Bundespräsident Steinmeier empfing Bürgermeister Nakot in Berlin
06.03.2026 - Die Körber-Stiftung und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier haben Anfang März ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Deutschland zu einer zweitägigen Veranstaltung nach Berlin eingeladen. Auch der Oberhausener Bürgermeister Werner Nakot nahm an diesem Erfahrungsaustausch teil, der das Engagement der kommunalen Mandatsträgerinnen und -träger würdigte und ihre Bedeutung für die lokale Demokratie in den Mittelpunkt stellte. Neben einer Fachkonferenz kamen die Teilnehmenden auch bei einem Empfang des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue zusammen.

„Die kommunale Demokratie ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Miteinanders, und sie lebt vom offenen Dialog. Daher war es eine sehr gute Möglichkeit, mit Bundespräsident Steinmeier und anderen Engagierten in den Erfahrungsaustausch zu treten und gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren“, sagt Nakot. Im persönlichen Gespräch mit Bundespräsident Steinmeier kam heraus, dass ihm Oberhausen gut bekannt und vor allem das Café Bauer in Erinnerung geblieben ist.
Bei der Veranstaltung diskutierten etwa 200 ehrenamtliche Amts- und Mandatstragende gemeinsam mit Fachleuten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die aktuelle Lage und Zukunft der Kommunalpolitik.
Ehrenamt in der Kommunalpolitik unter Druck
Knapp 60 Prozent aller deutschen Städte und Gemeinden werden durch ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister verwaltet. Insgesamt setzen sich mehr als 6.000 ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister täglich für die lokale Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihren Kommunen ein. Doch hoher zeitlicher Aufwand, begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, wachsende Bürokratie und persönliche Anfeindungen machen es zunehmend schwieriger, diese Ämter zu besetzen. Vor diesem Hintergrund hatte die Körber-Stiftung gemeinsam mit Bundespräsident Steinmeier ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus ganz Deutschland zu zwei Veranstaltungen eingeladen, auch um die Engagierten zu würdigen und ihnen im politischen Berlin eine Stimme zu geben.