Versorgungsträger starten im Juli mit Leitungsverlegung in der Bahnhofstraße
02.07.2026 - Als Voraussetzung für den Umbau der Bahnhofstraße zum Klima.Quartier ab Herbst 2026 müssen Versorgungsleitungen neu verlegt werden. Das ist notwendig, um Platz für den Kanalbau von Emschergenossenschaft und WBO zu schaffen. Den ersten Bauabschnitt im Bereich des Center Points hat der Wasserversorger RWW pünktlich vor der Sterkrader Fronleichnamskirmes abgeschlossen, damit das Fest wie gewohnt und im vollen Umfang ausgerichtet werden konnte. In der Steinbrinkstraße zieht RWW derzeit neue Trinkwasserrohre in bereits bestehende Leitungen. Mitte Juli beginnen die vorbereitenden Maßnahmen in der Bahnhofstraße, wo neben RWW auch Westnetz und EVO ihre Leitungen erneuern werden.
Die bestehenden Trinkwasserleitungen im Abschnitt Center Point bis Finanzstraße und Center Point bis Steinbrinkstraße Nr. 189 bleiben erhalten. In die vorhandenen Rohre zieht RWW neue Leitungen mit kleinerem Durchmesser ein. „Dieser sogenannte Rohreinzug reduziert den Tiefbauaufwand erheblich. Dadurch müssen wir deutlich weniger Flächen aufgraben“, erklärt Christoph Zenke, Abteilungsleiter Netzplanung bei RWW. Die Arbeiten in diesem Abschnitt werden voraussichtlich bis Mitte September abgeschlossen sein.
Gemeinsame Leitungsverlegung der Versorgungsträger ab Juli
Die vorbereitende Leitungsverlegung wird Mitte Juli (ab Kalenderwoche 29) in der Bahnhofstraße fortgesetzt. Zwischen Christinestraße und Center Point werden neue Leitungen in Längsrichtung verlegt. Da auch die Strom- und Gasversorgung in der Sterkrader Innenstadt modernisiert wird, werden auch die Energieversorgung Oberhausen AG (EVO) sowie Westnetz ihre Leitungen erneuern. „Damit nicht jeder Versorger seine eigene Baugrube aufmacht, bündeln wir die Arbeiten. Gemeinsam mit Westnetz und EVO haben wir unsere Baumaßnahmen ausgeschrieben, sodass nur ein Tiefbauunternehmen für alle arbeitet. Die Abläufe sind genau abgestimmt: In einem gemeinsamen Graben werden die Leitungen nacheinander verlegt: Wasser, Gas, Strom. So läuft alles koordiniert, spart Zeit und Kosten und sorgt für möglichst wenig zusätzliche Eingriffe in die Straße“, so Christoph Zenke. Die Arbeiten in diesem Abschnitt werden voraussichtlich bis Ende Januar 2027 abgeschlossen sein. Im Anschluss folgt die Leitungsverlegung im Abschnitt zwischen Zilianplatz und Christinestraße – mit dem voraussichtlichen Bauabschluss im November 2027.
Arbeiten der Versorgungsträger könnten als Wanderbaustelle ausgeführt werden
Mit dem beauftragten Unternehmen für die Leitungsverlegungen der Versorgungsträger (RWW, EVO und Westnetz) soll erörtert werden, ob eine abschnittsweise Bauausführung möglich ist. Dabei soll auch geprüft werden, ob die Arbeiten als sogenannte Wanderbaustelle umgesetzt werden können. Unabhängig von der gewählten Bauweise ist nach aktuellem Stand davon auszugehen, dass der Baustellenbereich aus Gründen der Arbeitssicherheit vollständig gesperrt und eingezäunt werden muss. Hintergrund sind insbesondere die Bewegungen von Baufahrzeugen sowie die Anlieferung und Lagerung von Baumaterialien.
Außengastro und Warenauslage werden weiterhin geduldet
Die vom zweiten Bauabschnitt betroffenen Gewerbetreibenden (Bahnhofstraße ab Kreuzung Christinestraße bis Center Point) wurden bereits darüber informiert, dass die bestehenden Sondernutzungserlaubnisse für Außengastronomie und Warenauslagen ab Ende der Fronleichnamskirmes aufgrund der anstehenden Bauarbeiten entfallen. Um fertiggestellte oder aktuell nicht betroffene Bereiche möglichst weiter nutzbar zu halten und die Auswirkungen auf Gewerbetreibende sowie Besucherinnen und Besucher der Innenstadt so gering wie möglich zu halten, dulden die Projektbeteiligten eine Nutzung der Außengastronomie sowie die Warenauslage weiterhin, bis die Baustelle tatsächlich vor dem entsprechenden Ladenlokal angekommen ist.
Auch die Telekom erneuert in der Bahnhofstraße ihre Leitungen. Unabhängig von RWW, EVO und Westnetz hat der Glasfaserausbau Ende Juni bereits begonnen und wird voraussichtlich bis spätestens August fertiggestellt.
Bei Fragen rund um die Leitungsverlegungen und zum Gesamtprojekt Klima.Quartier Sterkrade können sich Interessierte jederzeit unter der E-Mail-Adresse klimaquartier@oberhausen.de melden. Alle Infos und Neuigkeiten zum Projekt gibt es unter www.klimaquartier-sterkrade.de, auf Facebook (@Klima.Quartier Oberhauen-Sterkrade), Instagram (@klimaquartier_sterkrade) und im WhatsApp-Kanal (Anmeldung unter www.bit.ly/klimaquartier-whatsapp).
Hintergrund:
Das Klima.Quartier Oberhausen-Sterkrade ist ein Modellprojekt für die klimaresiliente Umgestaltung und Stadtentwicklung im Ruhrgebiet. Die Bahnhofstraße als Lebensader des Stadtteils und ihre Umgebung werden aktiv auf den Klimawandel vorbereitet und somit fit gemacht für die Zukunft. Durch den blau-grünen Wandel entsteht eine Innenstadt, die gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen gewappnet ist – und letztlich zu einem lebenswerten Ort für uns alle wird. Hinter den Maßnahmen für Klimaresilienz, Stadterneuerung und Kanalbau an der Bahnhofstraße stehen die Stadt Oberhausen, die Emschergenossenschaft, die Zukunftsinitiative Klima.Werk und die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO), die die vier Teilprojekte gemeinsam planen und aufeinander abstimmen. Die Emscher-Wassertechnik GmbH begleitet das Gesamtvorhaben als zentrale Projektsteuerung.