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12. November 2019
20:00 Uhr

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Lebenssituationen

890.000 besuchten die Ausstellung im Gasometer

Nach dem Ausstellungsende beginnt nun die Sanierungspause

Alpenglühen am Matterhorn im Gasometer Oberhausen (Foto: Thomas Machoczek)

Alpenglühen am Matterhorn im Gasometer Oberhausen (Foto: Thomas Machoczek)

Am 27. Oktober endete die Ausstellung „Der Berg ruft“ im Gasometer Oberhausen. Mit rund 890.000 Besuchern ist sie die dritterfolgreichste Ausstellung im Oberhausener Industriedenkmal. Mehr Besucher lockten nur die Vorgängerin „Wunder der Natur“ und „Sternstunden“ im Kulturhauptstadtjahr 2010 an. „Ein wirklich großartiger Erfolg. Dass wir dies mit einer thematisch recht fokussierten Ausstellung geschafft haben, belegt die anhaltend große Strahlkraft des Gasometers weit über die Region hinaus“, freut sich Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH.
 

Höhepunkt von "Der Berg ruft" war eine monumentale, 17 Meter hohe Matterhorn-Skulptur, die mit aufwändigen Projektionen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Berg in unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten zeigte und sich im Fußboden der obersten Gasometer-Ebene spiegelte. Die Besucher hatten dort die Gelegenheit, aus der Vogelperspektive auf den bekanntesten Gipfel der Alpen herabzublicken.

Die vom Anfang dieses Jahres verstorbenen Prof. Peter Pachnicke kuratierte Ausstellung führte in großformatigen Bildern durch die große Vielfalt der Berge und erzählte von der ewigen Faszination, die diese imposanten Welten in kargen Höhen und dünner Luft auf uns Menschen ausüben. Sie ließ ihre Besucher an legendären Erstbesteigungen teilhaben, berichtete von großartigen Triumphen und dramatischen Niederlagen und erzählte von der jahrtausendealten Ehrerbietung, mit der Menschen den Bergen begegnen.

Bergsteigerlegenden wie Reinhold Messner, Gerlinde Kaltenbrunner, Hans Kammerlander und Stefan Glowacz waren im Rahmen des umfangreichen Begleitprogramms zu „Der Berg ruft“ im Gasometer Oberhausen zu Gast. Allein rund 3355 Führungen durch die Ausstellung wurden gebucht.

In den Zeitraum der Ausstellung fielen in diesem Jahr auch die Feierlichkeiten zum 90. Bestehen des Gasometer Oberhausen und das Jubiläum zu 25 Jahren als höchste Ausstellungshalle Europas.

Mit dem Ende der Ausstellung „Der Berg ruft“ beginnen im und rund um den Gasometer Oberhausen nahtlos die Vorbereitungen für die dringend notwendige Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Gasspeichers, die über ein Jahr dauern werden.

Der Start der nächsten großen Ausstellung ist für das Frühjahr 2021 geplant.

Europas höchste Ausstellungshalle

Der Gasometer Oberhausen, 117,5 Meter hoch, wurde 1929 in Betrieb genommen und ist heute Wahrzeichen der Stadt, beeindruckendes Dokument der Bau- und Technikgeschichte und spektakulärer Veranstaltungsort. Seit 1994 ist er ein kaum mehr weg zu denkender Bestandteil der Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Mit über sieben Millionen Besuchern in den bisher vierzehn großen Ausstellungen steht der Gasometer Oberhausen stellvertretend für den lebendigen Wandel der Region. Hinzu kommen zahlreiche Theateraufführungen und Konzerte, Lesungen und Vorträge, in denen der einstige Gasspeicher das einzigartige Raumerlebnis in seinem Inneren unter Beweis gestellt hat. Vom Dach dieser „Kathedrale der Industrie“, zu erreichen über den gläsernen Panoramaaufzug, bietet sich der Ausblick über das gesamte westliche Ruhrgebiet.

 

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