
Glückauf, der AQUApark Oberhausen ist das erste Bergbau-Freizeitbad in Deutschland. Hier tauchen die Schwimmerinnen und Schwimmer gewissermaßen ein in die vom Bergbau geprägte Vergangenheit der Region: Kauenhaken hängen von der Decke, glühende Kohle leuchtet im Kassenbereich, und von der Nachbildung eines 18-Meter hohen Förderturms führt eine Wasserrutsche in die Tiefe.
Am 4. Dezember, dem Namenstag der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, feierten Auftraggeber OGM GmbH, Planer und ausführendes Unternehmen die Fertigstellung der 20-Millionen-Investition mit einer festlichen Gala.
Nach dem „Tag der offenen Tür“ folgte die „harte Erprobungsphase“. In dieser Zeit testeten unterschiedliche Oberhausener Nutzergruppen unter Hochbetrieb noch einmal die funktionellen Einbauten und technischen Einheiten. Die Übergabe des Bades durch den Bauherren Pellikaan Deutschland GmbH an die Betreibergesellschaft AQUApark GmbH erfolgte am 19. Dezember.
Das Bergbau-Konzept des AQUAparks findet sich in vielen kleinen Details wieder, zum Beispiel in Armaturentafeln für die „Grubenwarte“, in der die Schwimmmeister ihren Dienst verrichten, oder in historischen Auswringbecken. Großfotos von Bergleuten und Industrielandschaften.
Auf 13.000 Quadratmetern teilt sich das Bad in drei Bereiche: Sport-Revier, Erlebnis-Revier und Freibad-Revier. Im "Sport Revier" findet der Vereins- und Schulsport seine neue Heimat. Im „Erlebnis-Revier“ bildet der große Förderturm den Mittelpunkt der Attraktionen: Kinderspielbereich mit vielfältigsten Spielideen, Wasserkaskaden aus zwei Loren, Grubenpferd Bubi, zwei riesig dimensionierte Whirlpools, Geysire und der Gegenstromkanal – wer Wasserspaß sucht, findet ihn hier. Das ist aber noch nicht alles. Denn „Open Air“ bekommt der Gast nicht nur, wenn er den weiteren 9000 Quadratmeter großen Außenbereich, das „Freibad-Revier“ mit dem 380-Quadratmeter-Außenbecken und zahlreichen Attraktionen, betritt. Bei schönem Wetter lassen sich Segmente der Kuppel öffnen und geben dem Gast damit ein ungeahntes Weitengefühl.
Wen es dann hinauszieht, der kann sich durch den Schacht Süd Richtung Freibadbereich begeben. Ein echter Strebausbau mit originalgetreuer Beleuchtung und zechentypischer Ausstattung, Infodisplays mit Fakten über den Bergbau und die Menschen, die von ihm lebten – so wird Geschichte erlebbar gemacht.