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Lebenssituationen

Sozialberichte

Sozialplanung und Sozialberichterstattung

In zahlreichen großen Städten in Deutschland und besonders im Ruhrgebiet wohnen viele Menschen, die sich in Lebenslagen mit erhöhtem Risiko für Armut und soziale Ausgrenzung und mit vielfältigen Unterstützungsbedarfen befinden; so auch in Oberhausen.

Überregionale Untersuchungen, wie bspw. die bundesweite Armuts- und Reichtumsberichterstattung, aber auch kommunale Analysen wie der Oberhausener Sozialbericht zeigen, dass sich die Betroffenen nicht nur ungleich auf Städte und Regionen verteilen, sondern auch innerhalb der Stadtgebiete.

Gesellschaftliche Entwicklungen, wie der demografische Wandel oder der Zuzug von Geflüchteten aus dem Ausland, aber auch Problemlagen, wie Kinderarmut, Langzeitarbeitslosigkeit und Altersarmut werden in einigen Regionen und Stadtteilen deutlicher sichtbar als in anderen. Eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung stellt die bundesweite, aber besonders die kommunale Sozialpolitik vor immer komplexere Herausforderungen.

„Ungleiches ungleich behandeln“

Der erste Oberhausener Sozialbericht 2017 konnte dazu beitragen, dass die vielfältigen Lebenslagen, in den sich die Oberhausener Einwohner*innen befinden, besser sichtbar werden. Dabei stehen besonders die Menschen im Fokus, die einem erhöhten Risiko für Armut und soziale Ausgrenzung ausgesetzt sind. Neben materiellen Unterversorgungslagen erfahren sie in ihrem Alltag häufiger Benachteiligungen, die sich auf ihre Bildungs- und Gesundheitschancen, ihre Chancen am Arbeitsmarkt und ihre gesellschaftliche Beteiligung auswirken. Langfristig können diese Benachteiligungen zur Reproduktion und Vererbung von Armut beitragen.

Die Stadt Oberhausen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Chancengleichheit der Oberhausener Einwohner*innen zu verbessern. Dabei hat sich „Ungleiches ungleich behandeln“ als hilfreiches Leitprinzip erwiesen, um die Wirksamkeit von Sozialpolitik zu steigern.

Strategische Sozialplanung und -berichterstattung als Steuerungsunterstützung

Im Oberhausener Stadtgebiet arbeiten mehrere hundert Institutionen und Akteur*innen direkt und indirekt daran, die Lebenslagen und Teilhabechancen der Oberhausener Bürger*innen zu verbessern. Sie liegen in ganz unterschiedlicher Träger*innenschaft und sind in unterschiedlichem Maße flexibel und an veränderte Bedarfslagen anpassbar.

Um ein vielfältiges aber bedarfsgerechtes Angebot für alle Stadtgebiete zu fördern, soll die integrierte Sozialplanung und Sozialberichterstattung Träger*innen unterstützender Maßnahmen und Fachplaner*innen die Standort- und Bedarfsanalyse vereinfachen. Diese können so ihre Angebote möglichst passgenau an den Lebenslagen und damit einhergehenden Bedarfen am jeweiligen Standort bzw. im Sozialraum ausrichten.

Förderanträge mit Bezug zum Sozialbericht

Der Sozialbericht und der Sozialindex stellen eine einheitliche und systematische Basis zur Steuerungsunterstützung der kommunalen Verwaltung, der Maßnahmenträger*innen und der kommunalen Sozialpolitik dar.

Mithilfe der datengestützten Analysen der Sozialstrukturen und Armutsrisiken im Oberhausener Stadtgebiet sowie deren Entwicklung können knappe Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie am nötigsten gebraucht werden. 

Darüber hinaus eignet sich der Sozialbericht zur Formulierung ganz unterschiedlicher Förderanträge.

Kontakt

Stadt Oberhausen
Bereich Soziales
Finanzen, Controlling, Planung
Sozialplanung
Concordiastraße 30
46049 Oberhausen

Carolin Trappmann
Tel.: 0208 825-9067
Fax: 0208 825-9201
E-Mail: carolin.trappmann@oberhausen.de