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Patenschaft für Ausbildungserfolg

Künftig sollen Schülerinnen und Schüler in Oberhausen beim Übergang ins Berufsleben, sowie bei ihren ersten Schritten als Auszubildende zwei Jahre lang durch persönliche Paten begleitet werden. Konkretes Ziel dabei ist, dass mehr Schulabgänger einen Ausbildungsplatz finden, und weniger Auszubildende in den ersten Monaten ihre Lehre abbrechen.

In enger Abstimmung zwischen Stadt Oberhausen, der Agentur für Arbeit und der Transferstelle des Landes NRW Unternehmen Schule mit Kammern, Gewerkschaft und engagierten Arbeitgebern reifte die Idee zu einer Patenschaftsinitiative für Schulabgänger.

Das Konzept

Das Konzept der Ausbildungspatenschaften Oberhausen basiert auf der Grundlage von "Öffnung der Schule". Außerschulische Partner - in dem Falle die Paten - werden zur Unterstützung des Übergangs in die Schule eingebunden. Zielgruppe sind Schüler und Schülerinnen, die eine Ausbildung beginnen wollen / können und trotz guter Zeugnisse keinen Ausbildungsplatz finden.

Durch dieses Profil grenzt sich dieses Konzept von Maßnahmen ab, die sich verstärkt um die Verbesserung der Ausbildungschancen der förderbedürftigen, eher schwachen Schülerinnen und Schülern kümmern, also Schüler mit schweren Vermittlungshemmnissen oder fehlender Ausbildungsreife.

Das Klientel dieser Maßnahme sind Schülerinnen und Schüler, die zwar von ihrem Leistungsvermögen eine Ausbildung beginnen und abschließen können, begleitende Umstände sie aber daran hindern.

Der Zeitraum der Patenschaft bedingt ein weiteres Novum. Die Paten betreuen den Schüler bzw. die Schülerin ab der Klasse zehn und ein Jahr in der Ausbildung. Sie unterstützen die Vorbereitung des Übergangs, begleiten die Übergangsphase und den Beginn der Ausbildung so lange, bis kein Abbruch der Ausbildung mehr wahrscheinlich ist.

Kern ist die Übergangsphase, in der die Schule nicht mehr unterstützend tätig ist und sich der Jugendliche mit den Gegebenheiten der Ausbildung auseinandersetzen muss. Hier wird der Pate bzw. die Patin Ansprechpartner für Schüler(in) und Ausbilder(in).

Das Ziel

Langfristig sollen an jeder Oberhausener Schule Patenschaften angeboten werden. Der Pate unterstützt den Jugendlichen beim Erreichen seiner gewünschten Ausbildung und steht ihm auch für ein Jahr in der Ausbildung zur Seite. Er soll ihm den Übergang erleichtern und so einen Ausbildungsabbruch eventuell verhindern. Begonnen wird mit einer Hauptschule aus jedem Stadtteil.

Allgemeine Bedingungen

Die Patenschaft ist absolut freiwillig. Sie beginnt mit dem 10. Schuljahr und endet ein Jahr nach Ausbildungsbeginn. Es sollen an jeder Schule mindestens zwei Paten verfügbar sein. Treffen zwischen Paten und Schülern finden je nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Monat statt.

Voraussetzung der Schule

Die Schule (Leiter und Kollegium) muss diese Patenschaft wollen. Die Schule verpflichtet sich, eine breite Akzeptanz für die Patenschaft zu schaffen. Die Schule benennt einen Ansprechpartner und ein mögliches Auswahlteam. Die Schule sorgt bei Zusage des Schülers für eine Einverständniserklärung der Eltern.

Auswahl der SchülerInnen

Der Beratungslehrer/die Beratungslehrerin wählt die SchülerInnen nach folgendem Profil aus:

  • Es sind SchülerInnen des zehnten Jahrgangs,
  • SchülerInnen, die eine Ausbildung beginnen wollen
  • SchülerInnen, die ausbildungswillig und –fähig sind
  • SchülerInnen, die fachliche und/oder persönliche Vermittlungshemmnisse haben (keine Behinderung)

Maßgeblich ist die Freiwilligkeit. Der Beratungslehrer spricht keine Empfehlung aus, sondern bietet die Patenschaft an.

Die Aufgabe des Paten

Der Pate unterstützt den Jugendlichen beim Erreichen seiner gewünschten Ausbildung und steht ihm zur Seite. Er soll ihm den Übergang erleichtern und so einen Ausbildungsabbruch eventuell verhindern.

Allerdings muss er keinen Ausbildungsplatz besorgen und sollte auch nicht länger als ca. 2 Jahre aus dem Berufsleben ausgeschieden sein.

Auswahl und Profil des Paten / der Patin

Der Pate / die Patin werden zu Beginn durch das Projektteam ausgewählt.

Er / Sie hat folgendes Profil:

  • Weitergabe der Lebenserfahrung
  • Gerne mit Jugendlichen arbeiten
  • Verpflichtung gegenüber dem Jugendlichen und seiner Aufgabe eingehen wollen
  • Interesse an der Situation des Jugendlichen zeigen
  • Helfen, motivieren und unterstützen
  • Zuhören können
  • Vertrauen beim Jugendlichen schaffen


KONTAKT
Thomas Löhr
Schwartzstraße 71
46045 Oberhausen
Telefon: 0208 825-2006

sowie

Harald Elke und Bernd Knaup
Stadt Oberhausen
Bürgerschaftliches Engagement / Ehrenamt
Bottroper Str. 183
46042 Oberhausen
Telefon: 0208 825-8111