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Zweithöchste Fördersumme in NRW: Oberhausen erhält 2026 rund 15,2 Millionen Euro Städtebauförderung
Oberhausen gehört zu den großen Gewinnern des Städtebauförderprogramms 2026 des Landes Nordrhein-Westfalen: Insgesamt rund 15,2 Millionen Euro fließen in diesem Jahr nach Oberhausen. Damit erhält die Stadt die zweithöchste Fördersumme aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Die Mittel kommen den beiden Städtebaufördergebieten „Brückenschlag“ in Alt-Oberhausen (rund 10,5 Millionen Euro) sowie „Sterkrade“ (rund 4,7 Millionen Euro) zugute.
„Mit der erneuten Förderung setzt das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Stadt Oberhausen den eingeschlagenen Weg einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung fort. Die Fördermittel schaffen wichtige Voraussetzungen, um zentrale Stadträume zukunftsfähig zu gestalten, die Lebensqualität zu erhöhen und die Oberhausener Innenstädte langfristig zu stärken“, sagt Dr. Thomas Palotz, Beigeordneter für Stadtplanung, Bauen, Mobilität und Umwelt.
Größte Anteil fließt in Umgestaltung der Marktstraße
Der größte Anteil der Förderung für das Städtebaufördergebiet „Brückenschlag“ in Alt-Oberhausen fließt in den Finanzierungsabschnitt für den Umbau der Marktstraße. Dafür sind im Städtebauförderprogramm 2026 rund 10,5 Millionen Euro vorgesehen. Mit der Neugestaltung soll die zentrale Einkaufsstraße zukunftsfähig aufgestellt und ihre Bedeutung als Einkaufs-, Aufenthalts- und Begegnungsort gestärkt werden.
Bereits im Jahr 2024 waren für den ersten Finanzierungsabschnitt Mittel von rund 2,2 Millionen Euro für Planungs- und Projektsteuerungsleistungen bewilligt worden. Das kalkulierte Gesamtvolumen für den Umbau der Marktstraße beläuft sich auf rund 63 Millionen Euro.
Bereits sichtbare Erfolge im Fördergebiet
Im Fördergebiet „Brückenschlag“ sind die Auswirkungen der Städtebauförderung bereits an vielen Stellen sichtbar. In den vergangenen beiden Jahren wurden die Schulhöfe der Anne-Frank-Realschule, des Elsa-Brändström-Gymnasiums und des Hans-Sachs-Berufskollegs umfassend neugestaltet und modernisiert. Am Hans-Sachs-Berufskolleg wird die Steganlage im Herbst 2026 fertiggestellt.
Auch das LVR-Industriemuseum profitiert von den Fördermitteln. Die energetische Sanierung der Gebäudehülle und die Gestaltung des Außengeländes wurden unterstützt. Für die geplante Wiedereröffnung des modernisierten Museums im kommenden Jahr laufen derzeit die Arbeiten an den Innenräumen sowie die Vorbereitung des Ausstellungsaufbaus.
Neben den größeren Projekten tragen auch zahlreiche kleinere Maßnahmen zur Aufwertung des Quartiers bei: Im Rahmen des Fassaden- und Hofprogramms wurden bislang insgesamt 43 kleinteilige Erneuerungen umgesetzt. Außerdem leisten die Projekte im Rahmen des Verfügungsfonds für die Unterstützung von Nachbarschaftsprojekten sowie des Projektfonds für kleinere Gestaltungsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung des Quartiers.
Das Stadtteilmanagement begleitet die Umsetzung des Städtebauförderprogramms durch Information und Beratung mit einer kontinuierlichen Präsenz vor Ort sowie durch die Organisation von Beteiligungs- und Informationsveranstaltungen zu den Maßnahmen.
Auch das Städtebaufördergebiet Sterkrade profitiert
Auch das Städtebaufördergebiet „Sterkrade“ erhält mit rund 4,7 Millionen Euro eine umfangreiche Förderung. Im Mittelpunkt steht der klimaresiliente Umbau der Bahnhofstraße im Rhamen des Projekts Klima.Quartier Oberhausen-Sterkrade. Die Bauarbeiten sollen im Herbst dieses Jahres beginnen. Mehr Grünflächen, Wasserelemente und eine höhere Aufenthaltsqualität sollen unter anderem den öffentlichen Raum nachhaltig aufwerten. Gleichzeitig wird die Bahnhofstraße damit besser an die Folgen des Klimawandels angepasst. Weitere Infos zum Umbau der Bahnhofstraße im Rahmen des Projekts gibt es hier.