der Stadt Oberhausen. (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne)

Im Anschluss folgte ein Impulsreferat von Nina Maas vom Institut Lüttringhaus. Unter dem Titel „Kinderschutz braucht gemeinsames Handeln“ verdeutlichte sie, dass wirksamer Kinderschutz nur im Zusammenspiel verschiedener Akteure gelingen kann.

Einen praxisnahen Einblick in die Arbeit vor Ort gab anschließend Ramona Flöder-Kortz, Fachbereichsleiterin der Erzieherischen Hilfen in Oberhausen. Sie stellte heraus, dass sich die Erzieherischen Hilfen als aktiver Partner im Netzwerk verstehen: „Die gesellschaftlichen Veränderungen haben sich in den letzten Jahren schneller vollzogen, als sich die Jugendhilfe hätte mitentwickelten können. Deswegen sind jede Vernetzung und Kooperation, egal wie klein, wichtig für ein starkes Netzwerk. Gelebter Kinderschutz beginnt nicht in der Krise, sondern davor“. 
Nach einer Pause folgte eine intensive Arbeitsphase. In gemischten Gruppen diskutierten die Teilnehmenden zentrale Fragestellungen rund um das Netzwerk. Die Ergebnisse wurden anschließend zusammengeführt.

Zum Abschluss berichteten Vertreterinnen aus Duisburg und Mülheim in einer Podiumsdiskussion von ihren Erfahrungen. Nach einem Schlusswort von Olaf Pütz endete die Veranstaltung nach rund dreieinhalb Stunden.

Dank der Landesförderung NRW konnte ein angenehmer Rahmen geschaffen werden, der von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen wurde. 

Die Konferenz hat gezeigt: Kinderschutz gelingt nur gemeinsam.