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NRW-Familienministerin Paul würdigt Oberhausener Leuchtturmprojekt „Wir im Revier”

Erfolgsgeschichte der kommunalen Präventionskette: Fünf Jahre „kinderstark – NRW schafft Chancen” zeigen Wirkung

Oberhausen, 21.08.2025 - Gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Schranz hat NRW-Familienministerin Josefine Paul am Mittwoch, 20. August, das innovative Projekt „Wir im Revier” in Oberhausen besucht. Vor Ort informierte sich die Ministerin über die erfolgreiche Unterstützung armutsgefährdeter Familien in Oberhausen. Der Besuch fand im Rahmen ihrer Sommertour zum fünfjährigen Jubiläum des Landesprogramms „kinderstark – NRW schafft Chancen” statt.

Das Oberhausener Projekt steht exemplarisch für eine gelungene kommunale Präventionskette, die Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren frühzeitig und niedrigschwellig unterstützt. Durch die engmaschige Verzahnung von Kita-Sozialarbeit und Frühen Hilfen in einem Netzwerk aus Kindertageseinrichtungen, den Fachstellen des Jugendamtes, dem Bereich Chancengleichheit und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, werden armutsgefährdete Familien dort erreicht, wo sie sich täglich aufhalten – direkt in den Oberhausener Familienzentren.

„Jedes Kind verdient einen guten Start, unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten seiner Familie – in Oberhausen genauso wie überall. Mit ‚Wir im Revier’ gehen wir einen konsequent präventiven Weg: Wir warten nicht, bis Probleme entstehen, sondern handeln frühzeitig”, betont Oberbürgermeister Daniel Schranz. „Ich danke allen, die sich dafür engagieren, dass dieser Ansatz funktioniert: in den Kindertageseinrichtungen, bei der Stadtverwaltung, den freien Trägern und dem Land NRW, das uns durch das Programm ‚kinderstark’ verlässlich unterstützt.“

Landesprogramm als verlässlicher Partner

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bereits in der Pilotphase des Vorgängerprojekts „Vier im Revier” (2020-2024) konnten 2.958 Erwachsene und 3.651 Kinder von begleiteten Familien erreicht werden. Insgesamt wurden 5.016 Einzelberatungen durchgeführt und 143 Gruppenangebote realisiert – mit einem klaren Fokus auf besonders benachteiligte Familien. Auf Basis der erfolgreichen Pilotphase erweiterte das Oberhausener Jugendamt die Angebote in dem Nachfolgeprojekt „Wir im Revier“ auf mehr Standorte und alle Sozialräume, um eine flächendeckende und nachhaltige Präventionskette in Oberhausen zu erreichen.

Das Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen” stellt der Stadt Oberhausen für 2025 insgesamt 231.603 Euro zur Verfügung. Diese Mittel ermöglichen es, strukturbildende Maßnahmen zu finanzieren und die Vernetzung von Fachkräften und Angeboten in sozial benachteiligten Quartieren zu stärken.

„Das Engagement des Landes NRW durch das Förderprogramm ‚kinderstark’ ist für uns von unschätzbarem Wert”, erklärte Julia Pietrasch, Bereichsleiterin Chancengleichheit der Stadt Oberhausen. „Es ermöglicht uns, nachhaltige Strukturen aufzubauen und präventiv zu arbeiten und zwar genau dort, wo es am dringendsten benötigt wird.”

Ministerin würdigt Oberhausener Präventionskette

Familienministerin Josefine Paul lobte die Oberhausener Präventionskette bei ihrem Besuch: „Prävention und ein gutes und gesundes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Mit ‘kinderstark – NRW schafft Chancen’ stellt das Land in diesem Jahr rund 15 Millionen Euro zur Verfügung, um Prävention in den Kommunen zu stärken und Familien und Kinder niedrigschwellig zu begleiten. Die Stadt Oberhausen verfügt hier über einen exzellenten Ansatz, indem es die Beratungsangebote vor Ort wirksam vernetzt und so ganz lebensnahe, facettenreiche Hilfestellung bietet. Ich freue mich sehr darüber, dass das Landesprogramm inzwischen beispielgebend für viele andere Bundesländer geworden ist, um die Kommunen beim Auf- und Ausbau von Präventionsketten zu unterstützen. Aufwachsen und das Alltagsleben von Familien findet vor Ort statt.“

Erfolgsrezept: niedrigschwellige Angebote und Vernetzung

Das Erfolgsrezept von „Wir im Revier” liegt in der Kombination verschiedener Ansätze. Die Kita-Sozialarbeit übernimmt dabei eine wichtige Lotsenfunktion und organisiert Gruppenangebote, während aufsuchende pädagogische Familienbegleitung im Rahmen der Frühen Hilfen individuelle Unterstützung bietet. So kann zielgerichtete Unterstützung dort angeboten werden, wo Familien sich ohnehin aufhalten, in der Kindertageseinrichtung ihres Vertrauens.

