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Lebenssituationen

Lebenslagen von Seniorinnen und Senioren

Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Fühle ich mich in meiner Umgebung wohl? Wie weit ist der Weg zum nächsten Arzt oder zur Bahn? Um diese Fragen und die Lebenslagen speziell für Seniorinnen und Senioren ging es bei einer Befragung, die unter Federführung des Büros für Chancengleichheit durchgeführt wurde.

Vier Personen auf dem Bild Ingolf Rascher, AAL Akademie, Andrea Auner, Quartierkoordinatorin Oberhausen-Ost, Thomas Heipcke,  Quartierkoordinator Sterkrade-Nord, und Ralf Güldenzopf, Dezernent für Strategische Planung und Stadtentwicklung,  (v. li.) stellten die Auswertung zur Befragung über die Lebenslagen von Seniorinnen und Senioren in Oberhausen vor und berichteten über die Ergebnisse der Erstbefragung.

„Natürlich wollten wir gerne das persönliche Gespräch suchen, Menschen zu Hause besuchen oder auf dem Marktplatz treffen“, berichtet Thomas Heipcke, Koordinator des Quartiersbüros Sterkrade-Nord.

Da im Befragungszeitraum von März bis April 2020 persönliche Treffen aber vermieden werden sollten, griffen er und die fünf Koordinatorinnen der anderen Quartiere aus Oberhausen verstärkt zum Telefon. „Wir haben in Interview-Situationen die Bedarfe der Menschen erfahren und zu Papier bringen können“, berichtet Andrea Auner, Quartierskoordinatorin Oberhausen-Ost.

Zusammen mit Ralf Güldenzopf, Dezernent für Strategische Planung und Stadtentwicklung, und dem Forschungs- und Entwicklungsexperten Ingolf Rascher (AAL Akademie) wurde zu Beginn des Jahres ein mehrseitiger Fragenkatalog entwickelt. Nach Beendigung des Erfassungszeitraums wurden insgesamt 259 Fragebögen ausgewertet.

 

Über 90 Prozent der Befragten sind zufrieden mit ihrem Quartier und leben gerne dort. In Notlagen wissen die Seniorinnen und Senioren, dass sie auf die Hilfe ihrer Nachbarn zählen können, viele von ihnen kennen diese persönlich (76,8 Prozent). Was einladende Orte für Gespräche, Treffen oder Netzwerkaustausch anbelangt, so wünscht sich die Zielgruppe allerdings mehr Möglichkeiten im wohnungsnahen Umfeld (57,2 Prozent). Die (haus-) ärztliche Versorgung bewerteten insgesamt 52,9 Prozent mit „gut“. Rein subjektiv stellen 52,9 Prozent der älteren Befragten für sich fest, dass sie selbst bei gesundheitlichen Problemen gut in der eigenen Wohnung leben können. Informationen für sich und ihr Leben nehmen sie bei Arzt-Besuchen (48,3 Prozent) oder Apotheken (55,2 Prozent) wahr, aber auch die Quartiersbüros werden gezielt als Quelle aufgesucht (37,1 Prozent). „Es zeigt sich, die Einrichtungen sind schon jetzt - nach kurzer Zeit - bekannt und werden als Informations- und Beratungsstelle angesehen“, erklärt Rascher.

Auch auf den Bereich der Digitalisierung ist der von vielen Gremien im Vorfeld entwickelte Fragebogen eingegangen. So gaben 72,6 Prozent der befragten Zielgruppe an, dass sie technische Systeme nutzen würden. „Hier wurde speziell nach dem Hausnotruf, aber auch nach Sensoren, die Stürze melden, gefragt“, berichtet Güldenzopf. „Dennoch hat mich diese Auswertung sehr positiv überrascht. Zeigt es doch, dass die Bereitschaft, diese wertvollen Systeme zu nutzen, bereits existiert und dass es richtig war, die Bedeutung dieser Geräte zielgerichtet zu kommunizieren.“

Die sechs Quartiersbüros, die durch die Stadt Oberhausen finanziert werden und sich alle in Kooperation mit einem externen Träger befinden, können aus den Erhebungen nun wichtige Informationen für ihre weitere Arbeit ziehen.

 Auf eines der entstandenen „Aktionsfelder“ geht Thomas Heipcke bereits ein: „Durch unsere neue AWO-Begegnungsstätte schaffen wir es, Räumlichkeiten für Treffen zur Verfügung zu stellen. Auch möchten wir eigene sportliche Angebote schaffen“, so der Quartierskoordinator.

Neben kostengünstigen Räumlichkeiten zum Austausch soll ebenfalls über die Möglichkeiten ehrenamtlicher Tätigkeiten sowie über das Angebot von Vereinen, wie etwa Sport und Kultur, informiert werden.

Weitere Informationen über die Befragung und die Aktionsfelder sind über die jeweiligen Quartiersbüros möglich.