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19. Oktober 2018
10:00 - 17:00 Uhr

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Lebenssituationen

pro wohnen

Internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg

Ältere MigrantInnen, PendlerInnen und der demografische Wandel

Gemeinschaftsraum des Wohnprojektes mit Bewohnerinnen und Bewohnern beim Frühstück.

Gemeinschaftsraum des Wohnprojektes mit Bewohnerinnen und Bewohnern beim Frühstück.

Die Zahl der älteren MigrantInnen in Deutschland wächst stetig und wird dies in den kommenden Jahren in noch größerem Maße tun. Schätzungen gehen davon aus, dass die Zahl der über 60jährigen MigrantInnen von heute einer Million bis 2030 auf ca. 2,8 Millionen ansteigen wird (Difu 2011). Der demografische Wandel stellt eine große Herausforderung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik dar, auch in Oberhausen. Die Unterstützung und Versorgung älterer MigrantInnen erhält eine wachsende Bedeutung. Viele MigrantInnen, die in den 1960´er und 1970er Jahren nach Deutschland kamen, um hier zu arbeiten, sind älter geworden und treten nun in den Ruhestand.
 

Um auch sie bis ins hohe Alter bei einer selbstständigen Lebensführung unterstützen zu können, ist es notwendig, dass sie wissen, welche Versorgungsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote vorhanden sind und wo und wie sie entsprechende Informationen abrufen können.

Nicht nur unter den ehemaligen türkischen GastarbeiterInnen, sondern auch in anderen Zuwanderergruppen befinden sich alte und kranke Menschen, die u. a. aufgrund ihrer schlechten Deutschkenntnisse Informationsdefizite in Bezug auf das Gesundheits- und Pflegesystem aufweisen. Von diesen Zuwanderergruppen könnte nach Beseitigung der Wissenslücken eine präventive Gesundheitsvorsorge in Anspruch genommen werden und eine gesteigerte Nachfrage nach professionellen Hilfen ausgehen. Die vordringliche Aufgabe besteht u. a. in der Verbesserung der zugehenden muttersprachlichen Information und Beratung.

Um die gesellschaftliche Teilhabe von älteren MigrantInnen zu fördern und sie in die Gestaltung ihrer Umwelt einzubeziehen, sind niederschwellige, kultursensible Beteiligungsangebote und Strategien nötig, wie z.B. die Einrichtung von Kommunikations- und Begegnungsorten, die Unterstützung ethnischer Selbstorganisationen oder die Förderung von Nachbarschaften.

MigrantInnen sind an den sozialen und baulichen Maßnahmen und am Stadtteilgeschehen oft nur marginal beteiligt. Es mangelt häufig an Erfahrungen mit geeigneten Beteiligungsmöglichkeiten und –formen. Sprachliche und kulturelle Barrieren tragen dazu bei, dass MigrantInnen sich in ihre ethnischen Bezüge zurückziehen und für andere Anlässe nur schwer zu aktivieren sind.

Ältere MigrantInnen leben zum Teil in Mehrgenerationenhaushalten aber immer häufiger auch  in Ein-Personen-Haushalten. Die Ursache hierfür ist oft migrationsbedingt, d.h. der Eheparntner/die Ehepartnerin ist verstorben, die Kinder leben alleine und die Restfamilie ist nicht nach Deutschland nachgezogen. Diese Menschen leben häufig unter schlechten Wohnbedingungen und zahlen hohe Mieten. Viele von ihnen verfügen über Eigentum im Herkunftsland, pflegen  den Kontakt zu Familienangehörigen in der Heimat und pendeln zwischen ehemaliger Heimat und Deutschland.
Deutlich wird im Rahmen bislang durchgeführter Stadtteilanalysen u. a., dass die Wohnsituation der älteren MigrantInnen häufig insgesamt ungünstig ist. Eine adäquate Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit in der Wohnung ist  daher eher schwierig. 

Die Zunahme gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Alter und die damit verbundene Einschränkung der Mobilität sowie die Reduzierung des Aktionsradius führen dazu, dass Wohnung und Wohnumfeld eine höhere Bedeutung im Alter gewinnen. Langjährige räumliche und soziale Bindungen an die Wohngebiete  können wichtige Hilfsquellen sein, die wiederum entscheidend für die Aufrechterhaltung einer Selbstversorgung im Alter bedeuten können. 


