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Lebenssituationen

Energieeinsparung / Regenerative Energien

Heizen mit Wärmepumpen 

Wärmepumpen für den Neubau - auch sinnvoll für den Altbau ?

Wärmepumpenbohrung in Oberhausen

Wärmepumpen scheinen heute in der Werbung öfter das Zauberwort für eine generell wirtschaftliche Erneuerung des Heizsystems zu sein. Auch für den Altbaubereich werden sie angeboten. Hinter dem Begriff Wärmepumpen-Heizung verbirgt sich aber eine Vielzahl von Möglichkeiten alternativer Heizsysteme. Allen gemeinsam ist die Eigenschaft, dass einem Umweltmedium wie etwa Erdreich, Grundwasser oder Luft ein Teil der dort enthaltenen Wärme entzogen wird, um sie für die Raumheizung und/oder für die Warmwasserbereitung nutzbar zu machen. Prinzipiell geht dies aber immer nur, wenn man gleichzeitig auch eine andere Energiequelle nutzt. Warum das so ist, wird hier kurz beschrieben.

Die Umweltwärme kommt nämlich nicht ganz umsonst in unsere Häuser, man muss mit weiterer Energie - zumeist mit Strom - nachhelfen. Dieses "Nachhelfen" kann aber teuer werden, wenn man die Randbedingungen nicht beachtet. Denn der Begriff "Wärmepumpe" führt leicht zu der Fehleinschätzung, da würde nur ein wenig Strom benötigt, um eben "etwas zu pumpen".

 Der Begriff führt leicht in die Irre, weil damit tatsächlich gemeint ist, dass man - bildlich gesprochen - die nicht direkt nutzbare niedrige Temperatur des Umweltmediums auf eine höhere, nutzbare Temperatur "hoch pumpt". Es müsste also eigentlich besser "Umwelttemperaturerhöhungsmaschine" heißen, was natürlich viel zu lang wäre. Mit eigentlichem Pumpen hat es wenig zu tun, außer, dass auch noch zusätzlich eine Flüssigkeit für den Wärmetransport im Kreislauf gepumpt werden muss.

Im Erdreich herrschen z.B. nur um die +10 °C (Grad Celsius) Bodentemperatur. Selbst bis in 100 Metern Tiefe, dem üblicherweise genutzten Bereich, wird es kaum wirklich wärmer. (Übrigens: das erfuhr schon früher jeder Kumpel auf dem Pütt bei Schichtbeginn, denn im Förderkorb abwärts wird es erst in mehreren hundert Metern richtig warm, viel zu tief für die normale Erdwärmenutzung).

Gefriertruhe - nur "umgekehrt"

 Die Wärmepumpe funktioniert deshalb wie eine leistungsstarke Gefriertruhe im Umkehrbetrieb, sie kühlt den etwa 10 Grad kalten Boden noch weiter ab und erhöht auf der anderen Seite die Temperatur des Heizungswassers. Man vermutet direkt richtig, dass man um so mehr Strom benötigt, je mehr man das Erdreich abkühlt und gleichzeitig das Heizungswasser in der Temperatur erhöht. Und damit wird eine entscheidende Eigenschaft von Wärmepumpen deutlich:

Wärmepumpen sind am ehesten wirtschaftlich, wenn sie in Niedrigtemperatur-Heizsystemen betrieben werden, in der Regel gelingt das nur mit einer Fußboden- oder Wandflächenheizung.

Die großen Heizflächen nämlich brauchen deutlich weniger Vorlauftemperatur als normale Heizkörper. Fußbodenheizungen sind aber in den meisten Altbauten nicht vorhanden und die Nachrüstung kann teuer werden. Aber natürlich gibt es auch bei manchen Altbauten gute Voraussetzungen, wenn z.B. generell das Heizsystem incl. der Heizkörper erneuert wird und auch die alten Fußböden saniert werden sollen. Der geplante Austausch von alten elektrischen Nachtspeicherheizungen und die gleichzeitige Sanierung von Fußböden wäre also beispielsweise eine günstige Voraussetzung, da hier sowieso eine Zentralheizung erstmalig installiert würde. Kommt gleichzeitig eine Wärmedämmung des Gebäudes zum Einsatz, so verringern sich auch die Investitionskosten für eine Wärmepumpen-Heizung, weil das System dann bei kleinerem Heizwärmebedarf auch entsprechend kleiner ausgelegt werden kann.
Für schlecht gedämmte Altbauten sind Wärmepumpen eher unwirtschaftlich.

 

Die Wärme-Quellen: Boden, Grundwasser oder sogar Außenluft ?

Welches Umweltmedium soll jedoch genutzt werden? Erdreich und Grundwasser bieten die günstigsten Voraussetzungen, weil sie auch in der kalten Jahreszeit ihr Temperaturniveau beibehalten. Außenluft dagegen ist gerade dann kalt, wenn man im Winter heizen möchte. In den wenigsten Fällen wird deshalb eine Luft-Wärmepumpe sinnvoll sein, mit der die Umgebungsluft genutzt wird. In Niedrigenergiehäusern (besser: in "Passivhäusern") nutzt man aber beispielsweise Abluft-Wärmepumpen, die Energie aus der abgeleiteten, verbrauchten Raumluft verstärkt zurückgewinnen. Dies ist dann in der Regel auch sinnvoll.

Mehrere andere Randbedingungen sind zu beachten, um einen Wärmepumpenbetrieb - insbesondere im Altbaubereich - wirtschaftlich und energiesparend zu realisieren. Die Warmwasserbereitung lässt sich z.B. sehr energiesparend durch Solarkollektoren ergänzen.

Alle Einzelheiten des Heizens mit Wärmepumpen zu beschreiben, würde aber den Rahmen dieser Veröffentlichung sprengen. Es ist deshalb anzuraten, eine unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen. Die auf den Seiten des Bereichs Umweltschutz dargestellten Angebote zur Gebäude-Energieberatung stellen hierzu eine gute Möglichkeit dar. Wer sich gesondert über den Nutzen und die Möglichkeiten von Wärmepumpen speziell bei der Nutzung von Erdwärme interessiert, kann sich auch an die Stadt Oberhauen wenden. Der Bereich Umweltschutz der Stadtverwaltung berät zu diesem Thema. Dort erfolgt auch die Antragstellung für die wasserrechtliche Erlaubnis der Anlagen (Untere Wasserbehörde). Außerdem kann dort über ein Geothermie-Computerprogramm des Geologischen Dienstes NRW ermittelt werden, welche Grundstücke im Stadtgebiet sich am ehesten für die Erdwärmenutzung eignen, denn hier gibt es teilweise Unterschiede der nutzbaren Bodenschichten. Der Bereich Umweltschutz ist bei Fragen zur Erdwärmenutzung während der Dienstzeiten in der Regel unter folgenden Telefonnummern zu erreichen:

 

Informationen und Geothermie-Abschätzung: 0208 / 825-3633

Informationen, Geothermie-Abschätzung und Erlaubnisverfahren:
0208 / 825-3587
bei der Unteren Wasserbehörde
Antragsformular zum Download hier klicken

 


Neu: Checkliste der Verbraucherzentrale NRW zu Wärmepumpen als pdf-Download  hier

E-Mail: energiesparen@oberhausen.de

Kontakt

Stadt Oberhausen
Bereich Umweltschutz
Technisches Rathaus
Bahnhofstraße 66
46042 Oberhausen
Tel.: 0208 825-3633
E-Mail: energiesparen@oberhausen.de