Einbürgerungsempfang im Stadttheater Oberhausen
Ein Fest der Vielfalt und Wertschätzung
18.02.2026 - Zu einem festlichen Einbürgerungsempfang im Studio des Stadttheaters wurden die „neuen“ Oberhausener Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die im letzten Jahr bis Oktober eingebürgert wurden. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 390 Personen aus 27 Herkunftsländern eingebürgert, die Altersspanne dabei reichte von 18 Monaten bis 67 Jahren.
Zahlreiche Menschen folgten der Einladung in Begleitung von Familie sowie Freunden und nahmen an den Feierlichkeiten teil, die mit Musik, Tanz und Kultur einen besonderen Rahmen bot. Die Veranstaltung, die vom Kommunalen Integrationszentrum in Kooperation mit dem Theater organisiert wurde, war nicht nur ein Zeichen der Anerkennung für die neuen Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ein herzliches Willkommen in der Oberhausener Stadtgesellschaft.
Bereits beim Empfang war die herzliche Atmosphäre spürbar: Menschen unterschiedlichster Herkunft tauschten Erfahrungen aus und teilten ihre Freude über diesen bedeutenden Schritt in ihrem Leben. Vor allem zum Abschluss der Veranstaltung nutzten viele Anwesende die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und ihre persönlichen Geschichten zu teilen – Geschichten von Herausforderungen und Integrationsbemühungen, aber auch von Dankbarkeit und Freude darüber, in Oberhausen eine neue Heimat gefunden zu haben. Die Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Hintergründe machten die Veranstaltung zu einem echten Fest der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts. Die Freude und der Stolz, nun offiziell Teil der Stadtgemeinschaft zu sein, waren in vielen Gesprächen deutlich zu spüren.
Ein besonderer Moment des Abends war der Beitrag der Intendantin des Theaters, Dr. Kathrin Mädler, die die Eingebürgerten einlud, nicht nur Zuschauer der Kultur zu sein, sondern sie aktiv mitzugestalten. „Das Theater ist ein offener Ort der Stadtgesellschaft. Wir freuen uns sehr, dass sie unsere Stadtgesellschaft bereichern. Ich lade Sie herzlich ein, nicht nur Kultur zu erleben, sondern auch ein Teil davon zu werden. Viel Glück und Erfolg in Oberhausen“.
Auch in den weiteren Ansprachen wurde deutlich, dass mit der Einbürgerung nicht nur das Recht auf Mitwirkung und Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse erlangt wird, sondern zudem eine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Stadt entsteht.
Oberbürgermeister Thorsten Berg betonte: „Ich begrüße Sie zu unserem Einbürgerungsempfang ganz herzlich. Die Einbürgerung ist ein bewusstes Bekenntnis zu unserem Land, zu unserer Demokratie und zu unserer Stadt. Mit der deutschen Staatsangehörigkeit gehen Rechte und Pflichten einher – insbesondere das Recht, politisch mitzuwirken, zu wählen und mitzugestalten. Und dass wir diesen Empfang im Theater durchführen, ist kein Zufall. Denn auch das Theater steht für kulturelle Teilhabe, für Offenheit, für Austausch und für Vielfalt. Sie bereichern unsere Stadt und ich wünsche mir, dass Sie sich hier zu Hause fühlen“.
Nagihan Erdaş vom Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration betonte: „Die Einbürgerung ist eine Entscheidung für unseren Staat und unsere Werte, politisch und mit allen Rechten und Pflichten“. Ihre Worte trafen auf offene Ohren, denn viele der Anwesenden empfinden die Einbürgerung als einen wichtigen Schritt in ein neues Kapitel ihres Lebens – mit neuen Rechten, neuen Möglichkeiten, aber auch neuen Pflichten.
Bereits im vorletzten Jahr haben das Kommunale Integrationszentrum und die Einbürgerungsstelle ein neues Konzept für Oberhausen ausgearbeitet, um den Verwaltungsakt der Einbürgerung in einem würdigen und feierlichen Rahmen zu gestalten. Neben dem feierlichen Empfang im Theater finden inzwischen regelmäßige Übergaben von Einbürgerungsurkunden im Trausaal des Technischen Rathauses in Sterkrade statt – ein Ort, der ebenso wie das Theater für besondere Lebensmomente steht.



