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KUNST-AUSSTELLUNG "Städtelandschaften"

06. April 2020
08:00 - 16:00 Uhr

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Lebenssituationen

Wohnung

Finanzierung

Du bist 18 Jahre alt oder sogar älter und möchtest in die erste eigene Wohnung ziehen? Bevor du die Kisten packst und in Gedanken deine Traumwohnung einrichtest, solltest du zunächst deine Einnahmen und potentiellen Ausgaben gegenüberstellen. Wenn du weißt, wie viel monatlich an Geld reinkommt, kannst du besser abschätzen ob oder was für eine Wohnung du dir leisten kannst. Natürlich sind auch die anderen Ausgaben neben der Miete zu berücksichtigen.

Im Folgenden werden dir mögliche Einnahmen und Ausgaben vorgestellt. Vielleicht entdeckst du so einen Ausgabenpunkt, den du vorher nicht auf deiner Rechnung hattest. Fällt dir noch was ein, was hier vergessen wurde? Dann richte es bitte an die unten stehende Adresse.

Einnahmen:


Ausbildungsvergütung

Wenn du eine Berufsausbildung machst, ist das sicherlich deine Haupteinnahmequelle. Denk daran, dass dir nur der Nettobetrag, also der Betrag nach Abzug der Steuern, zur Verfügung steht.


Nebenjob

Studierst du oder reicht die Ausbildungsvergütung nicht aus, dann ist sicherlich ein zusätzlicher Nebenjob möglich . Diese Möglichkeit sollte aber vor allem wenn du eine Ausbildung machst mit deinem Vorgesetzten abgesprochen werden. Ansonsten können rechtliche Konsequenzen drohen. Bis 400 Euro ist ein Nebenjob steuerlich unproblematisch. Mehr zum Thema findest du im Portal unter dem Menüpunkt "Bildung und Arbeit" in der linken Spalte.


Eltern

Eventuell bieten dir deine Eltern finanzielle Unterstützung an, wenn du noch in der Ausbildung bist oder studierst. Oder sie überweisen dir das Kindergeld (meistens 184 Euro monatlich), welches sie für dich bekommen. Diese Art der Einnahme ist natürlich Verhandlungssache und hängt auch mit dem finanziellen Handlungsspielraum deiner Eltern zusammen.


Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Wenn du eine Berufsausbildung absolvierst, kannst du bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Auf die BAB wird deine Ausbildungsvergütung, das Einkommen deiner Eltern und deines Ehepartners (soweit vorhanden) angerechnet. Du kannst BAB auch nach Beginn deiner Ausbildung beantragen, sie wird aber nicht rückwirkend bezahlt, sondern frühestens ab dem Monat der Antragstellung.
Die Förderung einer Ausbildung oder einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme, die ganz oder teilweise im Ausland durchgeführt wird, ist prinzipiell auch möglich. Eine allgemeine Aussage ist dazu aber nicht möglich.
Weitere Informationen über Antragstellung, Höhe und Dauer mit Berechnungsbeispielen kannst du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit finden.


BAföG

Solltest du eine schulische Ausbildung, eine weiterführende Schule (beachte: nur wenn du notgedrungen durch weite Entfernungen ausziehen musst, erhältst du als Schüler Ausbildungsförderung) oder Hochschule besuchen, gibt es die Möglichkeit BAföG zu beantragen. Auch hier gilt, dass auf deine Förderung dein Einkommen und dass deiner Eltern und ggf. deines Ehepartners angerechnet werden. Dazu muss man erwähnen, dass BAföG zum Teil ein zinsloses Darlehen ist und damit teilweise zurückgezahlt werden muss.
Alles über Antragstellung, Höhe, Dauer und Voraussetzungen bekommst du unter das-neue-bafoeg oder auf unserer städtischen Seite im Portal.


Wohngeld und Wohnberechtigungsschein

Solltest du aus verschiedenen Gründen keine der bisher genannten Förderungen erhalten kannst du dich nach Wohngeld erkundigen, in jedem Fall jedoch nach einem Wohnberechtigungsschein, der abhängig von deinem Einkommen ausgehändigt wird und mit dem du in eine zumeist günstigere Sozialwohnung einziehen kannst.
Die Ansprechpartner zu beiden Themen findest du auf der Oberhausener Homepage. Dort findest du auch Downloads der Anträge. Siehe einfach unter Bürger und Stadt unter den Dezernaten.

Wenn du nun weißt, wie viel Geld du monatlich zur Verfügung hast, dann kannst du jetzt erstmal eine ganze Menge wieder abziehen.