Wohnen im Alter

Die Stadt Oberhausen konnte in Kooperation mit der WohnBund-Beratung NRW über das Bundesmodellprogramm  ExWoSt- Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ ein Projekt für „familien- und altengerechtes Wohnen im Quartier“, das Projekt „Pro Wohnen - internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg“ umsetzen.
Eines der Projektmodule war der Aufbau einer niederschwelligen Anlauf- und Beratungsstelle  vor Ort. Hier bieten sich für die StadtteilbewohnerInnen Möglichkeiten, sich über vorhandene Informations- und Beratungsangebote wie z.B. rund um die Themen Wohnen, Gesundheit und Pflege zu informieren. Die Anlaufstelle entwickelt sich immer mehr als Wegweiser für ältere MigrantInnen aus der Gesamtstadt.
Die klassischen Modelle, wie die Unterbringung in Alten- oder Pflegeheime ist im südländischen Kulturkreis keine verbreitete Alternative für die Versorgung im Alter. Der „Generationenvertrag“ - Kinder pflegen ihre Eltern - hat zwar mentalitätsbedingt immer noch seine Berechtigung. Aber es ist festzustellen, dass diese Versorgungsform in Deutschland perspektivisch nicht mehr umzusetzen ist. Die räumlichen Bedingungen, die Beschäftigung der Angehörigen können die Versorgung der älteren MigrantInnen auf Dauer nicht mehr gewährleisten. Zudem hat sich mit dem Erreichen des Rentenalters auch eine neue Lebensform im Alter entwickelt: das Pendeln zwischen den beiden Heimatländern. Diese Gruppe der älteren MigrantInnen, die PendlerInnen (nicht nur begrenzt auf türkische MigrantInnen) verbringen mehrere Monate im Jahr in ihren Herkunftsländern. 
So ist mit Pro Wohnen ein innovatives Wohn- und Versorgungsangebot für die älteren MigrantInnen im Quartier geschaffen worden.


Modell für Bestandswohnungen

Mit „Pro Wohnen - internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg“ konnten barrierearme und bedarfsgerechte Wohnangebote für ältere MigrantInnen und PendlerInnen in einem altersgemischten kommunalen Wohnungsbestand aus den 90´er Jahren geschaffen werden.
Ziel ist es, den älteren MigrantInnenhaushalten eine Möglichkeit zu bieten, ein kontinuierliches Wohnen in der Nachbarschaft mit ihren Familien weiterhin selbständig und selbstbestimmt leben zu können. Für die oft seit Jahrzehnten in Tackenberg lebenden MigrantInnen entstand zudem ein Angebot, die bestehenden, präventiven (gesamtstädtisch vorhandenen) Gesundheits- und Unterstützungsangebote stadtteilorientiert abrufen und vorhandene  Netzwerkstrukturen im Alter nutzen zu können.

Die Ansprüche der älteren MigrantInnen bzw. PendlerInnen sind im Vergleich zu deutschen SeniorInnen nicht sehr hoch. Das Thema Barrierefreiheit in der Wohnung nimmt keinen besonders hohen Stellenwert ein.

Nach regem Austausch mit potentiellen Mietern im Rahmen von Workshops wurde die Planung von kleinen Appartements und Wohngemeinschaften entwickelt. Die Planung der Altenwohnungen sieht separate Küchen und kleine, bezahlbare Wohnungen vor. Da die Gruppe der beteiligten älteren MigrantInnen nur über niedrige Renten (zischen 600,- und 1000,- EUR) verfügt, war die Miethöhe nur über die Wohnungsgrößen zu regulieren. Die Miete pro Quadratmeter beträgt für diese Wohnungen  ca. 5,20 EUR.


Kleine, bezahlbare Appartements

Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss konnten jeweils aus einer 96 qm Wohnung zwei kleine Appartements entwickelt werden. Obwohl aus architektonischer Sicht der Zuschnitt der Wohnungen nicht optimal ist (Durchgangszimmer), waren diese für die älteren MigrantInnen attraktiver, weil hier auf 34 qm eine separate Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer vorzufinden waren. Die Miete für diese Wohnung beträgt 258,- EUR incl. Nebenkosten.

Das zweite Wohnmodell besteht aus einer großen  Wohnküche und Schlafzimmer sowie einem Balkon. Die Wohnungsgröße beträgt 46 qm und die Miete 331,- EUR incl. Nebenkosten.
Diese Wohnmodelle konnten in kürzester Zeit an Interessenten aus dem Quartier vermietet werden.


