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Olympia ist eine riesige Chance für die Region

04.03.2026

„Dafür sein ist alles“. Unter diesem Motto bewirbt sich die Region KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044. Warum man dafür sein sollte, erläuterte der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Dr. Christoph Niessen, am Dienstag, 3. März 2026, den Mitgliedern des Oberhausener Sportausschusses. Für ihn steht fest, dass „die Spiele ein großer Impuls für unser Land sein können.“

Kompakt, nachhaltig und spektakulär würden die Spiele, so Niessen. So lägen die allermeisten Wettkampfstätten in einem Umkreis von rund 40 Kilometern. „Das ist auch nicht weiträumiger als bei den kommenden Spielen in Los Angeles. Schon jetzt verfüge die Region KölnRheinRuhr über hervorragende Sportstätten, Arenen und Fußballstadien. Hinzu kämen über 700.000 Quadratmeter Nutzfläche, die die vier großen Messen in Köln, Düsseldorf, Essen und Dortmund böten. Lediglich ein temporärer Neubau sei erforderlich: ein großes Leichtathletik-Olympiastadion im Kölner Norden. Das werde nach Olympia wieder zurückgebaut und integraler Teil eines neuen Stadtteilzentrums. „Eine sehr innovative und attraktive Idee.“ Die Schalker Veltins-Arena, mit Platz für rund 60.000 Zuschauern, werde für Olympia in eine temporäre Schwimmhalle umgebaut. Insgesamt könnten bei Olympia KölnRheinRuhr rund 14 Millionen Tickets angeboten werden. „Das sind drei Millionen mehr als bei den Olympischen Spielen in Paris.“ Angesichts dieses Kartenvolumens sei es denkbar eine Million Tickets kostenlos für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen oder auch ein festes Kartenkontingent mit niedrigen Eintrittspreisen anzubieten. Die Olympia-Bewerbung zahle sich jetzt schon aus, so Niessen. So fördere ein vom Land aufgelegtes Programm Sportstätten, Trainer oder die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern. Niessens Fazit: „Olympia ist eine riesige Chance für die gesamte Region.“      

Sportdezernent Jürgen Schmidt ist ebenfalls von der Bewerbung überzeugt. „Bei meinen Gesprächen stelle ich eine breite Unterstützung in der gesamten Stadtgesellschaft fest. Diesen Rückenwind gilt es auch für den anstehenden Ratsbürgerentscheid zu nutzen.“ Zu den Befürwortern gehört nicht zuletzt auch Sportlegende Willi Wülbeck. Der Olympiateilnehmer im 800-Meter-Lauf von 1976 und Weltmeister von 1983 sagt: „Olympia ist eine große Chance – für die Region, für die hier lebenden Menschen, für die Vereine, für eine Verbesserung der Infrastruktur. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

17 Städte an Rhein und Ruhr, darunter auch Oberhausen, bewerben sich gemeinsam um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für das Jahr 2036, 2040 oder 2044. Leading City ist die Stadt Köln. Ob sich KölnRheinRuhr bewirbt, dazu gibt es in den Städten Bürgerentscheide. In Oberhausen erhalten rund 155.000 Bürgerinnen und Bürger ihre Abstimmungsunterlagen. Sie schicken ihr Votum per Brief zurück, die Stimmabgabe endet am Sonntag, 19. April, um 16 Uhr. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes entscheidet schließlich am 26. September ob KölnRheinRuhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht. Weitere Bewerber sind München – dort gab es bereits ein positives Bürgerreferendum – sowie Berlin und Hamburg.