Einmalige Ausgaben:


Kaution und Provision

Meistens verlangen Vermieter Kautionen. Dieser Betrag, meist zwei oder drei Monatskaltmieten, dient zur Absicherung des Vermieters und wird von ihm auf einem Sparbuch angelegt. Wenn du etwas in der Wohnung kaputt machst, wie Türen oder Heizkörper, bezahlt der Vermieter diese Schäden von der Kaution, die du dann nicht mehr wieder siehst. Sollte das nicht der Fall sein, bekommst du sie bei deinem Auszug natürlich zurück. Die Kaution muss meistens auf einen Schlag vor dem Einzug bezahlt werden, je nach Vermieter kann aber auch verhandelt werden, dass sie in drei Teilbeträgen beglichen wird.
Eine Provision wird nur dann fällig, wenn durch den Vermieter oder durch dich ein Makler beauftragt wurde. Der verlangt dann Vermittlungskosten, die in beiden Fällen von dir zu tragen sind. Achte also darauf, wenn du den Wohnungsmarkt durchkämmst, um lästige Zusatzkosten zu sparen.


Umzug

Wenn du private Helfer hast, wird der eigentliche Umzug nicht so teuer. Im Höchstfall musst du dir einen großen Wagen für deine Möbel mieten. Adressen von Autovermietern findest zu beispielsweise in den gelben Seiten. Und schließlich hat man meistens ja auch noch nicht so viele Sachen, dass man direkt ein teures Umzugsunternehmen beauftragen muss, um alles in die neuen vier Wände zu transportieren.


Renovierung

Wenn du eine unrenovierte Wohnung anmietest, kommen Kosten für die Renovierung auf dich zu, die zu beachten sind. Tapeten, Farbe, Teppich oder Laminat. Mal ganz zu schweigen von der Arbeit, die damit verbunden ist.


Möbel und Hausrat

Die erste Wohnung wird vermutlich anfangs etwas kahl aussehen. Man vergisst schnell Dinge wie ein Kehrblech, eine Rührschüssel, Dosenöffner, Badezimmerschrank, Wäscheständer, Wäscheklammern, Schrubber und vieles mehr. Gehe ruhig durch die Wohnung deiner Eltern und mach dir eine Liste für die einzelnen Räume. Vielleicht werden dir deine Eltern zu Beginn ein paar Handtücher und Bettwäsche mitgeben.


Monatliche Ausgaben:


Miete

Die Miete ist sicherlich eine der größten Posten. Eventuell kannst du diese verringern, indem du dir ein Zimmer in einem Wohnheim anmietest oder eine WG in Erwägung ziehst. Zu beachten ist, dass bei der Miete vor allem durch die Neben- und Betriebskosten beträchtliche Summen zusammenkommen. Vor allem die Heizkosten schlagen immer kräftiger zu Buche. Aber vielleicht hast du ja die Möglichkeit mit einem Wohnberechtigungsschein eine günstige Wohnung anzumieten. Informier dich einfach mal bei der Wohnungsaufsicht der Stadt Oberhausen. Hier findest du auch den aktuellen Mietspiegel, der dir weitere wichtige Hilfen geben kann.


Strom

Strom ist nicht in den Nebenkosten enthalten. Je nach individuellem Verbrauch, kann eine Person 20 bis 50 Euro monatlich verbrauchen.
In Oberhausen ist die Energieversorgung Oberhausen der Hauptlieferant. Auf der Homepage der Energieversorgung Oberhausen kannst du dich nach Preisen und mehr informieren.


Versicherungen

Hast du ein Auto? Brauchst du eine Haftpflichtversicherung (in der Regel bist du während deiner Ausbildung noch über die Eltern versichert)? Möchtest du eine Hausrat- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen? Wie sieht es aus mit Krankenversicherung (verdienst du als Student mehr als 400 Euro musst du dich in der Regel selbst versichern)?
Auch hier können schon größere Beträge zusammenkommen. Außerdem brauchst du anfangs nicht direkt alle Versicherungen, bei vielen Dingen reicht es auch diese nach der Ausbildung abzuschließen. Hierunter fallen etwa Unfall-, Renten-, Rechtsschutz-, Lebensversicherung sowie der Bausparvertrag, der oftmals aber schon während der Ausbildung von deinem Arbeitgeber gefördert wird.


GEZ

Von den Gebühren für Funk und Fernsehen kannst du in der Regel auf Antrag bei der GEZ befreit werden, wenn du Empfänger von Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bist und nicht mehr bei den Eltern lebst, nicht jedoch wenn du dich durch Nebenjob und Elternzuschuss finanzierst. Weitere Infos über die Gebührenbefreiung und die Höhe der Gebühren findest du auf der Homepage der GEZ.


