Kooperationsvereinbarung befördert Integration durch Sport
22.04.2026 - Integration durch Sport hat in Oberhausen seit Jahren einen festen Stellenwert. Die Stadt Oberhausen und der Stadtsportbund Oberhausen arbeiten eng zusammen, um die integrativen Potenziale des Sports gezielt zu nutzen und weiterzuentwickeln. Um diese bewährte Zusammenarbeit zu stärken und strategisch auszubauen, wurde im vergangenen Jahr eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen für eine langfristig angelegte und systematische Zusammenarbeit. Ziel ist es, insbesondere Menschen mit Einwanderungsgeschichte den Zugang zum organisierten Sport zu erleichtern und ihre aktive Teilhabe zu fördern. Wie diese Zusammenarbeit konkret aussieht, wurde im Rahmen eines Treffens von Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Oberhausen, des Stadtsportbundes sowie weiterer Partner am Dienstag, 21. April, auf der Sportanlage der DJK Adler Oberhausen deutlich.
Sportdezernent Jürgen Schmidt (2.v.l.), SSB-Präsident Manfred Gregorius (l.), Lale Arslanbenzer (Bereichsleiterin Kommunales Integrationszentrums, vorne 2.v.r.) mit der Mädchenmannschaft sowie Vertretern und Vertreterinnen des Vereins, des Jugendclubs Courage, des SSB und der Stadt Oberhausen. (Foto: Stadt Oberhausen)
Hierzu erläutert der zuständige Beigeordnete Jürgen Schmidt: „Sport übernimmt eine gesellschaftliche Schlüsselfunktion: Er bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, schafft Begegnungen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Vor diesem Hintergrund werden in Oberhausen bereits gezielt niedrigschwellige Sportangebote entwickelt und interkulturelle Öffnungsprozesse angestoßen. Gleichzeitig soll die integrative Wirkung des Sports künftig noch stärker in der Stadtgesellschaft sichtbar gemacht und weiter vorangetrieben werden.“
Die Umsetzung dieser Zielsetzungen erfolgt im Rahmen eines gemeinsamen Netzwerks, welches durch das Kommunale Integrationszentrum koordiniert wird. Gemeinsam mit dem Stadtsportbund und den angeschlossenen Vereinen werden Angebote geplant, weiterentwickelt und bedarfsgerecht umgesetzt.
Bei dem Termin am Dienstag stand im Mittelpunkt ein gemeinsames Projekt der DJK Adler Oberhausen und des Jugendclub Courage, bei dem eine Mädchenmannschaft aufgebaut wird. „Das Angebot in diesem Verein zeigt exemplarisch, wie Sport als niedrigschwelliger Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe genutzt werden kann“, so SSB-Präsident Manfred Gregorius. Neben der sportlichen Aktivität stehen vor allem Gemeinschaft, Begegnung und Austausch im Fokus.
Die enge Verzahnung der beteiligten Akteurinnen und Akteure schafft dabei die Grundlage, um bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und nachhaltige Impulse für das Zusammenleben in der Stadt zu setzen. Der organisierte Sport übernimmt dabei eine wichtige gesellschaftliche Brückenfunktion, indem er Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenführt und das interkulturelle Miteinander im Alltag stärkt.