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Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und
Protestmarsch 2019

 

 

Protestmarsch 2019                                                                                                   Bild: Bereich Chancengleichheit

Am letzten Wochenende wurde es in Oberhausen wieder laut und bunt: Zum 7. Mal wurde der Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung begannen. Seien es Regen oder Wind, Unterstützer des dreizügigen Protestmarsches trotzten allen Hürden und demonstrierten am Samstag in der Sterkrader Innenstadt für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Mit Plakaten, Bannern und Megaphonen wurden die Besucher/-innen, des gleichzeitig stattfindenden Sterkrader Spiel- und Sportwochenendes, auf die Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht.

„Wir sind hier, weil wir sagen, behinderte Menschen müssen die gleichen Rechte haben, wie nicht behinderte. Und das ist in Oberhausen noch immer nicht erreicht. Das muss man mal deutlich sagen.“, sprach Herr Wörmann, Geschäftsführer der Alsbachtal gGmbH, auf der Bühne im Namen der Anwesenden. Herr Kösling, SPD-Sprecher im Beirat für Menschen mit Behinderung, erklärte: „Wenn der Rollstuhl in unserer Gesellschaft so selbstverständlich ist, wie der Selfie-Stick des Handys dann haben wir unser Ziel erreicht. Lasst uns zusammen daran arbeiten.“ Die Zuschauer/-innen honorierten den Einsatz mit Applaus und die Feuerwehr der Stadt Oberhausen lud anschließend alle Beteiligten auf ein Getränk ein.

Am Folgetag, Sonntag den 5. Mai 2019, luden die Stadt Oberhausen, das Zentrum Altenberg und das LVR-Museum zum Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und zum LVR-Museumsfest ein. Frau Costecki, Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin des Büros für Chancengleichheit der Stadt Oberhausen, betont in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit einer gemeinschaftlichen Forderung nach Inklusion und die Einbeziehung der Gesellschaft: „Bringt den Gedanken der Inklusion genau dahin, wo die Menschen sind. Denn genau das wollen wir. Wir wollen gemeinsam agieren und wir wollen zeigen, dass es auch einfach nur gemeinsam geht.“.

Ganz im Zeichen des diesjährigen Mottos von Aktion Mensch „#MissionInklusion - Die Zukunft beginnt mit dir“ stellten Oberhausener Organisationen und Verbände, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderung tagtäglich einsetzen, über 30 Stände auf die Beine. So konnten sich kleine und große Besucher/-innen, ob mit oder ohne Behinderung, informieren lassen und tolle Aktionen mitmachen: Hüpfburg, Kinderschminken, Airbrush-Tattoos, Glücksrad und vieles mehr. Insbesondere die lodernden Flammen der Schmiede des LVR-Museums brachten viele Augen zum Staunen. Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm wurde von Herrn Thorsten Krappa moderiert, der einfühlsam mit Betroffenen über die Belange von Menschen mit Behinderung sprach. Abgeschlossen wurde der Aktionstag mit der integrativen Disco „Nobody is perfect“, die mehrmals im Jahr stattfindet und jeden zum Tanzen einlädt.


Dritter Inklusionspreis der Stadt Oberhausen und der Arbeitsagentur Oberhausen wurde am 9. Dezember verliehen

 

V.l.n.r.: Britta Costecki (Leiterin des Bereichs Chancengleichheit der Stadt Oberhausen), Jörg Engels (Betriebsleiter Café & Bistro Jahreszeiten), Viola Schneider (Servicekraft im Café & Bistro Jahreszeiten), Katrin Engels (Betriebsleiterin Café & Bistro Jahreszeiten), Jürgen Koch (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen)
Foto: Katja E. Hübner

Bereits zum dritten Mal wurde am gestrigen Montag der Inklusionspreis der Stadt Oberhausen und der Arbeitsagentur Oberhausen verliehen. Arbeitsagentur und Stadt würdigten damit besonders gelungene Beispiele für die Inklusion von Menschen mit einer Behinderung. Die sieben nominierten Unternehmen zeigen beispielhaft, wie Inklusion in unterschiedlichen Branchen der Arbeitswelt bereits gelebt wird. In diesem Jahr überreichten der Oberbürgermeister Daniel Schranz und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Oberhausen, Jürgen Koch, den Inklusionspreis an den Oberhausener Gastronomiebetrieb Café & Bistro Jahreszeiten.

„Die Potenziale von Menschen mit Schwerbehinderung werden an manchen Stellen unserer Gesellschaft leider immer noch unterschätzt. Die heute für den Inklusionspreis nominierten Unternehmen zeigen jedoch, dass es auch anders geht. Sie nutzen die Begabungen und Fähigkeiten der behinderten Menschen bereits auf beispielhafte Weise und erfahren dadurch eine Bereicherung ihrer Firmenkultur. Bedanken möchte ich mich nicht nur beim Sieger des 3. Inklusionspreises, sondern bei allen Teilnehmern des Wettbewerbs und bei allen, die den Weg der Inklusion mitgehen“, sagte Oberbürgermeister Daniel Schranz. Er lobt die nominierten Unternehmen, die ihre unternehmerische Verantwortung auf sehr vorbildliche Weise wahrnähmen und Wege suchten, die manchmal auch kurvenreich sein können, um Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig in vielen Fällen Fachkräfte zu binden.

