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22. Mai 2021
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Lebenssituationen

Magazin zur Zusammenarbeit von Oberhausen und Saporishja

Die internationalen Beziehungen der Stadt haben unter der Pandemie aufgrund der Tatsache, dass Reisen und Begegnungen seit nunmehr einem Jahr kaum möglich sind, sehr gelitten. Viele Planungen und Projekte mussten vollständig abgesagt oder in eine unbestimmte Zukunft verschoben werden. Doch die Pandemie bot auch die Chance, ganz neue Wege zu gehen und neue Möglichkeiten der Kommunikation und Zusammenarbeit zu erproben. Dies gilt besonders für die Zusammenarbeit von Oberhausen mit seiner ukrainischen Partnerstadt Saporishja.  

Die Beziehungen zwischen Oberhausen und Saporishja sind immer sehr lebhaft und intensiv gewesen. Weder der  Krieg in der Ost-Ukraine noch die Pandemie konnten etwas daran ändern. 
Genau am Tag des ersten Lockdowns, am 16. März 2020, erhielt die Stadt Oberhausen eine Förderzusage für ihr Projekt „Zivilgesellschaftliches Engagement in Oberhausen und Saporishja fördern“. Gleichzeitig stand jedoch fest, dass dieses Projekt aufgrund des Reiseverbots nicht stattfinden konnte, da je ein gemeinsamer Workshop in Oberhausen und in Saporishja vorgesehen waren. Die Enttäuschung war sehr groß, aber auch der Wille, trotz aller Widrigkeiten die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Magazin zur Zusammenarbeit von Oberhausen und Saporishja

Cover des Magazins. Foto: Stadt Oberhausen

Also wurde das Projekt als digitales Projekt neu beantragt, bei dem auf jegliche Reisen und Begegnungen verzichtet wurde. Unter dem Titel „Zivilgesellschaftliches Engagement in Oberhausen und Saporishja fördern in Zeiten der Pandemie“ haben die beiden Städte für sie neues Terrain beschritten. Dabei ging es zunächst darum, überhaupt technisch in der Lage zu sein, Online-Workshops durchzuführen, denn dazu sind Kamera und Mikrofon am Arbeitsplatz notwendig sowie die erforderliche Software.
 

Die andere Frage war „Wie arbeitet man online zusammen und erarbeitet ein gemeinsames Produkt, wenn auch noch hinzukommt, dass die gesamte Kommunikation übersetzt werden muss?“

In jeder Stadt wurde eine Projektgruppe gegründet. In Oberhausen bestand sie aus folgenden Personen: Desbina Kallinikidou (Projektleitung), Boris Schwarzmann (Dolmetscher), Hendrik Detmers (Bürgerbeteiligung), Matthias Ruschke (VHS), Inga Dander (Ehrenamt), Martin Bechberger (Zivilgesellschaft) und Gesina Rath (Büro für Interkultur). Bürgermeister Manfred Flore (SPD) und die Stadtverordnete Marita Wolters (CDU) haben das Projekt von Seiten des Rates begleitet.
Sobald die Bewilligung durch den Fördergeber Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Juli 2020 eingetroffen war, starteten die beiden Teams ihre Arbeit.

Zunächst wurde eine Recherche aller zivilgesellschaftlichen Organisationen in den Bereichen Kultur sowie Bildung und Soziales in beiden Städten durchgeführt. In Oberhausen konnten ca. 220 Vereine, Verbände, Stiftungen und Initiativen verzeichnet werden. Im nächsten Schritt wurden diese in einer Online-Umfrage zu ihrem Engagement und zu ihrem Interesse an einer Zusammenarbeit mit Einrichtungen in der ukrainischen Partnerstadt befragt.

Oberbürgermeister Daniel Schranz freut sich, dass die gute Zusammenarbeit mit der ukrainischen Partnerstadt auch unter sehr schwierigen Bedingungen fortgesetzt werde konnte. „Die Pandemie hat uns allen noch einmal deutlicher als sonst gezeigt, wie groß der Wert von persönlichen Begegnungen und Austausch ist. Bis wir uns aber wieder gemeinsam treffen können, ist das digitale Format  mehr als eine Notlösung. Denn es belegt eindrucksvoll, dass wir trotz der widrigen Umstände das Band nicht abreißen lassen wollen, welches unsere Städte seit vielen Jahren verbindet.“
Projektleiterin Desbina Kallinikidou ist besonders stolz auf die gemeinsame Arbeit: „Wir haben in diesem Projekt wichtige neue Erfahrungen mit digitalen Formen der Zusammenarbeit gemacht, die für die Zukunft prägend sein werden.“ Und sie nennt zwei wichtige Gründe für den Erfolg: Der eine liegt darin, dass  dank der Fördermittel mit dem Institut für Soziale Innovation aus Düsseldorf kompetente Unterstützung eingekauft werden konnte. Der andere wesentliche Grund liegt daran, dass die Projektpartner in den Jahren zuvor schon intensiv zusammengearbeitet hatten, sich  kannten und die erfolgreiche Arbeit fortsetzen wollten.

Zum Abschluss  des Projekts wurde ein Magazin erarbeitet, das jetzt in einer Online-Fassung in deutscher und ukrainischer Fassung vorliegt. In dem Magazin wird aus der Perspektive beider Städte erläutert, weshalb zivilgesellschaftliches Engagement von so großer Bedeutung ist, die beiden Partnerstädte und ihre gemeinsame Geschichte werden vorgestellt, aus beiden Städten werden je fünf Organisationen exemplarisch präsentiert. Im Anhang findet sich ein eine Zusammenfassung der Projektergebnisse sowie eine Liste der 50 Organisationen aus Oberhausen, die sich an der Online-Umfrage beteiligt haben sowie 20 der Organisationen aus Saporishja, die an einem Austausch interessiert sind.
„Das Magazin ist ein sehr gutes Hilfsmittel für die weitere Zusammenarbeit der beiden Partnerstädte, denn es enthält alle wichtigen Informationen,“ erklärt Kulturdezernent Apostolos Tsalastras. 

Hier finden Sie die pdf-Versionen des Magazins in deutscher und ukrainischer Sprache.