Telefon / Internet / Handy

Wenn du alleine wohnst, können Grundgebühren für Telefon, DSL oder ähnliches ganz schön weh tun. Mach dich bei unterschiedlichen Anbietern über die aktuellen Tarife schlau und überlege dir, was du am meisten nutzt. Vielleicht lohnt sich ja auch einer der neuen "Pauschaltarife".


Fahrtkosten

Ob der Tank vollgemacht oder die Busfahrkarte bezahlt werden muss - Mobilität kostet, wenn du nicht gerade mit dem Studententicket fährst.


Schule / Uni

Bedenke was du monatlich für Material wie Druckerpatronen, Blöcke, Bücher und eventuell an Semesterbeitrag (in dem aber das Studententicket enthalten ist) ausgibst. Der Semesterbeitrag variiert von Hochschule zu Hochschule, liegt aber ungefähr bei 150,00 Euro im Semester und deckt die Kosten für Studentenvertretung und den Sozialbeitrag sowie das Semesterticket.
Seit dem Sommersemester 2007 wurde für alle Studierenden an Hochschulen in NRW die Studiengebühr eingeführt. Ob und in welcher Höhe diese Gebühr erhoben wird, ist jeder Hochschule selbst überlassen worden. Sie kann jedoch bis zu 500 Euro betragen und stellt somit einen hohen Kostenfaktor dar, den es zu bedenken gilt.


Lebenshaltungskosten

Noch ein großer Posten zum Schluss, der oft unterschätzt wird. Was kostet eigentlich ein Kopfsalat im Winter? Oder Waschmittel, Klopapier und Putzmittel?
Um einen Überblick zu bekommen fragst du am besten deine Eltern oder Freunde die schon eine eigene Wohnung haben. Was geben sie monatlich für Einkäufe aus?


Haustier

Solltest du bereits ein Haustier besitzen und willst es mit in die neue Wohnung nehmen oder hast du vor, dir ein Haustier anzuschaffen um nicht ganz alleine zu wohnen, musst du bedenken, dass dein Tier zusätzliche Kosten verursacht. Es möchte gefüttert, verpflegt und eventuell mit entsprechendem Spielzeug unterhalten werden. Ebenfalls ist zu beachten, dass im Falle einer Krankheit des Tieres oder für Impfungen, unter Umständen hohe Tierarztkosten auf dich zukommen. Als Hundehalter musst du ferner die Hundesteuer berücksichtigen. Sie wird als Jahressteuer pro gehaltenem Hund erhoben.

Wenn du nun von den Einnahmen die Ausgaben abziehst und ein Plus zu verzeichnen hast, ist dieser Betrag mit der Summe identisch, die du für Freizeit und Kleidung ausgeben oder für Notfälle sparen kannst.


Reserve

Bei deinen ganzen Überlegungen solltest du nicht vergessen, dass nicht alles immer kalkuliert werden kann. Was, wenn die Waschmaschine plötzlich kaputt geht? Wer zahlt die teure Autoreparatur? Woher kommt das Geld für das neue Fahrrad, nachdem dir das alte geklaut wurde? Nicht zu vergessen die Strom- und Heizkostennachzahlung. Wie den Urlaub mit den Freunden finanzieren? Und dann kommen da auch noch Geburtstage bei denen du nicht mit leeren Händen ankommen möchtest... besser ist es also immer mit einem gewissen Spielraum zu kalkulieren, so dass dir der erste "Zwischenfall" nicht gleich den Boden unter den Füßen wegzieht. 

Wenn du dir das alles überlegt hast, kannst du jetzt endlich auf Wohnungssuche gehen. Viel Erfolg!

Eine gute Seite mit weiteren Tipps ist übrigens Optikur.de. Hier finden alle - nicht nur Studenten - die günstig wohnen möchten bzw. müssen, hilfreiche Tipps zu verschiedenen Themen wie günstige Einrichtung, Wohngemeinschaft, erste Wohnung, Untermiete etc.

Kontakt

Fragen zu den vorgestellten Angeboten und Informationen beantworten die jeweiligen Anbieter oder Einrichtungen, die hier entweder mit Kontaktdaten angegeben oder verlinkt sind.

Das Kinder- und Jugendportal ist ein Serviceangebot der Stadt Oberhausen. Es wird ständig überarbeitet und ausgebaut. Über Anregungen, Ideen und Tipps zur Ergänzung und Verbesserung dieser Informationen, aber auch Lob oder konstruktive Kritik, freut sich der Bereich Pressestelle, Virtuelles Rathaus: jugendportal@oberhausen.de.