Ausstellung im Bunkermuseum: Peter Seidel. Unterwelten. Orte im Verborgenen

01.10.2026 - Am 25. September wurde die Ausstellung „Unterwelten“ im Beisein von Bürgermeister Werner Nakot und in Anwesenheit des Künstlers im Bunkermuseum eröffnet. Zu sehen sind etwa 50 Fotografien von den verschiedensten Orten, die unter der Grasnarbe liegen. Viele von ihnen sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, so dass die Fotografien einen Einblick in verborgene Welten unter Tage verschaffen – eine Situation, die im Ruhrgebiet durch den Steinkohlebergbau vertraut ist und auch gut zum Bunkermuseum passt, das auch unter der Erde liegt. Ob es sich um eine römische Grabkammer, einen Weinkeller, ein Flussspatbergwerk, Abwasserkanäle, das Kabarett „Unterhaus“ in Mainz oder einen Kommandobunker aus Zeiten des Kalten Kriegs handelt, immer geht von diesen Räumen ein eigener Reiz aus. Peter Seidel belässt es aber nicht bei der ästhetischen Wirkung seiner Fotografien, sondern fasst sie in den 15 Museumsräumen unter Raumtiteln unter einem thematischen Strang wie „Welten des Glaubens“ neu und manchmal auch überraschend zusammen.

Bunkermuseum
Einblick in die neue Ausstellung "Unterwelten" (Foto: Bunkermuseum Oberhausen)
Bunkermuseum
Einblick in die neue Ausstellung "Unterwelten" (Foto: Bunkermuseum Oberhausen)

Die Ausstellung der „Unterwelten“ bietet bis zum 13. Dezember 2026 die schöne Gelegenheit, die unterirdischen Räume in den Fotografien von Peter Seidel in den unterirdischen Räumen des Bunkermuseums auf sich wirken zu lassen.

Wer sich weiter mit den „Unterwelten“ beschäftigen will, kann eine eigens für diese Ausstellung produzierte Broschüre (48 Seiten mit Farbabbildungen und Infotexten) für 5 Euro im Bunkermuseum, im Shop der LUDWIGGALERIE oder über den Buchhandel erwerben (ISBN 978-3-87468-533-7).