Pendlerwohnungen

Im Rahmen des Projektes ist auch das Modell der Wohngemeinschaften entwickelt worden. In einer 96 qm Wohnung werden 3 Zimmer vermietet. Wohnzimmer, Küche, Bad und Gästetoiletten stehen zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Die Küche sowie das Wohnzimmer sind möbliert, das Bad mit einer Waschmaschine ausgestattet. Allein die Zimmer sollen von den Mietern eingerichtet werden. Geplant wurde dieses Modell für Alleinstehende, mit geringer Rente ausgestattete ältere MigrantInnen oder PendlerInnen. Hier steht die gegenseitige Unterstützung und die Vermeidung von Vereinsamung im Vordergrund. Die Miete beträgt pro Zimmer 229,- EUR incl. Nebenkosten.

Diese Wohnform ist für MigrantInnen ganz neu. Daher muss verstärkt Pionierarbeit geleistet werden, um das Modell gemeinschaftlichen Wohnens zu etablieren.


Anlaufstelle und flankierende Dienstleistungen

Das Konzept von Pro Wohnen ist nicht nur baulich ausgerichtet, sondern bedeutende Aspekte sind auch die Anlaufstelle vor Ort und das Angebot von flankierenden Dienstleistungen für die Mieter. Unter Anderem sind die Reinigung des Treppenhauses und der Gemeinschaftsflächen in den Wohngemeinschaften, die Leerung der Postkästen, die Anlaufstelle für Beratung und Information Bestandteile des Dienstleistungspaketes. Dafür wird eine Servicepauschale von 30,- EUR pro Wohneinheit erhoben.

Pro Wohnen bietet einen Gemeinschaftsraum, der offen ist für die BewohnerInnen des Wohnungsbestandes sowie für die Nachbarschaft und BewohnerInnen des Stadtteils Tackenberg. Der Informations-, Beratungs- und Treffpunkt bietet  den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit durch einen barrierefreien Zugang gut und direkt  erreichbar zu sein und die Möglichkeit sich dort mit anderen Senioren zu treffen, sich zu unterhalten, Veranstaltungen zu besuchen oder Beratungsdienste, die auch durch Kooperationspartner angeboten werden in Anspruch zu nehmen.

Der Gemeinschaftsraum ist mit einer Küche und Räumen für Beratung und Veranstaltungen ausgestattet. Ein Büro für Serviceleistungen und niederschwelligen Beratungsangebote bietet den Mietern wichtige Dienstleistungen, auf Wunsch auch in Abwesenheit der PendlerIinnen, z.B. können das sein Postempfang, Rentenangelegenheiten, Behördengänge. Auch werden geeignete Kooperationspartner in die Angebotspalette von Pro Wohnen integriert. Dazu gehört z.B. auch die Einbeziehung von Kooperationspartnern wie z.B. qualifizierte kultursensible Pflegeanbieter, Mitarbeiter von Krankenkassen, Ärzte, um zum Beispiel über gesundheitliche Vorsorge, Pflegegeld, Patientenvorsorge usw. aufzuklären.

Diese Angebote im Gemeinschaftsraum sind sehr effektiv, da die Gruppe der älteren MigrantInnen hier sehr schnell über aufgebaute Netzwerkstrukturen erreicht wird. Die intensiven Kontakte der Anlaufstelle zu Angehörigen der älteren MigrantInnen oder zu Migrantenselbstorganisationen gewährleistet, dass wichtige Informationen hier schneller und effizienter unter den älteren MigrantInnen verbreitet werden, als durch herkömmliche Informationsmedien.

Mit Pro Wohnen entstanden neue Ideen für eine kulturspezifische Versorgungs- und Infrastruktur in Tackenberg. Die MitarbeiterInnen der Anlaufstelle haben dabei eine wichtige Rolle übernommen. Durch ihre Tätigkeit in verschiedenen Gremien und Vereinen in der Stadt verfügen sie über einen hohen Bekanntheitsgrad  und viele Kontakte. Sie sind als Gesundheitsmediatorinnen geschult und können das Thema Prävention und Gesundheitsvorsorge selbst aktiv besetzen. Sie greifen  Bedarfe/Anregungen auf, vermitteln diese an zuständige Kooperationspartner oder versuchen Lösungsansätze direkt vor Ort anzubieten. Dazu zählen z.B. auch die Aktivierung von Selbsthilfepotentialen und der Aufbau von Ehrenamtstrukturen.


