
Wohl dem, der sich an den Karnevalstagen in ein Bärenfell oder etwas ähnliche einwickeln konnte. Kostüme mit Fell und Federn waren in diesem Jahr nämlich ein echter Renner. Aber obwohl Väterchen Frost die Temperaturen während der „fünften Jahreszeit“ permanent weit unter die Nullgrad-Grenze sinken ließ, kamen schützungsweise rd. 210.000 Jecken zu den Zügen nach Osterfeld und Alt-Oberhausen. Mehr als 60.000 Menschen säumten nach Angaben der Polizei am Samstag beim Kinderkarnevalszug die Straßen in Osterfeld, 150.000 sollen es einen Tag später in Alt-Oberhausen gewesen sein. Aber bevor sich der närrische Lindwurm durch Osterfeld schlängelte, musste auf der gesamten Wegstrecke noch einmal Salz gestreut werden. Rund 100 Einheiten, davon 61 Fahrzeuge, setzten sich am Sonntag um 14 Uhr in Alt-Oberhausen in Bewegung. Und damit war der Zug sogar etwas größer als im Vorjahr.
Rund 6.000 Narren kamen am Rosenmontag zu ihrem Zug nach Vondern, wo es 24 Einheiten und 17 Umzugswagen zu sehen gab. Der traditionell kleinste Zug war das närrische Lindwürmchen, das sich ebenfalls am Rosenmontag durch Alstaden schlängelte – der Pöster-Treck der KG Wagaschei.
Aber jetzt ist alles wieder vorbei. Einen seiner letzten Auftritte hatten Marco I. und sein Gefolge am letzten Dienstag, als der Karnevalsprinz den Stadtschlüssel, den er sich an „Altweiber“ beim Sturm aufs Rathaus noch erobert hatte, ganz brav zurück ins Rathaus brachte. „Es war ein ganz besondere Ehre für mich, Karnevalsprinz gewesen zu sein, das habe ich sehr gerne gemacht. Danke für eine wunderbare Session“, so der Prinz bei der Schlüsselrückgabe. Hauptausschuss-Präsident Heiner Dehorn bedankte sich bei allen Vereinen und Helfern und lobte dabei auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. „Der Karneval hat sich von seiner besten Seite gezeigt“, so Dehorn.
„Die Stadt Oberhausen war im Karneval mit Prinz Marco ganz hervorragend vertreten“, fand auch Oberbürgermeister Klaus Wehling, der seit Dienstag, kurz nach elf Uhr, also wieder das Sagen in unserer Stadt hat.
Übrigens:
„Volles Programm“ meldete leider auch die Feuerwehr, die ihren Rettungsdienst am Karnevalssonntag zwischen 11 und 16 Uhr zu 56 Einsätzen schicken musste. Allein von 14 bis 17 Uhr galt es für die Rettungssanitäter 14 Mal Prellungen, Platzwunden oder andere Verletzungen nach diversen Auseinandersetzungen zu verarzten. Der Notarzt wurde insgesamt neun Mal angefordert.