„In Oberhausen sind rund 700 schwerbehinderte Menschen arbeitslos, davon mehr als die Hälfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung. Wir haben hier also durchaus gutes Potenzial für die Betriebe“, betont Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen. „Damit es zur Einstellung kommen kann, muss der Inklusionsgedanke beim Unternehmer stimmen - und dies repräsentiert die Preisträgerfirma in allen Belangen. Die Hinwendung zu den einzelnen Menschen und ihren individuellen Handicaps zeichnet sie aus. Als Gast des Cafés Jahreszeiten habe ich selbst erlebt, dass dort der Mensch und seine Umarmung im Mittelpunkt steht. Nicht zuletzt das, hat die Jury alles in allem überzeugt.". Die Jury setzt sich aus unterschiedlichsten Akteuren in diesem Themenfeld zusammen - der Preis von 1.000 Euro wird durch die Stadt Oberhausen und die Agentur für Arbeit finanziert.

Weitere nominierte Betriebe in diesem Jahr:

  • Intego Gemeinützige Gesellschaft für Integration Oberhausen mbH
  • Fraunhofer-Institut für Umwelt Sicherheits- u. Energietechnik UMSICHT
  • Gemeinnützige Friedensdorf Betriebsgesellschaft mbH
  • Ruhrwerkstatt Kultur-Arbeit im Revier e.V.
  • Milch und Honig Pflegepartner GmbH
  • AMEVIDA SE Niederlassung Oberhausen

Alle Unternehmen erhalten eine Urkunde sowie Freikarten zur Messe „RehaCare 2020“ in Düsseldorf. „Der Inklusionspreis ist eine schöne Auszeichnung, die Tradition werden soll in Oberhausen, so dass wir uns bereits jetzt auf die 4. Verleihung im nächsten Jahr freuen“, betont Britta Costecki, Leiterin des Bereichs Chancengleichheit der Stadt Oberhausen.

Im Café & Bistro Jahreszeiten gibt es aktuell 10 Beschäftigte, davon 4 Personen mit einer Schwerbehinderung und drei weitere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Diese können sich in dem Sterkrader Gastronomiebetrieb mit ihren Stärken einbringen und werden unterstützt und gefördert.

„Bei uns wird jeder so angenommen wie er ist, mit all seinen Talenten und Fähigkeiten, aber auch seinen Handicaps. Damit sich jeder mit seiner Arbeitskraft einbringen kann, gehen wir alle Wege, die möglich sind, um unsere Beschäftigten zu unterstützen“, betonen Katrin und Jörg Engels, Betriebsleiter des Café & Bistro Jahreszeiten. „Auch untereinander hilft man sich. Ganz nach dem Motto: Es gibt Dinge die kannst Du und es gibt Dinge, die kann ich, gleichen die Kollegen Mankos eines anderen wieder aus. So haben wir eine Kollegin, die nicht in der Hocke arbeiten kann. Sie fragt dann einen Kollegen um Hilfe mit den Worten 'Sei Du mein Knie!' Und davon gibt es viele Beispiele bei uns. Wir können eben nicht ‚normal‘! Denn wer will schon normal sein?“

Informationen zur Situation der schwerbehinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt:

In Oberhausen haben 11,4 % der Bevölkerung eine Schwerbehinderung. Dies liegt über dem Landesdurchschnitt von 10,1 Prozent. Von den Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren zählen 7,0 Prozent zu den schwerbehinderten Menschen (NRW: 6,5 %). In Oberhausen gab es 2017 (aktuellste Zahlen) 311 Arbeitgeber mit der Pflicht, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen (2016 waren es 307 Unternehmen).

Die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen nahm 2017 leicht ab. So waren 2.310 Menschen mit einem Handicap beschäftigt, das waren 0,6 % weniger als im Vorjahr.

Nach wie vor beschäftigt die öffentliche Verwaltung die meisten schwerbehinderten Menschen. Die Besetzungsquote der Arbeitsplätze für schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen liegt in Oberhausen mit 5,46 % über der Soll-Quote von 5 Prozent.

Die Situation für die 718 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen ist in Oberhausen weiterhin schwierig - der Anteil der schwerbehinderten Menschen an der Arbeitslosigkeit lag im November bei 6,8 %. Trotz oftmals guter Qualifikationen sind Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen länger arbeitslos und das, obwohl mehr als jeder Zweite eine Tätigkeit als Fachkraft oder Experte sucht.

Pressemitteilung von der Agentur für Arbeit Essen: Nr. 47 / 2019 - 10. Dezember 2019


 

Kontakt

Stadt Oberhausen
Bereich Chancengleichheit
Inklusion
Florian Bendorf
Schwartzstraße 73
46045 Oberhausen

Tel.: 0208 825-2691
Fax: 0208 825-5030
E-Mail: inklusion@oberhausen.de

 
 

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