Pro Wohnen als Chance für Struktur- und Wirtschaftsentwicklung

In Zusammenarbeit mit den Akteuren im Quartier (örtliche Moschee, Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärten, Vereinen) konnte durch Pro Wohnen die kultursensibele Seniorenarbeit intensiviert werden.  Mitarbeiter von Sozialstationen, mobilen Diensten, Krankenkassen sowie Ärzte, konnten für Beratungen und Informationsveranstaltungen im Gemeinschaftsraum von Pro Wohnen gewonnen werden.  Weitere Dienstleitungs- und Unterstützungsangebote wie beispielsweise ein Demenzcafé, Besuchsdienst im Krankheitsfall, Hilfe bei Behördengängen, kultursensibeler ambulanter Pflegedienst konnten im Quartier etabliert werden. Pro Wohnen wird immer mehr als Ansprechpartner für ältere MigrantInnen wahrgenommen, so dass neue Dienstleistungsangebote oder Projekte im Quartier die Erfahrungen und Kontakte anfragen und ihre Kooperation anbieten. Von Pro Wohnen gehen viele Aktivitäten, Projektideen und Kooperationsansätze für das Quartier aus.

Eine Wohnungsgenossenschaft, die  in der räumlichen Nachbarschaft des Projektgebietes größere zusammenhängende Wohnungsbestände besitzt,  beabsichtigt die Erfahrungen von Pro Wohnen auf den eigenen Bestand zu übertragen. Die Methoden und Strategien  in der Beteiligung von MigrantInnen werden von vielen Kooperationspartnern gern abgefragt.

Über die Initiierung von verschiedenen Vortragsreihen und Informationsveranstaltungen werden Themen angesprochen, die neue Marktsegmente und Kundengruppen für Anbieter erkennen lassen. Beispielsweise konnte durch die Organisation von Veranstaltungen zum Thema Wohnberatung das Interesse an Maßnahmen in Bädern der Wohnungen der MigrantInnen gesteigert werden. Durch eine Präsentationsveranstaltung eines Sanitätshauses konnte die Gruppe der älteren MigrantInnen für die Produkte und Hilfsmittel interessiert und als potentielle neue Kunden gewonnen werden.


Kooperationen als wichtiger Faktor

Präventiv orientierte Informations- und Beratungsangebote für ältere MigrantInnen und die Unterstützung einer generationsübergreifenden Gemeinwesenarbeit sind wichtige Handlungsfelder in denen Pro Wohnen agiert. Versorgungslücken im Quartier werden nach wie vor aus der Perspektive der BewohnerInnen des Quartiers ermittelt und nach Möglichkeiten der Abhilfe gesucht. 

Durch die Tätigkeit in Pro Wohnen erfahren die MitarbeiterInnen reges Interesse aus der gesamtstädtischen Ebene, so dass eine aktive Teilhabe im Integrationsrat (legitimiert durch Wahlen) und in der jeweiligen Bezirksvertretung entstanden ist. Das Thema ältere MigrantInnen konnte in den entsprechenden Gremien thematisiert werden und gewinnt dadurch auch im politischen Raum  immer mehr an Bedeutung.

Die Angebote in der Anlaufstelle von Pro Wohnen konnten durch die Zusammenarbeit mit  Netzwerken bzw. Netzwerkpartnern (örtliche Moschee, Kirchengemeinden, Netzwerk Tackenberg als Verbund von Stadtteilakteuren, Stadt Oberhausen und weiteren Akteuren) aufgebaut und intensiviert werden.
Erkenntnisse, Erfahrungen, Kontakte zum Thema ältere MigrantInnen werden in diesem Kontext ausgetauscht und gemeinsame Vorgehensweisen weiter entwickelt.
Durch die Brücken- und Scharnierfunktion von Pro Wohnen, seit 2010 als eingetragener Verein tätig,  konnten auch stadtteilorientierte neue Ansätze von Beteiligungsstrategien umgesetzt werden.

Die Erfahrungen und strukturelle Vorgehensweisen sind durchaus auf andere Kommunen mit hohem MigrantInnenanteil übertragbar. Pro Wohnen steht für ein innovatives Wohn- und Dienstleistungsmodell für ältere MigrantInnen und bietet Antworten auf den demografischen Wandel.

Kontakt

Stadt Oberhausen
Büro für Chancengleichheit
-Leben im Alter-
Nese Özcelik
Schwartzstraße 73
46045 Oberhausen
Tel.: 0208 825-3967
Fax: 0208 825-9358
E-Mail: nese.oezcelik@oberhausen.de