93 Prozent der Oberhausener Kinder wechseln an ihre Wunschschule

12.03.2026 - Die Stadt Oberhausen hat im heutigen Schulausschuss die aktuellen Anmeldezahlen für den Wechsel auf die weiterführenden Schulen im Schuljahr 2026/27 vorgestellt.

Schülerinnen und Schüler in einer Klasse zeigen auf. Foto: Freepik/gpointstudio

93 Prozent der Oberhausener Kinder wechseln an ihre Wunschschule

Schuldezernent Jürgen Schmidt betont, dass Oberhausen über ausreichend Schulplätze verfügt: „Alle Kinder erhalten einen Platz an einer weiterführenden Schule in Oberhausen. Unser Ziel ist es, möglichst viele Erstwünsche zu erfüllen. Gleichzeitig müssen die vorhandenen Plätze fair und rechtssicher vergeben werden.“ Von den 1.940 Schülerinnen und Schülern haben in diesem Jahr 1.807 Kinder einen Platz an ihrer Wunschschule in Oberhausen erhalten. „Im Vergleich zum Vorjahr erreichen wir damit eine deutliche Steigerung bei der individuellen Schulwunscherfüllung“, so Schmidt weiter. „Gleichzeitig wissen wir, dass es für die 133 Kinder und ihre Familien, deren Erstwunsch aufgrund des Losverfahrens nicht berücksichtigt werden konnte, eine Enttäuschung sein kann.“

93,2 Prozent (1.807) Oberhausener Schülerinnen und Schülern haben für das kommende Schuljahr einen Platz an ihrer Wunschschule angeboten bekommen. 133 Kinder (6,8 Prozent) erhalten ein Platzangebot an einer anderen Schule der selben Schulform. Im laufenden Schuljahr 2025/26 konnte 215 (11,1 Prozent) von 1.920 Schülerinnen und Schülern kein Platz an der Wunschschule angeboten werden. „Wie in jedem Jahr können wir auch für dieses Schuljahr beobachten, dass die Vorlieben für eine spezielle Schule und das Wahlverhalten der Eltern schwanken und von den Zahlen des letzten Jahres abweichen“, ergänzt Schmidt. „Diese Schwankungen machen eine langfristige Planung der exakten Platzverteilung an einzelnen Schulen sehr schwierig. In der Gesamtsumme haben wir kein Platzproblem und können allen Kindern einen Platz an der weiterführenden Schule anbieten. Insgesamt zeigt sich, dass die Kapazitätsplanung der Stadt sehr gut zum tatsächlichen Bedarf passt.“

Schulentwicklungsplan mit treffender Prognose bei Bedarfen

Im Schulentwicklungsplan wurde mit einer Prognose von 2.038 Schulplätzen an weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2026/27 gerechnet.  Der aktuelle Bedarf liegt rechnerisch bei 2.076 Plätzen. Für 138 Schülerinnen und Schüler liegt derzeit noch keine Anmeldung an einer Oberhausener Schule vor, etwa aufgrund eines Wegzugs, einer Anmeldung außerhalb Oberhausens oder einer verpassten Anmeldefrist. Insgesamt stehen in Oberhausen für das kommende Schuljahr 2.072 Plätze an weiterführenden Schulen zur Verfügung und damit noch 134 freie Plätze.

Die Zahl der direkt erfüllten Erstwünsche für Oberhausener Schülerinnen und Schüler war beispielsweise mit 95,7 Prozent an den Gymnasien sehr hoch, nur 34 Familien konnte kein Platz an der Schule ihres Erstwunsches angeboten werden. Erreicht wurde dies durch die Bildung von zwei Mehrklassen nach Genehmigung durch die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf an den Schulen, wo es möglich war.  Für das Schuljahr 2026/27 wurde jeweils eine zusätzliche Klasse am Bertha-von-Suttner-Gymnasium und am Sophie-Scholl-Gymnasium genehmigt.

Bei den Gesamtschulen konnte in dem koordinierten Anmeldeverfahren 88,5 Prozent der Familien ein Platz an der bevorzugten Schule angeboten werden, für 91 Schülerinnen und Schüler wurden aber Plätze an anderen Schulen angeboten. Für die Realschulen konnte in diesem Jahr eine Wunscherfüllung von 97,9 Prozent erreicht werden. Nur acht Schülerinnen und Schüler konnten nicht an ihrer gewünschten Realschule aufgenommen werden.

Schulen vergeben Plätze per Losverfahren

Die Zu- oder Absage für einen Platz an der Wunschschule wird eigenständig durch die jeweilige Schule festgelegt. In Oberhausen hat sich hierzu das Losverfahren durchgesetzt. Davon ausgenommen sind einzig die Kinder, die bereits ein Geschwisterkind auf der jeweiligen Schule haben. Neben dem Vorrang für Geschwisterkinder gilt das Losverfahren als rechtssicheres Verfahren zur Vergabe der Schulplätze. Kriterien wie Wohnortnähe oder die Schulformempfehlung der Grundschule werden auf Grund der gesetzlichen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Platzvergabe nicht berücksichtigt.

Zweistufiges Anmeldeverfahren für bestmögliche Wunscherfüllung

Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen sieht vor, dass Eltern ihre Kinder im Februar an der bevorzugten Schule anmelden konnten. In diesem Schritt haben Eltern bereits die Möglichkeit, bis zu zwei Schulen als Zweit- oder Drittwunsch anzugeben. Alle Anmeldedaten werden in der Koordinierungssitzung zwischen Schulleitungen, Schulverwaltung und Bezirksregierung ausgewertet und bestmöglich nach Wunsch umgesetzt. Liegen für eine Schule mehr Anmeldungen als Plätze vor, entscheidet die Schule im Rahmen eines Losverfahrens über die Platzvergabe. Im Anschluss werden die Schulbescheide an alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig verschickt. Die Schülerinnen und Schüler, die bereits einen Zweit- oder Drittwunsch angegeben haben, werden nach Möglichkeit bereits im Rahmen der Koordinierungssitzung auf die angegebenen Schulen verteilt. Die Schülerinnen und Schüler, die nach der Anmeldephase noch ohne Schulplatz sind, beispielsweise weil das Anmeldeverfahren in der ersten Runde verpasst wurde, eine Ablehnung nach Schulanmeldung in einer anderen Stadt erfolgte oder das angebotene Platzangebot abgelehnt wurde, können am 16. und 17. März noch an Schulen angemeldet werden, an denen Plätze frei sind.