Ein wichtiger Baustein des Projekts ist die enge Zusammenarbeit der Kindertageseinrichtungen und der Regionalteams der Erzieherischen Hilfen mit multiprofessionellen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Diese Kooperation ermöglicht es, verschiedene Kompetenzen zu bündeln und ein umfassendes Unterstützungsnetzwerk für Familien aufzubauen.

„Wir erreichen Familien, die sonst möglicherweise keinen Zugang zu Unterstützungsangeboten gefunden hätten”, erklärte Michaela Jansen, Einrichtungsleitung der städtischen Kindertageseinrichtung Lirich. „Die Kinder und Eltern kennen uns bereits, das Vertrauen ist da. So können wir frühzeitig helfen, bevor Probleme zu groß werden.”

Präventionskette mit Weitblick

Die kommunale Präventionskette in Oberhausen orientiert sich konsequent an der kindlichen Biografie – von der Geburt bis ins junge Erwachsenenalter. Ziel ist es, alle relevanten Akteure aus Bereichen wie Inklusion, kultureller Bildung, Berufsförderung und Jugendhilfe zu vernetzen und zu koordinieren. „Mit unserem Ansatz der kommunalen Präventionskette können wir dazu beitragen, dass aus Kindern starke junge Menschen werden“, betont Oberbürgermeister Schranz: „Das ist nicht nur eine Investition in die Zukunft dieser Kinder, sondern in die Zukunft unserer Gesellschaft als Ganzes.”


Willkommen im Regenbogencafé – ein Ort für bunte Begegnungen!

Logo Regenbogen Cafe

Unser Regenbogencafé ist ein gemütlicher Treffpunkt für Regenbogenfamilien und alle, die auf dem Weg dorthin sind. In herzlicher Atmosphäre laden wir zum Austausch, Vernetzen und Wohlfühlen ein.

Hier ist Raum für Fragen, Gespräche, Unterstützung und neue Freundschaften – offen, respektvoll und familienfreundlich. Ob mit Kinderwagen, Partner*in oder ganz allein – komm vorbei und werde Teil unserer vielfältigen Gemeinschaft!

Hier findest du die Termine:

Starttermin ist der 12. November 2025

Danach findet das Café immer jeden zweiten Mittwoch im Monat statt.  (10.12.2025, 14.01.2025, 11.02.2025…) immer ab 16:30 Uhr

Weitere Infos gibt es hier.  


Ehrenamtscafés laden zum Kaffeeklatsch ein

Zeigt Logo beo-Netzwerk
Loge des Netzwerks beo

Das Ehrenamtscafé des Netzwerks Bürgerschaftliches Engagement in Oberhausen (beo) lädt am 19.11.2025 zum Kinder- und Kleidermarkt im Haus Abendfrieden, Dieckerstr. 65, 46047 Oberhausen, zum Kaffeeklatsch ein. Unter dem Motto „beo trifft Ehrenamt beim Kaffeeklatsch" sind interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ins Café kommen. 

Die beo-Cafés schaffen Raum für Begegnungen und Gespräche zum Thema Ehrenamt. Ob Jung oder Alt, hier kommen alle zusammen, um sich über ehrenamtliche Möglichkeiten zu informieren, Ideen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam eine gute Zeit zu haben. 

Ziel der Veranstaltungen ist es, Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren, welche verschiedenen ehrenamtlichen Möglichkeiten in Oberhausen bestehen. In einer gemütlichen Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen können die Besucherinnen und Besucher sich mit erfahrenen Ehrenamtlichen austauschen und herausfinden, welches Ehrenamt am besten zu ihren Interessen und Fähigkeiten passt. Für weiterführende Informationen über das Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Oberhausen (beo) steht eine Webseite zur Verfügung. 

Die beo-Cafés finden über das Jahr verteilt statt. 

Der Nächste Termine: 

19. November 2025 Haus Abendfrieden, Dieckerstr. 65, 46047 Oberhausen
Für Interessierte besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen individuellen Beratungstermin mit Malina Bardenheuer, Inga Dander oder Jacqueline Hoffmann von der Ehrenamtsstelle der Stadt Oberhausen im Bereich Chancengleichheit zu vereinbaren. Die Kontaktdaten und weitere Infos finden Sie hier

Kontakt

Stadt Oberhausen
Bereich Chancengleichheit
Schwartzstr. 73
46045 Oberhausen

Telefon: 0208 825-2050
Fax: 0208 825-5030
E-Mail: chancengleichheit@oberhausen.de