Ripshorster Brücke eingeweiht
Aufatmen in Borbeck. Nach einer Bauzeit von rund 18 Monaten haben mehrere tausend Bürger die Eröffnung ihrer neuen Brücke an der Ripshorster Straße gefeiert. Sie kann damit nach fünf Jahren wieder als wichtige Verbindung zwischen Alt-Oberhausen und Essen-Borbeck und Frintrop genutzt werden.
Angesichts der zahlreichen Hürden und Hindernisse, die dem Brückenneubau im Wege standen, bezeichnete Oberbürgermeister Klaus Wehling fünf Jahre „als akzeptablen Zeitraum“: Mit Hartnäckigkeit, Kreativität und Kraft wurde im Oberhausener Rathaus für ein Projekt gekämpft, das in Essen und beim Land lange nur wenig Beachtung fand.
Zusammenfassend betonte Wehling: „Die Brücke steht! Sie ist ein Symbol für das Verbindende und sie ist zugleich ein neues Wahrzeichen für den Stadtteil. Wir sollten uns alle freuen, dass die Wege wieder so kurz sind wie vor der Sperrung - nur moderner und schöner.“
Zum Hintergrund: Wegen des maroden Zustandes hat die Stadt Essen die Brücke im April 2004 für den motorisierten Verkehr gesperrt, lediglich Fußgänger und Radfahrer konnte sie weiter nutzen. Unmittelbar betroffen waren rund 5.000 Bürgerinnen und Bürger in Oberhausen-Borbeck. Große Umwege musste auch der öffentliche Personennahverkehr in Kauf nehmen.
Eigentümerin des 135 m langen Brückenbauwerkes über die Köln-Mindener-Eisenbahnstrecke an der Ripshorster Straße war zunächst Thyssen Krupp, bis die LEG im Jahr 1994 diese Brücke übernommen hat.
Für die Stadt Essen hatte der erforderliche Brückenneubau am Rande ihres Stadtgebiets keine Priorität. Die Stadt Oberhausen übernahm darum im Interesse der Borbecker das marode Brückenbauwerk in ihre Verantwortung. Voraussetzung war eine Gebietsänderung und die Übernahme der so genannten Straßenbaulast für dieses Bauwerk. Am 27. März 2006 hat der Rat der Stadt Essen dieser Vereinbarung zugestimmt.
Die Gesamtkosten für die neue Brücke, die als doppelte Sinuskurve den Strukturwandel der Region beschreiben soll, betragen rund 5,1 Mio. Euro. Der Eigenanteil der Stadt Oberhausen betrug rund 240.000 Euro zuzüglich der Planungskosten.
30. April 2009